HANDBALL
Ein letzter Tanz: Nümbrecht und Gummersbach II verabschieden sich aus der Regionalliga
Oberberg - Der SSV verabschiedet im letzten Heimspiel drei Leistungsträger - Gummersbach II fährt mit dem letzten Aufgebot nach Duisburg - Rodriguez beendet sein Kapitel beim HC Gelpe/Strombach in Korschenbroich.
TV Korschenbroich – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 19:30 Uhr).
Hinspiel: 29:32.
Es fehlt: Felix Soldanski (Verletzung).
Zum letzten Mal wird HC-Trainer Daniel Rodriguez am Samstag auf der Bank des HC Gelpe/Strombach in der Handball-Regionalliga sitzen. Damit endet eine mehrjährige Ära. 2020 übernahm der Spanier die zweite Mannschaft in der Landesliga, feierte zwei Aufstiege mit dem Team und wurde im vergangenen Sommer zum Chefcoach des Regionalligateams als Nachfolger von Markus Murfuni befördert. Die Trennung nach nur einer Saison bedauert er weiterhin: „Wenn wir den Kader zusammengehalten hätten, hätte man mit der Mannschaft etwas aufbauen können.“ Stattdessen steht im Sommer der nächste große Umbruch in der Kreisstadt an. Rodriguez will sich positiv verabschieden: „Auch wenn die Luft nach dem Klassenerhalt zuletzt ein wenig raus war, weil es eine harte Saison durch die Belastung war, wollen wir trotzdem versuchen, noch einmal alles reinzuwerfen.“
Auch für sechs Spieler wird das Auswärtsmatch in Korschenbroich das vorerst letzte Spiel im HC-Trikot werden. Mike Heinzerling, Leonard Viebahn, Islam Elnoamany, Julius Walch, Karol Makowiecki und Lars Rostalski verlassen den Club bekanntlich im Sommer. Drittligaabsteiger Korschenbroich lag lange auf Kurs direkter Wiederaufstieg, musste sich nach der schweren Knieverletzung von Spielmacher Mats Wolf aber in der Rückrunde vorzeitig aus dem Titelrennen verabschieden. Rodriguez erwartet im letzten Spiel aber keine Geschenke: „Das ist eine robuste Truppe. Platz zwei spricht für sich und sie werden die Vize-Meisterschaft klar machen wollen.“ Dass die Oberberger den TVK ärgern können bewiesen sie mit dem 32:29-Erfolg im Hinspiel. „Da haben wir sie mit einer guten Abwehr und viel Tempo geknackt“, erinnert sich der HC-Coach.
SSV Nümbrecht – DJK Unitas Haan (Samstag, 19:30 Uhr, GWN-Arena).
Hinspiel: 31:34.
Es fehlen: Benedikt Opitz, Torben Lang (beide Verletzung).
Nach dem vorzeitig feststehenden Abstieg in die Oberliga stehen Nümbrechts Handballer vor einer Zäsur. Am Samstag wird der Club mit Tim Hartmann, Tobias Schröter und Dag Dissmann drei erfahrene Leistungsträger offiziell verabschieden. „Es wird Veränderungen geben. Unsere jüngeren Spieler werden künftig deutlich mehr Spielanteile bekommen“, sagt Trainer Manuel Seinsche, dem man die Enttäuschung über den verpassten Klassenerhalt nach der Niederlage im Endspiel bei BTB Aachen anhört. Der Großteil des Kaders hat zwar zugesagt, die drei Routiniers zu ersetzen, dürfte allerdings eine spannende Aufgabe werden, weshalb man sich in Nümbrecht auch nicht vorschnell zu Zielen für die kommende Saison äußert.
Im letzten Saisonspiel will Seinsche die Spielanteile gleichmäßig verteilen, damit „alle Spieler sich ordentlich von den Fans verabschieden können“. Überhaupt bedankt sich der Trainer beim Nümbrechter Anhang für den starken Support während der gesamten Saison. Auch nach Aachen waren zahlreiche SSV-Fans mitgereist. Seinsche hofft, dass seinem Team mit dem feststehenden Abstieg auch eine Last von den Schultern genommen wurde: „Wir wollen das sauber zu Ende spielen und können ohne Druck in dieses Match gehen. Das ist nach den letzten Wochen auch mal ganz schön.“ Gegner Haan blickt indessen auf eine starke Saison zurück. Nachdem der Club vergangene Saison noch lange um den Klassenerhalt zittern musste, kann der aktuelle Tabellenvierte im besten Fall sogar noch Vizemeister werden. Auch Seinsche ist beeindruckt: „Sie haben sich unheimlich gefestigt, verfügen über seine sehr kompakte Abwehr und haben über die Saison konstante Leistungen abgerufen.“
OSC Rheinhausen – VfL Gummersbach II (Samstag, 19:30 Uhr).
Hinspiel: 29:24.
Es fehlen: Malte Petersen, Moritz Riedel (beide Verletzung), Julien Kübler, Malte Haglund, Hugo Fleisch, Jakob Patzelt, Tjorven Knackstedt, Tim Rath, Leif Paulsen.
Mit dem letzten Aufgebot werden Gummersbachs Handballer ihr letztes Regionalligaspiel bestreiten. Neben den beiden Langzeitverletzten Malte Petersen und Moritz Riedel wird Trainer Jan Schwenzfeier am Wochenende auch auf sämtliche Spieler des 2008er Jahrgangs verzichten müssen, die am Wochenende um das Ticket zur Jugend-Bundesliga beim Turnier in Budenheim (Rheinland-Pfalz) kämpfen werden. Derzeit plant Schwenzfeier in Rheinhausen mit sieben Feldspielern und einem Torwart, gibt sich aber kämpferisch: „Auch wenn es sportlich um nichts mehr geht, sollte es unsere Ambition sein, uns im Rahmen der Möglichkeiten maximal gut zu verkaufen.“
Das Saisonfazit des VfL-Coachs fällt ernüchternd aus: „Es war eine schwierige Saison. Die Verletzungen von Konstantin Kasch und Malte Petersen haben uns das Genick gebrochen. Wir hatten viele Spiele, in denen wir mit wenigen Spielern auskommen mussten. Ich glaube, mit einem größeren Kader wären mehr Punkte möglich gewesen.“ Für Gummersbachs Gegner Rheinhausen geht es im letzten Saisonspiel noch um die Vizemeisterschaft. Nachdem die Duisburger in der Rückserie lange Zeit letzter Verfolger des neuen Meisters Bayer Dormagen II waren, ließen sie in den vergangenen Wochen einige Punkte liegen. Aus den letzten fünf Spielen holte der Tabellendritte nur drei Punkte.
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