HANDBALL

HC-Handballer können den Klassenerhalt perfekt machen

pn; 23.04.2026, 08:00 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ---- Gelingt dem HC Gelpe/Strombach am Wochenende im Heimspiel gegen den TV Aldekerk der vorzeitige Klassenerhalt?
HANDBALL

HC-Handballer können den Klassenerhalt perfekt machen

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pn; 23.04.2026, 08:00 Uhr
Oberberg - Gegen Aldekerk hofft Gelpe/Strombachs Trainer Daniel Rodriguez wieder auf mehr defensive Stabilität - Nümbrecht muss zu wiedererstarkten Bonnern - Gummersbach II ist gegen Mönchengladbach zum Siegen verdammt.

VfL Gummersbach II – Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18 Uhr).

 

Hinspiel: 27:27.

 

Es fehlen: Malte Petersen, Konstantin Kasch, Moritz Riedel (alle Verletzung).

 

Die Handballer des VfL Gummersbach II benötigen im Abstiegskampf der Regionalliga am Samstag dringend einen Sieg. Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach ist wahrscheinlich die letzte Chance, noch einmal in das Rennen um den Klassenerhalt einzugreifen. Mindestens sechs Punkte muss der Drittligaabsteiger in den verbleibenden vier Spielen aufholen. Aus eigener Kraft können die Akademie-Talente den Absturz in die Oberliga ohnehin nicht mehr verhindern. Trainer Jan Schwenzfeier versucht die Situation weitgehend auszublenden: „Rechnerisch ist es unsere letzte Chance, aber wir setzten denselben Schwerpunkt wie schon die gesamte Saison: Die Weiterentwicklung unserer Spieler. Das wird in den nächsten Spielen nicht anders sein.“

 

 Das letzte Aufeinandertreffen mit Borussia Mönchengladbach ist noch nicht lange her. Erst vor knapp sechs Wochen fand das Hinspiel statt. In der Jahnhalle erkämpfte sich eine dezimierte Gummersbacher Mannschaft ein 27:27-Remis gegen den Aufsteiger. Schwenzfeier hofft, dass sein Team die richtigen Lehren aus dem Vergleich zieht: „Wir haben gezeigt, was man tun muss, um ihnen das Leben schwer zu machen.“ Die Handball-Fohlen haben aus seiner Sicht ihre Qualitäten in der Breite ihres Kaders: „Sie verfügen über mehrere Spieler, die höherklassige Erfahrung haben.“

 

Eine Rolle dürften am Samstag auch die Nerven spielen. Beide Teams gehen nicht gerade mit breiter Brust in das Abstiegsduell. Mönchengladbach holte aus den letzten sieben Spielen gerade einmal drei Punkte und muss weiter um den Klassenerhalt zittern. Besonders bitter: Am vergangenen Wochenende lag bei der 33:35-Niederlage gegen den designierten Meister Bayer Dormagen II eine Überraschung lange in der Luft. Auch Gummersbach Akademie-Talente mussten am vergangenen Wochenende eine bittere Pille schlucken. Im Rückspiel um den DHB-Pokal in der A-Jugend-Bundesliga gewann der VfL zwar mit 31:30 bei HT München, der Titel ging aufgrund der Auswärtstor-Regel aber nach Bayern. „Natürlich war das bitter, aber das gehört zum Sport dazu“, hofft Schwenzfeier, dass seine Spieler das Negativerlebnis schnell verarbeiten können und nun im Ligaendspurt Gas geben.

 

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TSV Bonn rrh. - SSV Nümbrecht (Samstag, 19:30 Uhr).

 

Hinspiel: 28:31.

 

Es fehlen: Torben Lang, Benedikt Opitz (beide Verletzung), Marcel Miebach (privat verhindert).

 

Einsatz fraglich: Erik Hampel (krank).

 

Nümbrecht, Mönchengladbach oder Aachen? Das Saisonende rückt näher und der Abstiegskampf in der Regionalliga spitzt sich zusehends zu. Die SSV-Handballer haben mit 15:29 Punkten momentan die besten Karten, die Klasse zu halten. Mönchengladbach und Aachen lauern dahinter mit 13:31 Punkten und auch Gummersbach II (8:36 Punkte) hat noch rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt. Das vermeintlich machbarste Restprogramm hat Nümbrecht, doch SSV-Coach Manuel Seinsche warnt: „In dieser Liga hat es die gesamte Saison immer wieder überraschende Ergebnisse gegeben. Es sind noch acht Punkte zu vergeben. Wir haben aktuell einen kleinen Vorsprung, müssen aber weiter jede Chance nutzen, wenn wir Punkte holen können.“

 

Thema unter der Woche war beim Aufsteiger aber nicht nur der Abstiegskampf, sondern auch ein vermeintliches Phantomtor im Heimspiel gegen Korschenbroich. Im offiziellen Spielbericht wird Ben Büscher bei der Spielzeit 35:32 Minuten als Torschütze des 18:22 und des 18:23 aufgeführt. In der Halle war niemandem ein falscher Spielstand aufgefallen, erst im Nachhinein wunderten sich die Nümbrechter beim Blick auf den Spielbericht. Ein Einspruch wurde nach dem Abpfiff nicht angekündigt, auch weil die Oberberger erst später darauf aufmerksam wurden. Seinsche spricht von einer „ziemlich komischen“ Situation, will die Szene aber auch nicht überbewerten: „An diesem Tor hat es definitiv nicht gelegen.“

 

Sein Fokus liegt nun vollkommen auf dem schwierigen Auswärtsmatch bei der wiedererstarkten TSV Bonn rrh. Der letztjährige Vizemeister war nach der Verletzung von Finn Hoffmann kurz vor dem Hinrundenende in eine sportliche Krise mit sieben Niederlagen in Folge gerutscht. Doch seit der spielstarke Shooter wieder zur Verfügung steht, läuft es bei den Bonnern wieder. Zuletzt holte das Team von Florian Benninghoff-Lühl aus den letzten sieben Spielen sechs Siege. „Sie sind wieder in ihrem Flow. Das ist eine junge Truppe, die einen richtig schönen Ball spielt. Im Hinspiel konnten wir sie dank einer kompakten Abwehr bezwingen“, sagt Seinsche. Technische Fehler wie zuletzt gegen Korschenbroich dürfe man sich am Rhein jedenfalls nicht erlauben. „Dann werden wir gnadenlos bestraft“, so der SSV-Coach.

 

 

HC Gelpe/Strombach – TV Aldekerk (Samstag, 19:30 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 28:32.

 

Es fehlt: Keiner.

 

Einsatz fraglich: Leonard Viebahn (Verletzung).

 

Den HC-Handballern winkt am Samstag der vorzeitige Klassenerhalt. Voraussetzung hierfür: Ein Sieg gegen den TV Aldekerk. Und eine Niederlage von Borussia Mönchengladbach oder BTB Aachen in den Parallelspielen. Trotz der letzten beiden Niederlagen beträgt der Vorsprung Gelpe/Strombachs auf die Abstiegsränge weiterhin komfortable fünf Punkte. HC-Trainer Daniel Rodriguez hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn sein Team frühzeitig Fakten schaffen würde. „Mit einem Sieg könnten wir tatsächlich durch sein. Das wollen wir auch schaffen, besonders zuhause, wo wir noch einen Tick besser sind“, sagt er vor dem Heimspiel gegen den TV Aldekerk.

 

Dafür müssen sich die Oberberger aber vor allem defensiv wieder steigern. In den letzten fünf Spielen kassierten die HC-Handballer im Schnitt fast 35 Gegentore. Besonders beim OSC Rheinhausen bekam man am vergangenen Wochenende die Ausfälle von Leonard Viebahn, Julius Walch und Paul Roth in der Abwehr zu keinem Zeitpunkt kompensiert und fing sich 40 Gegentore. Zumindest Walch und Roth werden am Wochenende definitiv wieder in den Kader zurückkehren, sodass Rodriguez hofft, „dass wir wieder stabiler stehen werden“.

 

Gegner Aldekerk ist für ihn die Wundertüte der Liga. „Sie sind definitiv besser als es die Tabelle aussagt, sind aber sehr schwankend in ihrer Form“, sagt Rodriguez über den Drittligaabsteiger, der derzeit nur auf Platz neun liegt. Einer der Motoren im Team von Trainer Tim Gentges ist Thomas Plhak. Der Rechtsaußen ist mit 135 Toren sechstbester Torschütze der Liga. Auch im Hinspiel erzielte Plhak zwölf Tore. Davon neun Siebenmeter, weil Gelpe/Strombach das gegnerische Kreisläuferspiel kaum unterbunden bekam. „Das haben wir nicht gut verteidigt. Aldekerk ist eine Mannschaft, die eine giftige Abwehr spielt und von allen Positionen brandgefährlich ist“, findet Rodriguez, der noch hofft, dass Leonard Viebahn am Wochenende wieder einsatzbereit ist.

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