HANDBALL
Gummersbachs Abstieg rückt immer näher
Gummersbach – Im Nachholspiel gegen die HSG Refrath/Hand muss das Schwenzfeier-Team auf seinen Abwehrchef verzichten – Team zeigt nach frühem Rückstand Moral, verliert aber dennoch - Die Handball-Regionalliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.
VfL Gummersbach II – HSG Refrath/Hand 29:33 (14:19).
Rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar noch längst nicht abgehakt. Doch nach der Gummersbacher 29:33-Heimniederlage im Abstiegsduell mit der HSG Refrath/Hand schwinden beim Tabellenletzten der Regionalliga allmählich die Hoffnungen auf einen Ligaverbleib. Sechs Spiele bleiben der Mannschaft von Jan Schwenzfeier noch. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt mit 8:32 Punkten weiter fünf Punkte. Im Nachholspiel vom 11. Spieltag mussten die Oberberger kurzfristig mit Patrick Kiesewalter auf ihren erkrankten Abwehrchef verzichten. Schwenzfeier machte die Gründe für die 15. Saisonniederlage allerdings mehr in der Offensive aus: „Im Angriff haben wir uns das Leben mit unseren Fehlern selbst schwer gemacht.“
[Gegen Lukas Dibowski fand Gummersbach keine Mittel. Der Rückraumspieler traf elfmal.]
Der Tabellenletzte rannte schon früh einem 1:7-Rückstand (9.) hinterher. Der Plan, den Gegner mit einer offenen Manndeckung in den ersten Minuten zu stressen, ging nach hinten los. „Ehrlicherweise muss man sagen, das hat am Ende nicht so richtig funktioniert“, meinte der VfL-Coach, dessen Team wie vorgesehen nach fünf Minuten in die übliche Defensivformation wechselte und sich nun in die Partie reinbiss. Keine Selbstverständlichkeit, wie Schwenzfeier nach zuletzt zwei heftigen Klatschen fand: „Die Moral stimmte. Das ist mit so einer jungen Mannschaft dann auch nicht selbstverständlich.“
Über 5:8 (13.), 9:14 (21.) und 13:15 (28.) ging es mit einem 14:19-Rückstand in die Pause. Im zweiten Durchgang kämpfte sich Gummersbach nach dem 18:23 (38.) auf 24:25 (46.) heran. Zum Knackpunkt wurden dann eine Zeitstrafe (50.) und eine Rote Karte (51.) gegen Refrath/Hand. Die Unterzahlsituation bekamen die Gäste gut verteidigt und kassierten lediglich den neuerlichen 26:27-Anschlusstreffer (51.). Anschließend gelang den Refrathern, die sich durch den Sieg aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben dürften, ein 4:0-Lauf zum vorentscheidenden 26:31 (58.). „Die Jungs haben sich gut reingekämpft und haben gute Emotionen gezeigt. Am Ende war es aber ein Start-Ziel-Sieg für Refrath, weil wir dem anfänglichen Rückstand immer hinterhergelaufen sind und uns das Leben offensiv schwerer gemacht haben, als es sein muss“, so Schwenzfeier.
Gummersbach II: Paul Britz (9), Moritz Riedel (6), Tim Rath (5/3), Fanou Ulmerich (4), Carlo Bohnenkamp (3), Hannes Hartmann (1), Jakob Patzelt (1/1).
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[Mit neun Toren bester Gummersbacher Werfer: Paul Britz.]
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