HANDBALL
Richtungsweisendes Kellerduell
Oberberg - Gelpe/Strombach will sich mit einem Sieg gegen Mönchengladbach im Abstiegskampf Luft verschaffen - Nümbrecht hofft gegen Weiden auf Bonuspunkte - Gummersbach II will nach Haan positive Energie mitnehmen.
HC Gelpe/Strombach – Borussia Mönchengladbach (Samstag, 19:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Hinspiel: 27:36.
Es fehlt: Felix Soldanski (Verletzung).
Auch wenn im Sommer Schluss ist für Daniel Rodriguez (OA berichtete), will der HC-Trainer bis zum letzten Spieltag alles für den Verein geben und sich mit dem Klassenerhalt vom HC Gelpe/Strombach verabschieden. Den Grundstein dafür können die Oberberger in den kommenden beiden Heimspielen bis zu den Osterferien gegen die direkten Konkurrenten von Borussia Mönchengladbach und der HSG Refrath/Hand legen. 14:22 Punkte hat die Gummersbacher Spielgemeinschaft momentan als Tabellenzehnter, der Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Mönchengladbach beträgt drei Punkte, sodass Rodriguez für Samstag von „einem echten Vier-Punkte-Spiel“ spricht.
„Uns erwartet ein wirklich unangenehmer Gegner“, warnt der HC-Coach sein Team. Die Handball-Fohlen sind die Remis-Könige der Liga und holten bereits fünf Unentschieden in dieser Saison, zuletzt im Nachholspiel gegen den VfL Gummersbach II am Dienstagabend. Seine Qualität bewies der Aufsteiger aber auch gegen Tabellenführer Dormagen II, dem man Ende Januar ebenfalls einen Punkt abrang. Zuletzt hat Mönchengladbach aber ein wenig geschwächelt und vor dem Gummersbach-Remis in Nümbrecht und gegen Bonn verloren.
„Das wird eine ganz harte Nummer. Was sie auszeichnet, ist ihre Disziplin und Geduld. Das ist mit eine der diszipliniertesten Mannschaften der Liga. Das wird für uns purer Abstiegskampf, den wir annehmen müssen“, sagt Rodriguez. Im Hinspiel war Gelpe/Strombach das nicht gelungen und hatte verdient mit 27:36 verloren. Wichtigste Akteure bei der Borussia sind Niklas Weis (100 Tore) und Jordi Weisz (89). „Wir müssen sie von der ersten Minute an stressen und zu Fehlern zwingen. Unvorbereitete Würfe wie in Essen dürfen wir uns auf keinen Fall erlauben. Wenn Mönchengladbach einmal mit vier, fünf Toren führt, wird es verdammt schwer gegen sie“, so der HC-Coach weiter.
SSV Nümbrecht – HC Weiden (Samstag, 20 Uhr, GWN-Arena).
Hinspiel: 23:38.
Es fehlen: Torben Lang, Benedikt Opitz (beide Verletzung).
Harte Wochen warten auf den SSV Nümbrecht im Abstiegskampf der Regionalliga. Mit Weiden, Rheinhausen, Aldekerk und Korschenbroich hat es das Programm bis Mitte April in sich. Dessen ist sich auch SSV-Trainer Manuel Seinsche bewusst: „Wir wussten vor der Saison, dass es eine harte Saison bis zum Ende wird. Wenn wir in den kommenden Spielen Strohhalme bekommen, müssen wir sie auch ergreifen.“ Acht Spieltage sind noch zu absolvieren, momentan beträgt der Vorsprung auf die beiden Abstiegsränge nur einen Punkt.
Gegen Weiden sieht sich Seinsche jedenfalls in der absoluten Außenseiterrolle. Im Hinspiel musste man auf den gesperrten Dominik Donath verzichten, zudem sah Tim Hartmann schon früh die Rote Karte, sodass Nümbrecht mit einer 23:38-Abreibung ins Oberbergische zurückkehrte. „Damals hatten wir von der ersten Sekunde an keine Chance und wurden regelrecht überfahren. Und auch zuhause wird das eine ganz harte Nummer für uns“, meint der SSV-Coach, den vor allem die hohe Fehlerquote seiner Mannschaft nervt: „Wir machen derzeit haarsträubende Fehler, die auch in ihrer Anzahl nicht mehr akzeptabel sind.“
Hoffnung macht Seinsche die eigene Heimstärke mit den Fans im Rücken. Zudem schwächelten die Weidener zuletzt ein wenig. Nach dem 31:24-Sieg gegen Korschenbroich verabschiedete sich das Team von Marc Schlingensief mit zwei Niederlagen in Rheinhausen (31:41) und gegen Aldekerk (28:32) wohl vorzeitig aus dem Titelrennen. Trotzdem warnt Seinsche vor dem starken Rückraum um Sven Xhonneux und Timothy Meurer: „Sie verfügen über viel Wurfgewalt, haben aber auch gute spielerische Komponenten in ihrem Spiel.“ Personell steht hinter Fabian Benger weiter ein Fragezeichen. Der Kreisläufer ist inzwischen zwar wieder gesund, hat bislang aber noch nicht wieder mit der Mannschaft trainiert. Seinsche will nichts überstürzen und ihn langsam heranführen.
Auch für das Kreispokal-Halbfinale gegen den CVJM Oberwiehl steht ein Termin in Aussicht. Vermutlich wird das Südkreisderby in der Woche vor den Ferien stattfinden.
DJK Unitas Haan – VfL Gummersbach II (Sonntag, 11:15 Uhr).
Hinspiel: 31:30.
Es fehlen: Konstantin Kasch, Malte Petersen (beide Verletzung).
Einsatz fraglich: Julien Kuebler, Hugo Fleisch, Paul Britz.
Obwohl es für Gummersbachs Reserve mit kleinem Kader im Abstiegskampf nur zu einem 27:27-Unentschieden im Nachholspiel bei Borussia Mönchengladbach unter der Woche reichte, hofft VfL-Coach Jan Schwenzfeier, dass das Remis Kräfte freisetzen kann. „Natürlich hoffe ich, dass uns dieser Punkt beflügelt. Wir müssen die positive Energie mitnehmen und Spaß am Handball haben. Dann haben wir gute Chancen, viele Mannschaften in dieser Liga zu schlagen“, meint er. Aktuell hat der Drittligaabsteiger vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, aber auch ein Spiel weniger als die Konkurrenz absolviert.
Ob sich die personelle Situation bis zum Wochenende allerdings verbessert, steht derzeit noch in den Sternen. Julien Kuebler und Hugo Fleisch sind weiterhin angeschlagen und fürs Wochenende zumindest fraglich. Auch Paul Britz war am Mittwoch beim Krafttraining der Handball-Akademie noch krank. Kein Faktor dürfte die frühe Anwurfzeit um 11:15 Uhr am Sonntagmorgen werden, mit der viele Teams in der Liga hadern. Die Gummersbacher Akademiespieler sind Training am Vormittag gewohnt.
Haan selbst beschreibt Schwenzfeier als körperlich robuste Mannschaft, die viel von ihrer Emotionalität lebe. Beste Torschützen sind Etienne Mensger (72 Tore), David Bleckmann (66) und Florian Brandenburg (64). Wurden die Haaner im Sommer noch als möglicher Abstiegskandidat gehandelt, spielen sie mit 19:17 Punkten als Tabellensechster bislang eine gute Saison. Auffällig: Zwölf ihrer Punkte holten sie in der heimischen Adlerstraße. Zuletzt war Haan stark in Form: Erst vergangenes Wochenende verlor das Team von Erwin Reinacher beim 33:39 in Dormagen nach vier Siegen und einem Remis in Korschenbroich mal wieder ein Ligaspiel. Schwenzfeier will allerdings nicht so sehr auf den Gegner, „sondern vor allem auf uns selbst schauen. Wir müssen bei uns selbst anfangen“.
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