HANDBALL
Derby als Schlüsselspiel im Abstiegskampf
Oberberg - Gelpe/Strombach und Nümbrecht wollen gut ins neue Jahr starten - SSV bestätigt schwere Verletzung.
HC Gelpe/Strombach – SSV Nümbrecht (Samstag, 19:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Es fehlen: Keiner - Benedikt Opitz, Torben Lang (beide Verletzung).
Einsatz fraglich: Keiner - Jannis Schoger (Trainingsrückstand), Dominik Donath, Philipp Donath, Niklas Witthaut, Fabian Benger (alle Grippe).
Zwar biegt die Handball-Regionalliga gerade erst auf die Zielgerade der Hinrunde ein, im Tabellenkeller werden die Teams aber schon nach dem 11. Spieltag allmählich nervöser. Entsprechende Brisanz hat das ohnehin prestigeträchtige Derby zwischen dem HC Gelpe/Strombach und dem SSV Nümbrecht. Während man beim Aufsteiger aus dem Kreissüden mit 9:11 Punkten auf Platz zehn bislang zufrieden sein darf, wartet die Spielgemeinschaft aus der Gummersbacher Kreisstadt inzwischen seit fünf Spielen auf den nächsten Sieg und liegt mit 6:14 Punkten im Umbruchsjahr hinter den eigenen Erwartungen.
Die beiden Trainer Daniel Rodriguez und Manuel Seinsche sprechen im Vorfeld des Derbys jedenfalls von einem besonderen Spiel und betonen die Derbygesetze. „In diesem Spiel müssen wir über keinen Favoriten diskutieren. Hier spielen noch einmal ganz andere Faktoren eine Rolle. Die Motivation ist bei allen bei weit über 200 Prozent und die Brisanz ist jedem aufgrund der zugespitzten Situation im Tabellenkeller bewusst. Für uns sind die Siege gegen Aldekerk und Bonn wenig wert, wenn wir nun gegen Gelpe/Strombach, Aachen und Haan nicht nachlegen“, weiß SSV-Coach Seinsche. Ähnlich äußert sich sich HC-Trainer Rodriguez, der von einem 50:50-Spiel spricht: „Das ist das Derby im Kreis. Die Jungs brennen auf das Spiel, das haben sie zum Trainingsauftakt gezeigt. Für uns geht es darum, dass wir den Anschluss nicht verlieren. Da sind zwei Punkte überlebenswichtig, um aus der Abstiegszone herauszukommen.“
Nümbrecht muss vor dem Spiel allerdings eine Hiobsbotschaft verkraften. Die Befürchtungen bei Torben Lang haben sich bestätigt. Der Rückraumrechte zog sich beim Sieg gegen die TSV Bonn rrh. vor Weihnachten einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu – das Saison-Aus. Umso wichtiger ist nun die Verpflichtung von Erik Hampel (OA berichtete). Seinsche bremst aber die Erwartungen: „Er ist ein vollkommen anderer Spielertyp, dem wir Zeit geben müssen, sich einzuspielen. Der Ausfall von Torben tut uns enorm weh, weil er mit seiner Griffigkeit und Wendigkeit nicht den typischen Rückraumspieler verkörpert und damit ein wichtiger Baustein bei uns war, den man nur schwer ersetzen kann.“
Zudem stört die Grippewelle die Vorbereitung auf das Match. Mit Philipp und Dominik Donath, Fabian Benger und Niklas Witthaut mussten gleich mehrere Spieler den Trainingsauftakt am Wochenende absagen. Seinsche hofft aber noch, dass sich das Quartett bis zum Wochenende fit meldet. Beim HC warnt er vor den bekannten Stärken: „Mit Heinzerling, Pötz und Viebahn erwartet uns im Rückraum viel Qualität. Sie haben sehr viel Passgeschwindigkeit in ihren Aktionen, sodass wir defensiv kompakt stehen müssen.“ Der SSV-Coach setzt auch auf den Faktor Fans: „Ich würde mir wünschen, dass am Samstag ganz Nümbrecht für zwei Stunden in Gummersbach sein wird.“
Auch Rodriguez glaubt, dass sich das Derby in der Defensive entscheiden wird: „Wer die bessere Abwehr stellen wird und wessen Torhüter am Samstag stärker ist, wird die zwei Punkte holen. Wir dürfen Nümbrecht nicht ins offene Messer laufen, sondern müssen unseren Stiefel durchbringen.“ Der HC-Coach, der aus dem Vollen schöpfen kann, rechnet mit einem knappen Match, das sich erst in den Schlussminuten entscheiden wird: „Es würde mich wundern, wenn es am Samstag viele Tore und einen klaren Sieger geben wird.“
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