HANDBALL

Gelpe/Strombach und Nümbrecht wollen keine Geschenke verteilen

pn; 18.12.2025, 09:00 Uhr
Archivfoto: Thomas Wirczikowski ---- Nümbrecht und Gelpe/Strombach stecken zum Jahreswechsel im Abstiegskampf.
HANDBALL

Gelpe/Strombach und Nümbrecht wollen keine Geschenke verteilen

  • 0
pn; 18.12.2025, 09:00 Uhr
Oberberg - Zum Jahresabschluss wollen beide Handball-Regionalligisten im Abstiegskampf möglichst noch einmal nachlegen.

TV Aldekerk – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 19:30 Uhr).

 

Es fehlt: Keiner.

 

Der Baum brennt eine Woche vor Weihnachten bei den Handballern des HC Gelpe/Strombach zwar noch nicht, zumindest angespannt ist die Lage aber im Tabellenkeller der Regionalliga. Nur ein Punkt trennt das Team von Daniel Rodriguez nach neun Spieltagen von den Abstiegsrängen. Vor allem auswärts kommen die Oberberger bislang auf keinen grünen Zweig und warten in der Fremde noch auf die ersten Punkte. Geht es nach dem HC-Coach soll sich das am Wochenende in Aldekerk endlich ändern. „Aldekerk hat mit 9:9 Punkten nur drei Punkte mehr als wir. Das ist ein Gegner auf Augenhöhe“, findet er.

 

Das Team vom unteren Niederrhein befindet sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga im Umbruch und erlebt bislang eine Hinrunde voller Höhen und Tiefen. Besonders in den Topspielen konnte das Team von Tim Gentges trotz guter Leistungen zu selten punkten. Zumindest in Bonn entführte Aldekerk vergangenes Wochenende aber beim 34:32-Sieg beide Zähler mit einem souveränen Auftritt. Rodriguez schaut aber viel lieber auf das Match in der Woche zuvor, als Aldekerk völlig überraschend in eigener Halle gegen Nümbrecht mit 30:31 verlor. „Warum soll uns das nicht auch gelingen“, fragt der HC-Coach.

 

Knackpunkt ist für ihn weiterhin die eigene Fehlerquote. Zwar verloren die Oberberger zuletzt vier Spiele in Folge, zeigten sich dabei aus Rodriguez Sicht aber durchaus wettbewerbsfähig. „Auf Dauer müssen wir unsere Fehler abstellen. Wir haben in jedem Spiel gute und schlechte Phasen. Entscheidend wird, dass wir die schwachen Phasen nicht 0:6 verlieren, sondern höchstens 0:2 oder 0:3. In Weiden und gegen Rheinhausen werden die Ergebnisse am Ende nur so deutlich, weil wir in den Schlussminuten mit einer offenen Deckung ins Risiko gehen müssen“, spricht er von „Kleinigkeiten, die wir abstellen müssen“. Voraussetzung für einen Sieg in Aldekerk ist für ihn vor allem eine stabile Deckung: „Wir müssen sie selbst zu Fehlern zwingen.“

 

WERBUNG

SSV Nümbrecht – TSV Bonn rrh. (Sonntag, 18 Uhr, GWN-Arena).

 

Es fehlen: Benedikt Opitz, Jannis Schoger (Verletzung)

 

Einsatz fraglich: Fabian Benger (Handverletzung).

 

Die Ausbeute aus dem Dezember ist für Nümbrechts Handballer schon jetzt besser als befürchtet. Vor dem Spiel gegen die TSV Bonn rrh., den nächsten Topgegner wie Nümbrechts Coach Manuel Seinsche sagt, hat der Aufsteiger immerhin schon zwei Punkte geholt. Auch vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten wird der SSV-Trainer nicht müde zu betonen, dass „diese Gegner nicht unser Maßstab sind“. Sein Fokus liegt vor allem auf dem Januar, wenn bei Gelpe/Strombach, gegen Aachen und in Haan die direkten Duellen im Abstiegskampf warten. Gegen weitere Bonuspunkte unter dem Weihnachtsbaum würde sich Seinsche allerdings auch nicht wehren.

 

„In den Dezember-Spielen gilt für uns jede Woche dasselbe. Wenn nach 60 Minuten etwas möglich ist, müssen wir auch da sein, um es uns zu holen“, sagt Seinsche. Das waren seine Handballer zuletzt in Korschenbroich nicht. Beim Titelfavoriten ging der SSV sang- und klanglos mit 21:34 unter. Für Seinsche ist klar: „Machen wir gegen Bonn genauso viele Fehler wie in Korschenbroich werden uns auch die Bonner gnadenlos bestrafen und überlaufen.“ Gelingt den Südkreislern hingegen ein Auftritt wie in Aldekerk ist auch gegen den Liga-Vierten, der vergangene Woche gegen jene Aldekerker (32:34) die zweite Saisonniederlage (12:6 Punkte) einstecken musste, eine Überraschung möglich, zumal Nümbrecht nach zuletzt zwei Auswärtsspielen in Folge wieder in der heimischen Festung, der GWN-Arena spielen darf.

 

Mit Bonn erwartet die Oberberger eine äußerst agile Mannschaft, die vor allem defensiv mit schnellen Beinen und wechselnden Deckungsformationen agiert. Aus dem breiten Kader von Trainer Florian Benninghoff-Lühl ragt das Eigengewächs Finn Hoffmann (20) mit 57 Toren heraus. Aufpassen muss Nümbrecht aber auch auf Timo Worm (50 Tore). Überhaupt lässt der TSV-Coach einen sehr schnellen Handball spielen. Seinsche will die Bonner mit einer kompakten Defensive knacken und den Gegner mit schnellen Gegenangriffen stressen. „Bonn steht zurecht da oben in der Tabelle, aber wir haben es selbst in der Hand, ob das ein Korschenbroich-Spiel oder ein Aldekerk-Spiel wird“, so Seinsche, der allerdings noch um Fabian Benger bangt. Der Kreisläufer zog sich vergangene Woche eine Verletzung am Handgelenk zu.

KOMMENTARE

0 von 800 Zeichen
Jeder Nutzer dieser Kommentar-Funktion darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft. Sachlichkeit ist das Gebot. Wenn Sie auf Meinungen treffen, die Ihren Ansichten nicht entsprechen, sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Die Einstellung folgender Inhalte ist nicht zulässig: Inhalte, die vorsätzlich unsachlich oder unwahr sind, Urheberrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder verletzen könnten, pornographische, sittenwidrige oder sonstige anstößige Elemente sowie Beschimpfungen, Beleidigungen, die illegale und ethisch-moralisch problematische Inhalte enthalten, Jugendliche gefährden, beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen könnten, strafbarer oder verleumderischer Art sind, verfassungsfeindlich oder extremistisch sind oder von verbotenen Gruppierungen stammen.
Links zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.
WERBUNG