Oberberg - Rheinhausen zeigt dem Aufsteiger Grenzen auf - Gelpe/Strombach bleibt auch in Refrath/Hand ohne Punkte und zeigt zwei Gesichter - Die Handball-Regionalliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘ (AKTUALISIERT).
HSG Refrath/Hand – HC Gelpe/Strombach 27:26 (10:14).
Die eklatante Auswärtsschwäche der Regional-Handballer des HC Gelpe/Strombach hält weiter an. Das Team von Daniel Rodriguez kassierte im bergischen Derby bei der HSG Refrath/Hand die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel. Dabei zeigten die Oberberger zwei Gesichter. Bis zur Pause war der HC-Coach noch begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft. „Wir hatten Refrath/Hand im Sack. Die Jungs haben alles taktisch umgesetzt, standen defensiv gut und haben auch vorne sehr geduldig agiert“, kommentierte Rodriguez die ersten 30 Minuten, nach denen die Gäste aus seiner Sicht auch deutlicher hätten führen können.
Nach einem HC-Stotterstart bis zum 2:0 (4.) für die Gastgeber, übernahmen die Oberberger mehr und mehr die Initiative und kippten das Match über 4:5 (9.) und 8:8 (21.) zum 8:12 (26.). Das hart geführte Derby ging mit einem Bodycheck von Marius Schrage gegen Mike Heinzerling und einer anschließenden kleinen Rudelbildung in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel verteilten die Schiedsrichter einige Zeitstrafen. In der Kabine fand HSG-Coach Kelvin Tacke aber wohl auch die richtigen taktischen Lösungen.
Die Hausherren agierten fortan mit einer Manndeckung gegen Heinzerling und zogen den Gästen damit vollkommen den Stecker. Nach individuellen Fehlern fiel beim 16:16 (39.) schon früh der Ausgleich. Über 19:17 (41.) entwickelte sich nun ein umkämpftes Match, in dem Gelpe/Strombach noch zum 21:21-Ausgleich (46.) kam, über 24:22 (50.) sorgten aber eine Pötz-Zeitstrafe und der zweite verworfene Siebenmeter von Felix Maier dafür, dass die Gastgeber über 25:24 (55.) und 27:24 (57.) nicht mehr in Gefahr gerieten. Den Anschlusstreffer zum 27:26 erzielte Lukas Altjohann erst sechs Sekunden vor Schluss per Siebenmeter. Rodriguez war anschließend bedient: „Zur zweiten Hälfte gibt es von mir keinen Kommentar.“
Gelpe/Strombach: Leonard Viebahn (6), Malte Meinhardt (5), Mike Heinzerling, Arvid Pötz (je 4), Felix Maier (2), Lukas Altjohann (2/1), Jerome Dräger, Julius Walch, Julian Kolken (je 1).
SSV Nümbrecht – OSC Rheinhausen 31:41 (12:18).
Schon unter der Woche hatte Nümbrechts Trainer Manuel Seinsche gewarnt, dass auf den Aufsteiger vier harte Wochen bis zur Weihnachtspause warten werden. Der Auftritt gegen den OSC Rheinhausen dürfte ihn in seinen Befürchtungen bestätigt haben. Gegen das Topteam aus Duisburg kassierten die Oberberger eine krachende 31:41-Abreibung. „Das war einfach Qualität beim Gegner. Sie haben quasi keine Fehler gemacht und unsere gnadenlos bestraft“, ordnete Seinsche die 60 Minuten ein. Vor allem nach der Pause konnte Nümbrecht probieren, was es wollte – nichts griff wirklich.
Dabei waren die Südkreisler gut in das Match gestartet: Die Zwischenstände zum 5:1 (7.) und 8:5 (13.) ließen manchen SSV-Fan schon vom nächsten Überraschungscoup träumen, doch dann drehten die Gäste mächtig auf – allen voran Lukas Hüller, der nun das Heft des Handelns in die Hand nahm. Drei SSV-Würfe über das Tor bedeuteten den schnellen 8:8-Ausgleich (15.), die Hausherren taten sich aus der zweiten Reihe zudem zunehmend schwerer gegen den massiven Innenblock Rheinhausens. Über 10:13 (22.) kippte das Match schon zur Pause. In der Kabine entschloss sich Seinsche mit Wiederanpfiff sofort volles Risiko zu gehen. Doch weder die 5:1-Deckung, noch die 4:2-Variante oder später die offensive Manndeckung zündeten.
Über 13:23 (36.), 20:30 (43.) und 28:35 (53.) gelang es den Südkreislern nie entscheiden zu verkürzen. Rheinhausen agierte schlicht auf einem anderen Level. „Da muss ich dem Gegner auch einfach ein Kompliment machen. Sie haben das überragend heruntergespielt und wir hatten keine Chance“, so Seinsche, dem seine Torhüter leidtaten, weil nahezu jeder Wurf ohne Kontakt auf ihr Tor zuflog. Zumindest erfrischend war aber der Auftritt vom jungen Lennart Last und auch Fabian Benger mühte sich am Kreis redlich. „Wir müssen ehrlich zu uns sein. Bis Weihnachten werden wir uns echt strecken müssen, um noch etwas zu holen“, meinte Seinsche, dessen Team nun Drittletzter ist.
Nümbrecht: Fabian Benger (7), Dominik Donath (6), Dag Dissmann (5/3), Lennart Last (4), Tim Hartmann (3), Philipp Donath, Tobias Schröter (je 2), Tim Henrichs, Marcel Miebach (je 1).
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