HANDBALL
Nümbrecht scheitert im Pokal-Halbfinale erneut an den Löwen
Oberberg – Mia Schneider führt die Löwen ins Pokal-Endspiel - SSV-Trainerin vermisst bei ihrem Team die richtige Pokal-Mentalität.
HBD Löwen Oberberg – SSV Nümbrecht 31:24 (16:17).
Für Nümbrechts Regionalliga-Handballerinnen war das Kreispokal-Halbfinale gegen die HBD Löwen Oberberg ein Déjà-vu der unangenehmen Art. Wie schon im Vorjahr scheiterte die Mannschaft von Martina Duckart an der Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag. „Das ist eine Niederlage, die schmerzt, weil wir gerne ins Finale wollten“, sprach die SSV-Trainerin von einem zähen Auftritt ihrer Mannschaft. „Wir hatten zu wenig Emotionen, zu wenig Kampf und zu wenig Willen in unserem Spiel. Anders als unser Gegner, der jede gelungene Aktion abgefeiert hat. Man hat mal wieder gemerkt, dass wir unter der Woche nicht gut funktionieren“, so Duckart weiter.
Bis zum 16:17-Pausenstand wechselte die Führung mehrfach. Aus Duckarts Sicht war die Halbzeitführung allerdings mehr als schmeichelhaft „Anna Meissner hält uns mit ihren Paraden vollkommen im Spiel. Die Löwen fanden sowohl gegen die 4:1:1-Deckung gegen Jessy Kuxdorf als auch gegen die 6:0-Deckung immer wieder Lösungen. Nümbrecht suchte offensiv vor allem Kreisläuferin Elena Seiffarth. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der SSV sogar zum 17:20 (37.), die Löwen konnte ihre optische Überlegenheit nun aber auch endlich aufs Scoreboard bringen. Die Gäste wurden nun zunehmend zu Fehlern gezwungen, die die Gastgeberinnen mit Gegenstößen bestraften. Über 22:20 (41.) und 27:22 (51.) geriet der Sieg so nicht mehr in Gefahr.
„Ab der 38. Minute haben wir eine Schippe drauflegen können und haben ihnen sämtliche Mittel genommen“, analysierte Löwen-Trainer Dennis Hermann die entscheidende Phase. Duckart vermisste dagegen die Gegenwehr ihrer Mannschaft: „Am Ende hätte die Niederlage sogar höher ausfallen können, weil uns der Gegner in allen Belangen überlegen war. Ich denke, dass die Löwen aufsteigen werden und auch in der Regionalliga kommende Saison eine gute Rolle einnehmen können.“ Die Niederlage will sie schnell abschütteln, da in der Liga im Kampf um den Klassenerhalt am Wochenende schon das nächste wichtige Spiel ansteht. Hermann lobte indessen die überragende Mia Schneider (Foto), die nach langer Verletzungspause erst seit zwei Wochen wieder zum Kader gehört: „Sie ist einfach eine Maschine und hat sich solche Leistungen verdient. Wir genießen es jetzt erst einmal wieder im Finale zu stehen.“
Das zweite Halbfinale zwischen dem HC Gelpe/Strombach und der HSG Marienheide/Müllenbach ist noch nicht terminiert.
HBD Löwen: Mia Schneider (12), Jessy Kuxdorf, Lina Kuxdorf (je 6/1), Melis Tokac (3), Anna Müller (2), Sophie Angermann, Laura Bogdanski (je 1).
Nümbrecht: Elena Seiffarth (10), Lara Schmalenbach (6), Laura Harscheid (4/2), Lotta Werthenbach (2), Sandra Fischer, Sabrina Kirchhoff (je 1).
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