HANDBALL
Reeperbahn statt Bierkönig: Marienheide/Müllenbach feiert den Titel-Hattrick
Oberberg - Gegen die Altstars der HBD Löwen Oberberg III lässt der Regionsoberligist im zweiten Durchgang nichts anbrennen.
Von Peter Notbohm
HSG Marienheide/Müllenbach – HBD Löwen Oberberg III 29:19 (12:9).
Der Titel-Hattrick ist perfekt: Die HSG Marienheide/Müllenbach ist zum dritten Mal in Folge Sieger des kleinen Zunft Kölsch Cups. Das Team von Nico Bussmann besiegte in Bergneustadt den Überraschungsfinalisten HBD Löwen Oberberg III klar mit 29:19. „Der Hattrick ist ein Megagefühl“, sagte der HSG-Coach nach dem Abpfiff. Für die Spielgemeinschaft aus Marienheide war es auch ein kleines Trostpflaster für eine eher mäßige Saison in der Regionsoberliga. „Wir befinden uns im Umbruch, haben viele junge Leute. Da war es klar, dass es schwieriger wird in der Liga. Der Pokalsieg zeigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Bussmann.
[Philipp Bansen erzielte vier Tore im Endspiel.]
Lars Andersen, Spielertrainer der Löwen, zeigte sich als fairer Verlierer. „Wir hatten gehofft, sie länger ärgern zu können. In den ersten 15 Minuten waren wir aber zu nervös und haben viele einfache Fehler gemacht. Ohne die hätten wir das Match vielleicht deutlich spannender gestalten können. Am Ende fehlten uns auch die Körner und wir haben viel durchgewechselt“, kommentierte er das Match. Die Drittvertretung der Löwen war der erste Regionsligist (ehemals Kreisklasse) seit knapp zehn Jahren, der ins Pokalendspiel eingezogen ist. Zuletzt war dies dem TV Bergneustadt II gelungen.
Das Endspiel begann behäbig. Beide Teams verschleppten von Anfang an konsequent das Tempo und fuhren lange Angriffe. Den ersten Treffer erzielte Thomas Eisenbach für den Favoriten erst nach vier Minuten. Das erste Löwen-Tor ging beim 2:1 (7.) auf das Konto von Dennis Hermann. Beim 5:2 (11.) schien die Partie bereits den erwartbaren Verlauf zu nehmen, doch Marienheide/Müllenbach streute nun zunehmend Fehler in sein Offensivspiel ein und die Löwen fanden über ihre Routine ins Match.
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[Viele Aktionen der Löwen liefen über Dennis Hermann.]
Über 6:5 (15.), 9:7 (22.) und 12:8 (26.) ging Marienheide/Müllenbach mit einer soliden Führung in die Pause. Sorgen musste sich der Regionsoberligist zu diesem Zeitpunkt allerdings um Thomas Eisenbach machen, der nach einem Foul mit dem Halbzeitpfiff unglücklich auf dem Rücken gelandet war. Der ehemalige Drittligashooter kehrte nach dem Seitenwechsel aber wieder aufs Feld zurück. Mit dem 20:14 (43.) fiel bereits die Vorentscheidung. Die Löwen mussten zudem noch zwei Verletzungen verdauen. Stefan Hildebrandt zog sich einen Nasenbeinbruch zu. Sven Dyballa fiel ein Gegenspieler in der Schlusssekunde unglücklich auf den Arm, der sofort anschwoll.
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[Die HSG-Spieler feierten im Anschluss mit ihren Fans.]
„Am Ende hat sich die Erfahrung der Jungs durchgesetzt. Wir haben das Spiel kontrolliert runtergespielt und unser Ding durchgezogen. Die Ausdauer und das Eingespielte haben sich durchgesetzt“, meinte Bussmann. Andersen zog ein versöhnliches Resümee: „Wir sind mit ein bisschen Losglück ins Finale gekommen. Leider hat es hier nicht zu mehr gereicht.“ Marienheide/Müllenbach muss noch zwei Spiele in der Liga absolvieren, ehe es auf Mannschaftstour geht. Ging es für den Pokalsieger im vergangenen Jahr noch nach Mallorca in den Bierkönig, heißt das Ziel dieses Jahr Hamburg. „Mal sehen, was der Pokal auf der Reeperbahn erlebt“, witzelte Bussmann.
Marienheide/Müllenbach: Martin Sterling (9/3), Thomas Eisenbach (7), Philipp Bansen, Oliver Schuldt (je 4), Sven Höttgen (2), Justin Höhn, Patrick Arnold, Julius Schreibelmayer (je 1).
HBD Löwen III: Malte Müller, Dennis Hermann (je 5), Luca Bussmann (4/1), Manuel Jäger (3), Tobias Damm (2).
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