HANDBALL

Oberwiehl in Derbystimmung - Für Nümbrechts Reserve ist es nur eine Durchgangsstation

pn, thg; 23.04.2026, 11:20 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski --- Das erste Verbandsligaderby der Saison entschied der CVJM Oberwiehl gegen die Zweitvertretung des SSV Nümbrecht klar für sich.
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Oberwiehl in Derbystimmung - Für Nümbrechts Reserve ist es nur eine Durchgangsstation

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pn, thg; 23.04.2026, 11:20 Uhr
Oberberg - Oberliga: Gelpe/Strombach II und die Löwen könnten am Samstag den Klassenerhalt sichern - Verbandsliga: Der CVJM Oberwiehl trifft im Südkreisderby auf die Reserve des SSV Nümbrecht - Die muss auf ihren derzeit besten Werfer verzichten - Hückeswagen im Derby klarer Underdog.

Vorschau Oberliga Männer

 

HC Gelpe/Strombach II – Pulheimer SC (Samstag, 17:30 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 31:28.

 

Es fehlt: Keiner.

 

Einsatz fraglich: Julian Kolken (privat verhindert).

 

In der Rückrunde ist bei den Oberliga-Handballern des HC Gelpe/Strombach II der Wurm drin. Ein Sieg und ein Unentschieden sind die magere Bilanz aus neun Spielen. Eigentlich Zahlen eines Absteigers. Dass der Aufsteiger nicht um den Klassenerhalt zittern muss, liegt an der starken Hinrunde. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt trotz der Niederlagenserie weiterhin sechs Punkte. Co-Trainer Andreas Becker sah bei der 20:28-Pleite in Köln vergangene Woche zumindest defensiv einen kleinen Schritt nach vorne, doch HC-Coach Ilja Schattner mahnt: „Wir sind lange nicht da, wo wir diese Saison schon waren und auch wieder hinwollen.“

 

Am Samstag will er beim Heimspiel gegen Ligaschlusslicht Pulheimer SC jedenfalls nichts von einer Pflichtaufgabe hören. „In unserer aktuellen Verfassung müssen wir zusehen, dass wir nur auf uns schauen. Wir müssen unsere Fehler minimieren, geduldiger agieren und wieder Selbstvertrauen tanken“, fasst Schattner die Aufgaben für das Wochenende zusammen. Die Saison will er jedenfalls nicht nur austrudeln lassen, sondern „sie vernünftig abschließen“. Gegner Pulheim kämpft indessen um seine letzte Chance auf die Relegation. Durch den verlorenen direkten Vergleich gegenüber Fortuna Köln müsste das Team von Michael Slusarczyk vier Punkte aufholen. Aus letzten sieben Spielen holte der PSC zwar nur einen Punkt, zeigte sich zuletzt aber etwas stabiler in den Ergebnissen, weshalb auch Schattner warnt: „Das ist nicht die Mannschaft aus der Hinrunde. Wenn wir aber den Anspruch haben, ligatauglich zu sein, müssen wir sie schlagen.“ (pn)

 

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HBD Löwen Oberberg – 1. FC Köln (Samstag, 19 Uhr, Burstenhalle Bergneustadt).

 

Hinspiel: 30:35.

 

Es fehlen: Alen Caber, Anthony Hudak-Domokos, Milo Gießelmann (alle Verletzung).

 

Für den Klassenerhalt fehlt bei den HBD Löwen Oberberg nicht mehr viel. Schon am Wochenende könnte die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag im Heimspiel gegen den 1. FC Köln Fakten schaffen. Fünf Punkte Vorsprung hat das Team von Maik Thiele vier Spieltage vor dem Saisonende auf den Relegationsrang, den derzeit Fortuna Köln belegt, dazu haben die Oberberger das deutlich machbarere Restprogramm. „Wir wollen den letzten Schritt machen“, möchte Thiele eine durchwachsene Saison, von der man sich bei den Löwen im Sommer deutlich mehr versprochen hatte, endlich abhaken. Nicht dabei helfen wird Anthony Hudak-Domokos. Für den wendigen Shooter ist die Saison vorzeitig beendet. Eine Muskelverletzung im Ellbogen bedeutet eine sechswöchige Zwangspause.

 

Mit Köln erwartet Thiele einen Gegner auf Augenhöhe. „Das ist eine Mannschaft, die einen schnellen Ball spielt, auch aus der Distanz gefährlich ist und über gute Torhüter verfügt“, sagt er über die Geißbock-Handballer. Schon bei der 30:35-Niederlage im Hinspiel sei man nicht viel schlechter gewesen, die Löwen agierten allerdings recht undiszipliniert und verloren deshalb „zu Recht“, wie Thiele sagt. Ein Muster, das sich schon durch die ganze Saison zieht. Auch in Weiden schlugen sich die Oberberger vergangene Woche durch Fehler und Zeitstrafen mehr oder weniger selbst. „Wir müssen sehen, dass wir ähnlich auftreten wie gegen Palmersheim. Das war sehr diszipliniert“, so Thiele. (pn)

 

 

Vorschau Verbandsliga Männer

 

ATV Hückeswagen – Wermelskirchener TV (Samstag, 18 Uhr, Brunsbachtalhalle).

 

Hinspiel: 25:28.

 

Es fehlt: Keiner.

 

Bis Dienstagabend hatten die Verbandsliga-Handballer des ATV Hückeswagen noch größere Hoffnung, gegen den Wermelskirchener TV für eine Überraschung sorgen zu können. Doch der Tabellendritte meldete sich nach den überraschenden Pleiten gegen Wuppertal II und Elberfeld, mit denen man sich aus dem Titelkampf verabschiedete, eindrucksvoll mit einem 31:24-Erfolg im Verfolgerduell gegen den Tabellenzweiten Cronenberger TG zurück in der Spur. ATV-Coach Markus Pabst hat sich das Spiel angesehen und war beeindruckt: „Ehrlicherweise wird das ein dickes Brett für uns. Sie haben eine wirklich bärenstarke Leistung abgeliefert.“ Pabst sah dabei nicht nur ein starkes Defensivpaket mit zwei guten Torhütern, sondern auch eine Mannschaft, die dem Gegner in der Schlussviertelstunde nicht den Hauch einer Chance ließ

 

Abschenken wollen die Hückeswagener das Derby natürlich nicht, sehen sich aber in der Rolle des Underdogs. Hoffnung machen Pabst dabei die Leistungen der vergangenen Wochen, „in denen wir einen durchgehend guten Trend hatten“. Allerdings ist auch ihm klar, dass bei seinem Team wirklich alles passen muss, um überhaupt für Punkte in Frage zu kommen. Im Hinspiel wäre das beinahe gelungen. Zwar verschliefen die Oberberger die ersten zehn Minuten, schafften es aber einen 1:7-Rückstand aufzuholen. Erst in den Schlussminuten gelang es Wermelskirchen für die Entscheidung zu sorgen. „Wir wollen um die Punkte kämpfen, vielleicht sind unsere Fans im Rücken dabei ein Vorteil“, meint Pabst. Auf Punkte ist Hückeswagen im Abstiegskampf weiterhin angewiesen. Zwar sind die ATV-Handballer weiterhin Zehnter, haben aber nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. (pn)

 

 

CVJM Oberwiehl – SSV Nümbrecht II (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Wiehl).

 

Hinspiel: 33:28.

 

Es fehlen: Henrik Berndt, Christopher Koch, Leon Binder, Julian Marenbach – Moritz Menger, Lennart Last.

 

Das erste Verbandsligaderby der beiden Lokalkonkurrenten war zwar erst im Dezember, doch seitdem hat sich einiges getan. Die Nümbrechter, damals in akuter Abstiegsgefahr, unterlagen dem CVJM ziemlich deutlich und trennten sich nach anhaltender Erfolglosigkeit im Januar von Trainer Jörg Beger. Nachdem Patrick Seebaum die Nümbrechter Reserve übernommen hatte, entschärfte sich die Situation des SSV. „Die Nümbrechter haben sich nach dem Trainerwechsel gut entwickelt. Eine große Frage ist aber, ob Lennart Last dabei ist. Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, hat Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm den Weg des Südkreisrivalen verfolgt.

 

„Sie spielen eine robuste 6:0-Deckung und haben eine 5:1-Variante eingeführt. Dagegen gilt es, geduldig zu spielen und die Lücken zu finden“, so Schüttenhelm. In der Deckung wolle man von Beginn an „heiß“ sein und verhindern, dass die Nümbrechter Rückraumshooter zum Zuge kommen. „Es kommt darauf an, sich nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Die Nümbrechter werden das genauso machen. Wir werden eine sehr gute Deckung stellen, einerseits, um schnelle Tore über die erste und zweite Welle erzielen zu können, aber auch Spieler wie Kevin Schieferdecker und Lennart Last zu verteidigen. Wenn man sie werfen lässt, machen sie auch ihre Tore. Da geht es um eine gute Kommunikation in der Abwehr, Tempo nach vorne und darum, klare Sachen zu spielen“, mahnt der CVJM-Coach.

 

Was Nümbrechts Lennart Last betrifft, sorgt SSV-Trainer Patrick Seebaum gleich für die Auflösung. Der jüngst mehr als treffsichere Schütze – am vergangenen Wochenende warf er gegen die HSG Sieg überragende 16 der 32 Nümbrechter Tore – wird das Derby verpassen und für die erste Mannschaft spielen, die zeitgleich bei der TSV Bonn rrh. um weitere Punkte auf dem Weg zum Regionalligaklassenerhalt kämpft. „Das ist für die Oberwiehler eine glückliche Situation. Wenn er dabei wäre, dann wäre es ein anderes Spiel. In der Konstellation ist Oberwiehl der klare Favorit. Wir werden uns sehr strecken müssen, um etwas mitzunehmen. Wir rechnen uns nichts aus und konzentrieren uns auf die übrigen Spiele. Derbys haben ja ihre eigenen Gesetze. Aber am Samstag wird das nur ein Spruch sein“, kommt bei Seebaum keine richtige Stimmung für einen Lokalkampf auf.

 

Bei Schüttenhelm ist das anders: „Ein Derby ist ein Derby. Da geht es ums Prestige. Und wir haben in der Verbandsliga ja nur eins und das wollen wir gewinnen. Wir hoffen auf eine volle Halle und viele Gästefans.“ Da man im Oberwiehler Lager mit großem Andrang rechnet, weist der Klub auf die angespannte Parksituation hin, die sich am Samstag ergeben dürfte. Grund ist eine Parallelveranstaltung in der Wiehltalhalle, die die Lage noch einmal verschärfen werde und bittet, Parkmöglichkeiten auch im weiteren Umfeld zu nutzen und sich darauf einzustellen, längere Fußwege in Kauf nehmen zu müssen. (thg)

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