HANDBALL

"Nichts zu verlieren": Schattner sieht sein Team gegen Königsdorf als Außenseiter

bm, pn, thg; 26.02.2026, 15:10 Uhr
Foto: Dustin Heiland ---- Eine Wiederholung des Remis aus dem Hinspiel wäre für HC-Trainer Ilja Schattner eine große Überraschung.
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"Nichts zu verlieren": Schattner sieht sein Team gegen Königsdorf als Außenseiter

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bm, pn, thg; 26.02.2026, 15:10 Uhr
Oberberg - Oberliga: Die HC-Reserve empfängt den Spitzenreiter - Die Löwen bekommen es mit starken Kölnern zu tun - Verbandsliga: Hückeswagen braucht Punkte im Abstiegskampf - Oberwiehl hat eine Rechnung zu begleichen - Schwierige Aufgabe für Nümbrecht II.

Vorschau Oberliga Männer

 

HC Gelpe/Strombach II – TuS Königsdorf (Samstag, 19:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 32:32.

 

Es fehlen: Marius Euteneuer (krank), Lasse Jürges (beruflich verhindert).

 

Einsatz fraglich: Julian Kolken.

 

Die Oberliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach II sind neben Wölfe Voreifel das einzige Team, das Spitzenreiter Königsdorf in der laufenden Saison bislang einen Punkt abnehmen konnte. Die Hoffnungen, das Kunststück aus dem Hinspiel zu wiederholen, sind bei HC-Trainer Ilja Schattner allerdings eher gering. „Es spricht nicht viel dafür. Wir laufen derzeit ein bisschen auf dem Zahnfleisch, dazu ist Königsdorf mittlerweile wirklich gefestigt“, meint er. Im Hinspiel konnte Schattner noch auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, hatte mit Arvid Pötz und Mike Heinzerling zudem zwei Leihgaben aus dem Regionalligakader im Aufgebot. Am Wochenende wird neben Lasse Jürges auch Marius Euteneuer (Grippe) ausfallen. Dazu steht hinter dem Einsatz von Julian Kolken ein großes Fragezeichen.

 

Königsdorf ist für den HC-Trainer die Positivüberraschung der Saison. Zwar war das Team von Ole Romberg in der Spitzengruppe der Oberliga erwartet worden, den inzwischen entstandenen Zweikampf mit dem eigentlichen Titelfavoriten HSG Siebengebirge-Thomasberg hatte im Sommer aber kaum jemand vorausgesehen. „Sie haben sogar den Verlust von Oscar Zirkel kompensiert bekommen und erledigen weiter souverän ihre Hausaufgaben“, sagt Schattner. Seinem Team nimmt er für Samstag den Druck von den Schultern: „Wir können ganz entspannt in dieses Spiel gehen. Wir haben nichts zu verlieren und wollen sie möglichst lange ärgern.“ (pn)

 

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HBD Löwen Oberberg – MTV Köln II (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Derschlag).

 

Hinspiel: 22:31.

 

Es fehlen: Alen Caber (Verletzung), Joel Tertel (Knieverletzung)

 

Probleme zwischen den Pfosten melden die HBD Löwen Oberberg vor dem Heimspiel gegen MTV Köln II. Joel Tertel (Foto) hat sich am Dienstag beim Training eine Knieverletzung zugezogen und wird vorerst wohl ausfallen, sodass mit Kevin Neese nur noch ein Torhüter zur Verfügung steht. Eine starke Torhüterleistung werden die Oberberger am Wochenende aber auf jeden Fall brauchen, denn die Domstädter kommen mit der Empfehlung von zuletzt sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen auf den Epelberg. Wenig verwunderlich, dass Löwen-Trainer Maik Thiele im Vorfeld von einer schwierigen Aufgabe spricht: „Das ist eine Mannschaft, die einen unfassbar druckvollen Ball spielt, defensiv gut zupackt und immer Vollgas gibt.“

 

Attribute, die Thiele gerne einmal wieder auch über das Spiel seiner Mannschaft sagen würde. Die Auftritte in den vergangenen Wochen haben ihm jedenfalls weniger gefallen: „Es fehlte der letzte Einsatzwille. Wir haben nicht mehr auf die Tugenden geschaut, die uns in der Hinrunde lange stark gemacht haben.“ Kampf, Willen und 100-prozentige Verantwortung für den Ball will der erfahrene Coach von seinem Team wieder sehen. Zumindest im Training habe das am Dienstag jedenfalls funktioniert, sagt Thiele: „Die Trainingseindrücke waren hervorragend. Jeder weiß aber auch, was die Uhr für uns geschlagen hat.“ Im Abstiegskampf ist der Tabellenvorletzte Fortuna Köln auf einen Punkt an die Löwen herangerückt. „Wir müssen zeitnah wieder Ergebnisse holen“, will der Löwen-Coach nicht wieder bis zum Saisonschluss zittern müssen. (pn)

 

 

Vorschau Verbandsliga Männer

 

SSV Nümbrecht Handball II – HSG Geislar-Oberkassel (Samstag, 16 Uhr, GWN-Arena).

 

Hinspiel: 24:33.

 

Es fehlen: Kevin Schieferdecker (privat verhindert), Moritz Menger (Schulterverletzung).

 

Für den SSV Nümbrecht steht am Wochenende in der Verbandsliga die nächste schwere Aufgabe bevor. Mit der HSG Geislar-Oberkassel gastiert der aktuelle Tabellendritte in der GWN-Arena. SSV-Trainer Patrick Seebaum dämpft die Erwartungshaltung: „Es kommt eine sehr gute Mannschaft zu uns. Das wird eines der schwereren Spiele. Wir rechnen uns erstmal nichts aus und versuchen auf uns zu schauen und die Dinge, die wir den letzten Wochen gefestigt haben, weiter zu festigen.“ Die Gäste aus Bonn hatten über den Jahreswechsel eine Serie von sechs Siegen in Folge hingelegt, mussten sich aber dann vergangene Woche im Topspiel Tabellenführer TuS 82 Opladen II geschlagen geben. Da sie nun bereits acht Zähler Rückstand auf die Opladener haben, dürfte das Thema Aufstieg spätestens seit der Niederlage ad acta gelegt worden sein.

 

Die Nümbrechter schauen hingegen auf zwei äußerst unglückliche Spiele zurück. Sowohl beim 26:27 gegen den TV Jahn Köln-Wahn, als auch bei der 33:34-Niederlage gegen den Polizei SV Köln war die Seebaum-Sieben nur knapp an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt. Der Übungsleiter hat die beiden Niederlagen mit seinem Team aufgearbeitet: „Die Jungs waren schon geknickt nach dem Spiel am Wochenende. Ich musste sie etwas aufrichten und das Positive herausholen. Das haben sie auch angenommen.“ Abgesehen vom privat verhinderten Kevin Schieferdecker und dem verletzten Moritz Menger steht der komplette Kader zur Verfügung. (bm)

 

 

CVJM Oberwiehl – Polizei SV Köln (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Wiehl).

 

Hinspiel: 34:35.

 

Es fehlen: Frederik Schneider, Christopher Koch, Henrik Berndt, Leon Binder.

 

Einsatz fraglich: Ole Knotte.

 

Die Oberwiehler wollen Revanche nehmen. „Wir haben gegen Polizei noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel haben wir sehr unglücklich verloren. Wir haben in der Schlussphase schon mit drei Toren geführt, es aber nicht geschafft, das Spiel zu Ende zu bringen“, erinnert sich Oberwiehls Trainer Christian Schüttenhelm nur ungern an das Hinrundenduell. „Damals haben bei uns aber auch noch einige Spieler gefehlt, die jetzt wieder dabei sind. Wir haben uns im Laufe der Saison auch gesteigert und haben jetzt die Chance, das Spiel zu gewinnen“, ist Schüttenhelm vor dem Duell mit dem drei Punkte zurückliegenden Tabellennachbarn zuversichtlich.

 

„Köln ist eine erfahrene Truppe, sie haben Shooter im Rückraum,, haben aber auch gute Eins-gegen-Eins Leute. Sie spielen eine sehr kompakte 6:0-Deckung, gerade übers Zentrum. Da müssen wir breit angreifen, um die Abwehr auseinanderzuziehen, so wie wir es in den letzten Spielen gemacht haben, mit unterschiedlichen Torschützen. Ansonsten wollen wir natürlich wieder eine gute Deckung hinstellen, was in den letzten Spielen auch unser Kapital war“, erklärt der Coach den Matchplan. Neben den langzeitverletzten Christopher Koch, Henrik Berndt und Leon Binder fehlt am Samstag Frederik Schneider aus privaten Gründen, Ole Knotte laboriert weiterhin an seiner Achillessehnen Verletzung. (thg)

 

 

ATV Hückeswagen – Wald-Merscheider TV (Sonntag, 16 Uhr, Brunsbachtalhalle).

 

Hinspiel: 27:33.

 

Es fehlen: Pascal Tholl, Lucas Frischmuth (beide Verletzung), Fabio Krempel (beruflich verhindert).

 

Einsatz fraglich: Arne Höhfeldt (Trainingsrückstand).

 

Aus sportlicher Sicht war es ein schwarzes Wochenende für den ATV Hückeswagen. In Langenfeld präsentierte sich das Team von Markus Pabst bei der 21:32-Niederlage leidenschaftslos und rutschte durch den überraschenden Wuppertaler Sieg gegen den Solinger TB wieder auf den zwölften Tabellenplatz ab. Doch damit nicht genug: Die Oberberger spüren auch wieder den Atem von Ligaschlusslicht Elberfeld im Nacken, das vollkommen unerwartet bei den Soldaten des HC BSDL gewann. Der Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz beträgt damit nur noch zwei Punkte. Umso wichtiger wäre am Sonntag ein Heimsieg der ATV-Handballer gegen Wald-Merscheid.

 

Im heimischen Brunsbachtal keine unlösbare Aufgabe, findet Trainer Pabst: „Gerade in eigener Halle ist das ein Spiel, in dem was möglich sein muss.“ Der Gegner aus dem Solinger Stadtteil kassierte zuletzt zwar zwei Niederlagen gegen die Topteams aus Wermelskirchen und Cronenberg, war davor mit fünf Siegen in Folge aber gut in Form. „Das ist eine abgezockte Truppe, mit einer körperlichen 6:0-Abwehr und einem wurfstarken Rückraum“, charakterisiert Pabst den Gegner. Knacken will er den WMTV mit Tempo und einer guten Wurfquote: „Im Hinspiel haben wir zu viel verworfen und sind nach einer frühen Zeitstrafe zu schnell nervös geworden. Unsere Aufgabe fürs Wochenende ist es deshalb, die Dinge, die wir wollen, auf den Punkt zu spielen.“ (pn)

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