HANDBALL
Oberbergische Oberligisten sehen sich in der Außenseiterrolle
Oberberg - Bereits heute Abend empfängt Gelpe/Strombach II Titelfavorit Siebengebirge - Die Löwen müssen am Samstag nach Birkesdorf - Verbandsliga: Hückeswagen vor wegweisendem Match gegen Wuppertal, Oberwiehl gegen ist gegen Siebengebirge nur Außenseiter.
Vorschau Oberliga Männer
HC Gelpe/Strombach II – HSG Siebengebirge-Thomasberg (Donnerstag, 20 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Hinspiel: 24:37.
Es fehlt: Lasse Jürges (beruflich verhindert).
Bereits heute Abend empfängt der HC Gelpe/Strombach II die HSG Siebengebirge-Thomasberg in der Eugen-Haas-Halle. Das Match gegen den Oberliga-Titelfavoriten wurde wegen einer Karnevalsveranstaltung am Wochenende vorgezogen. HC-Trainer Ilja Schattner sieht in der Verlegung auf den ungeliebten Wochenspieltag allerdings wenig Vorteil für seine Handballer: „Mit Spielen unter der Woche habe ich selten gute Erfahrungen gemacht.“ Die Chancen auf eine Überraschung stuft er aber auch so als eher gering ein: „Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden, aber Siebengebirge ist für mich der absolute Meisterschaftsfavorit.“
Nahezu im Gleichschritt marschieren die Gäste mit dem TuS Königsdorf bislang durch die Liga. Nach der 35:38-Niederlage in Königsdorf Mitte November liegt die HSG mit 24:2 Punkten derzeit auf Platz zwei in Lauerstellung. Spitzenreiter Königsdorf (27:1 Punkte) gab erst einen einzigen Punkt ab – beim 32:32 gegen Gelpe/Strombach II am 3. Spieltag. Schattner glaubt trotzdem an Siebengebirge als Aufsteiger: „Das ist die kompletteste Mannschaft der Liga. Mit Simon Schlösser und Edgar Schulz haben sie richtig geile Zocker. Sie gehören mit diesem Kader einfach nicht die Oberliga, was wir im Hinspiel auch deutlich zu spüren bekommen haben.“ Ärgern will er den Tabellenzweiten trotzdem. „Dafür müssen wir unsere Fehlerquote im Vergleich zum Derby gegen die Löwen aber wieder minimieren“, so Schattner, der am Donnerstag zudem auf Lasse Jürges verzichten muss. (pn)
TV Birkesdorf – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 19:45 Uhr).
Hinspiel: 27:27.
Es fehlt: Alen Caber.
Einsatz fraglich: Marcel Mesenhöler, Tobias Mlynczak, Philip Sauer (alle krank).
Trotz der Überraschung im Hinspiel und der zuletzt nach oben zeigenden Formkurve sieht sich Löwen-Trainer Maik Thiele mit seinem Team am Wochenende als klarer Außenseiter beim Auswärtsspiel in Birkesdorf. „Wir wollen überraschen, dafür gilt aber wie jede Woche, dass wir uns an unser taktisches Konzept halten müssen“, ist er von der Qualität seines Kaders überzeugt. Das Problem: Zu oft brechen die Löwen-Spieler aus dem Konzept aus, so auch zuletzt beim 23:23-Remis im Derby bei Gelpe/Strombach II. „Das hat uns auch in diesem Spiel das Genick gebrochen. Uns fällt immer irgendwas ein, was im Nachhinein nicht die richtige Idee war“, sagt Thiele, der unter der Woche zudem eine Extra-Einheit für seine Außenspieler ins Training eingeschoben hat, nachdem die Löwen dort eine schwache Trefferquote von rund 35 Prozent hatten.
Gegner Birkesdorf spielt bislang eine absolut solide Saison. Mit 17:11 Punkten belegt die Mannschaft von Trainer Luca Feistkorn derzeit Platz fünf, zwei Punkte hinter dem Dritten MTV Köln II. Aus den letzten sechs Spielen holte der BTV zudem vier Siege, nur beim 28:28 in Bonn und der überraschenden 34:35-Niederlagen bei Gelpe/Strombach ließ man die Punkte liegen. Kopf der Mannschaft ist der spielende Co-Trainer Aaron Ernst auf der Mitte. „Da macht er einen verdammt guten Job. Ihn müssen wir unter Kontrolle kriegen“, sagt Thiele. Allerdings plagen die Oberberger vor dem Match leichte Personalprobleme. Nachdem die Spielgemeinschaft bislang weitgehend von Verletzungen und Krankheiten verschont blieb, mussten diese Woche mehrere Spieler grippebedingt absagen. (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
CVJM Oberwiehl – HSG Siebengebirge-Thomasberg II (Samstag, 20 Uhr).
Hinspiel: 26:38.
Es fehlen: Christopher Koch, Leon Binder, Henrik Berndt, Daniel Canisius.
Die Oberwiehler sind zur Prime-Time am Samstagabend nur Außenseiter gegen die Zweitvertretung der HSG. CVJM-Trainer Christian Schüttenhelm ist voll des Lobes über den Tabellenzweiten der Liga: „Das ist eine junge und dynamische Mannschaft. Im Hinspiel haben sie ein offensives 3-2-1-System gespielt, um Fehler zu provozieren. Sie sind sehr gut darin, in der ersten und zweiten Welle daraus Profit zu schlagen“, erinnert er sich an die Zwölf-Tore-Klatsche aus dem Hinspiel. Vor allem im ersten Durchgang bekamen die Gäste kein Bein auf den Boden und gingen mit 11:23 in die Kabine.
„Entweder spielen sie das über die linke Seite, über Linksaußen, oder sie machen das Spiel breit und versuchen rechts drüberzugreifen. Sie haben vor allem auf der halblinken und der mittleren Position sehr starke Eins-gegen-Eins-Spieler, die das Feld öffnen. Dagegen gilt es, eine stabile Deckung hinzustellen und möglichst selten die Eins-gegen-Eins-Duelle zu verlieren“, erklärt Schüttenhelm. Im Angriff setzt er auf Fehlervermeidung: „Wir müssen vorne cool bleiben, auch wenn wir gestresst werden, und unseren Stiefel runterspielen. Wir dürfen nur wenige Fehler machen, müssen aber auch in die Tiefe gehen und nicht einfach nur den Ball hin und her spielen. Wir müssen versuchen, ihnen die erste und zweite Welle wegzunehmen. Siebengebirge ist der Favorit, aber wir spielen zu Hause und hatten jetzt auch zwei Siege. Mal schauen“, hat Schüttenhelm einen Überraschungserfolg nicht abgehakt. (thg)
SSV Nümbrecht Handball II – TV Jahn Köln-Wahn (Samstag, 20 Uhr, GWN-Arena).
Hinspiel: 26:41.
Es fehlt: Lennart Last (Regionalligakader), Felix Boers, Christoph Bitzer (beide privat verhindert).
Auch am 2. Spieltag der Rückrunde trifft die zweite Männer-Mannschaft des SSV Nümbrecht auf ein echtes Schwergewicht der Verbandsliga. Mit dem TV Jahn Köln-Wahn gastiert der Tabellenfünfte der Gruppe Vier in der GWN-Arena. Nümbrechts Trainer Patrick Seebaum blickt auf die anstehende Aufgabe: „Es wird ein ähnlich schweres Spiel wie vergangene Woche. Wir müssen versuchen die Fehler gering zu halten und die Teams aus der oberen Tabellenhälfte so lange wie möglich zu ärgern.“ Nach dem dritten Platz in der vergangenen Saison wurden die Kölner im Sommer von Manchem als Aufstiegskandidat gehandelt. Der neue Trainer Tobias Marquardt, der für den nach Schwerin gewechselten Kevin Bartz auf der Jahn-Bank übernahm, erlebte allerdings einen Saisonstart zum Vergessen.
Sowohl gegen den TuS 82 Opladen II als auch im Derby gegen die HSG Rösrath/Forsbach zog seine Mannschaft knapp den Kürzeren und auch beim CVJM Oberwiehl reichte es nur zu einem Unentschieden. Seitdem haben sich die Wahner aber gefangen und im oberen Tabellendrittel etabliert. Ganz anders die Lage bei den Gastgebern, die unter ihrem neuen Trainer Patrick Seebaum darum kämpfen, den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten. Für die Partie am Samstag hat der Übungsleiter vor allem die Entwicklung seines Teams im Sinn: „Wir versuchen uns weiter einzuspielen und die neuen Dinge, die ich der Mannschaft an die Hand gebe, besser umzusetzen, um dann für die entscheidenden Spiele bereit zu sein.“ (bm)
ATV Hückeswagen – SSG Wuppertal/HSV Wuppertal (Sonntag, 16:30 Uhr, Brunsbachtalhalle).
Hinspiel: 26:28.
Es fehlen: Pascal Tholl, Arne Höhfeld, Lucas Frischmuth (alle Verletzung), Timon Schneider (beruflich verhindert).
Einsatz fraglich: Fabio Krempel (krank)
Abstiegskampf pur erwartet die Zuschauer am Sonntag im Hückeswagener Brunsbachtal. Für die Oberberger und die Spielgemeinschaft aus Wuppertal geht es im direkten Duell um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Hückeswagen ist mit 4:22 Punkten weiterhin Zwölfter, Wuppertal steht mit 5:19 Punkten einen Platz besser da. „Wir wollen und wir werden dieses Spiel positiv für uns gestalten ist ATV-Trainer Markus Pabst optimistisch, warnt aber zugleich: „Wichtig ist, dass wir uns selbst keinen zu großen Druck auferlegen. Wir müssen dieses Spiel als Chance begreifen, uns wieder ans Mittelfeld heranzuarbeiten.“
Das Hinspiel in Wuppertal hatten die Oberberger mit kleinem Kader knapp verloren. Und auch am Wochenende steht Pabst trotz einiger Rückkehrer nicht der komplette Kader zur Verfügung. Am Mittwoch gab es die nächste bittere Pille zu schlucken: Lucas Frischmuth hat sich im Training den Daumen gebrochen. Operiert werden muss der ATV-Kapitän zwar nicht, Pabst rechnet aber trotzdem mit sechs Wochen Pause. Wuppertal verlor zuletzt dreimal deutlich. Prägende Spieler in der Mannschaft von Trainer Markus Wölke sind Spielmacher Dominik Ballauf und Shooter Niklas Stratenschulte, die in der Torjägerliste der Liga die Plätze drei und vier belegen. „Wir sind als Mannschaft inzwischen weiter als noch im Hinspiel und wollen das unbedingt gewinnen“, so Pabst. (pn)
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