HANDBALL
Im Derby liegt der Druck bei den Löwen
Oberberg – Verbandsliga: Zum Rückrundenauftakt duellieren sich Gelpe/Strombach II und die HBD Löwen Oberberg in der Eugen-Haas-Halle – Verbandsliga: Hückeswagen krasser Außenseiter in Wuppertal - Oberwiehl muss zum nächsten Kellerkind.
Vorschau Oberliga Männer
HC Gelpe/Strombach II – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 18 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Hinspiel: 29:29.
Es fehlen: Jerome Dräger (Regionalligakader) – Alen Caber (Verletzung).
In einem sind sich HC-Trainer Ilja Schattner und Löwen-Coach Maik Thiele vor dem Rückrundenstart am Samstag schon einmal einig: Sie erwarten „ein klassisches Lokalderby“, in dem vieles wohl von der Tagesform der beiden Teams abhängen wird. „Gelpe/Strombach II kommt mit viel Rückenwind aus den letzten beiden Spielen, aber auch unsere letzten beiden Auftritte waren nicht schlecht“, meint Thiele. Auch Schattner erwartet ein umkämpftes Match, in dem sein Team allerdings weniger unter Druck stehe: „Viel wird darauf ankommen, wer cooler bleibt. Wir haben uns in der Hinrunde ein gutes Polster erarbeitet und sind voll im Soll. Ausruhen wollen wir uns darauf aber nicht.“
Mit 13:13 Punkten gehört der Aufsteiger zu den positiven Überraschungen und hat sich schon zur Halbzeit der Saison angesichts von acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge fast aller Abstiegssorgen entledigt. Nicht ganz so entspannt fällt der Blick der Löwen auf die Tabelle aus. Die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag ließ mehrfach unnötig Punkte liegen und belegt mit 8:16 Punkten Rang elf. Trotzdem sieht Thiele seinen Kader in der Breite etwas besser aufgestellt: „Der HC macht das taktisch bislang wirklich gut, mit Moritz Banaschewitz verfügen sie aber auch über einen herausragenden Torhüter, den wir nicht warm werfen sollten. Halten wir uns an unser taktisches Konzept, sehe ich uns vorne. Allerdings bekommen wir Schwierigkeiten, wenn wir meinen, plötzlich wieder individuelle Entscheidungen zu treffen.“
Schon das Hinspiel war umkämpft. Gelpe/Strombach II, das damals noch auf Finn Feuerbach, Konrad Toelstede, Paul Roth, Felix Soldanski, Ole Windhorst und Tobias Müller zurückgreifen konnte, hatte lange am Epelberg geführt, sich letztlich aber mit einem Unentschieden begnügen müssen. Doch auch ohne die sechs Spieler, die Schattner inzwischen nicht mehr zur Verfügung stehen, sieht sich der HC-Coach auf Augenhöhe: „Wir mussten seitdem unseren Spielstil ein wenig anpassen, aber die Jungs machen das super. Die Löwen spielen einen sehr körperbetonten Handball. Ihren Mittelblock mit Nils Welke und Tobias Mlynczak müssen wir erst einmal in Bewegung kriegen.“ Thiele glaubt indessen, dass seine Mannschaft auf das Derby brennt: „Die Jungs sind heiß und vielleicht ist ja auch unsere Pokal-Niederlage ein kleiner Motivationsschub.“ (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
Vohwinkeler STV – ATV Hückeswagen (Samstag, 17:30 Uhr).
Hinspiel: 34:16.
Es fehlen: Pascal Tholl, Arne Höhfeld (beide Verletzung), Nils Kuhlwilm, Timon Schneider, Moritz Mettler (alle beruflich verhindert), Philipp Borisch (Urlaub).
Einsatz fraglich: Tobias Bonekämper (Knieprobleme).
Es war ein Fehlstart par excellence zum Saisonbeginn. Nach den guten Eindrücken aus der Vorbereitung war die 16:34-Auftaktklatsche gegen den Vohwinkeler STV für Hückeswagens Trainer Markus Pabst „ein hartes Aufprallen“. Ein Resultat, an dem die ATV-Handballer zunächst auch ein wenig zu knabbern hatten und nur schwer in die Saison fanden. Auch am Samstag rechnet sich Pabst beim Rückrundenauftakt nur wenig Chancen beim Tabellendritten (18:6 Punkte) aus. Zwar sind die Hückeswagener inzwischen deutlich gefestigter in ihren Leistungen, die Voraussetzungen sind allerdings alles andere als gut. Gebeutelt von Verletzungen, Krankheiten und Urlauben mussten die Oberberger diese Woche das Training am Dienstag absagen und auch am Wochenende fallen gleich mehrere Spieler aus.
Pabst macht ein erfolgreiches Spiel daher auch nicht nur am Ergebnis fest: „Wir werden uns interne Ziele stecken, an denen wir uns messen wollen.“ Er fordert vor allem Wiedergutmachung für das eher schwache Auftreten in Remscheid, „wo wir viel von dem, was wir zuletzt gut gemacht haben, nicht gezeigt haben“. In Wuppertal erwartet der ATV-Coach einen Gegner der vergangene Woche zwar mit 23:26 im Topspiel gegen Wermelskirchen unterlag, davor aber fünf Spiele in Folge gewonnen hatte. „Wir treffen auf eine der besten Abwehrreihen der Liga. Mit ihrer sehr offensiven 3:2:1-Deckung nerven sie ihre Gegner und stoßen immer wieder in die Passwege“, so Pabst. (pn)
DJK Unitas Haan III – CVJM Oberwiehl (Sonntag, 17:30 Uhr).
Hinspiel: 19:24.
Es fehlen: Christopher Koch, Leon Binder, Henrik Berndt, Jascha Hartmann.
Die Oberwiehler gehen mit positivem Punktekonto und im gesicherten Mittelfeld der Tabelle ins erste Spiel der Rückrunde. Mit dem Kampf um den Klassenerhalt dürfte die Equipe von Trainer Christian Schüttenhelm in dieser Saison nichts mehr zu tun haben. Zu viele Konkurrenten tummeln sich im unteren Tabellendrittel und nehmen sich derzeit gegenseitig die Punkte weg. Wie am vergangenen Sonntag die Drittvertretung von Unitas Haan, die der Reserve des SSV Nümbrecht die Rote Laterne in die Hand drückte. Aus dem Schneider ist die DJK damit aber noch lange nicht. Wie noch drei weitere Teams hat der aktuelle Tabellenelfte nur sechs Punkte auf der Habenseite. Lediglich die Nümbrechter haben mit deren vier weniger.
„Haan ist sicher mehr drauf angewiesen, zu gewinnen, als wir“, sagt Schüttenhelm, dem es ein wenig schwer fällt, die Leistungsfähigkeit des Gegners einzuschätzen. Das Hinspiel tauge nicht wirklich dazu, als Richtlinie zu fungieren. „Die erste Hälfte war ausgeglichen. Das war ein typisches erstes Spiel, um reinzukommen in eine Saison“, erinnert er sich an den am Ende souveränen Auftakterfolg. „Haan spielt eine robuste 6:0-Deckung. Da dürfen wir nicht den Fehler machen, Halbchancen aus dem Rückraum zu nehmen, sondern müssen in die Breite spielen, die Abwehr auseinanderziehen und die Lücken finden“, so der Coach. Wie man sich in der Offensive aufstellen will, sei noch offen. Beim Auftaktspiel gegen Haan hatte Schüttenhelm in der zweiten Halbzeit deutlich offensiver decken lassen. „Wir haben da auf eine 3:3- Abwehr umgestellt, weil wir dachten, dass der Gegner das nicht gewöhnt ist. Wir wollten sie stressen“, erklärt er. „Wir haben noch nicht entschieden, was wir diesmal tun. Wir wollen die Leistung vom Spiel gegen Aachen jedenfalls wiederholen.“ (thg)
HSG Siebengebirge-Thomasberg II - SSV Nümbrecht Handball II (Sonntag, 18 Uhr).
Hinspiel: 26:25.
Es fehlt: Mats Weber, Lennart Last (beide Regionalligakader), Felix Boers (privat verhindert).
Einsatz fraglich: Marcus Schwemke (privat verhindert).
Schwerer Rückrundenauftakt für die Nümbrechter Verbandsliga-Handballer: Am Sonntagabend treten Trainer Patrick Seebaum und seine Spieler beim aktuellen Tabellenzweiten, der HSG Siebengebirge-Thomasberg II, an. Positiv stimmen dürfte die Gäste die Erinnerung ans Hinspiel. Zu Saisonbeginn hatten sie in der heimischen GWN-Arena zur Halbzeit mit 11:10 geführt und im Anschluss nur denkbar knapp mit 25:26 verloren, da sie in der Schlussminute den Siegtreffer durch Nico Leineweber schlucken mussten. Es war also nicht unbedingt abzusehen, dass die HSG und den SSV beim Rückspiel elf Tabellenplätze und sechzehn Punkte trennen würden.
Seebaum erwartet beim Wiedersehen eine schwere Aufgabe: „Sie werden mit Sicherheit topmotiviert sein, da sie letzte Woche gegen den Tabellenführer verloren haben. Sie wollen sich sicher keinen Ausrutscher gegen uns leisten wollen.“ Gegen Klassenprimus TuS 82 Opladen II hatte das Team um Trainer Nils Grunwald kaum eine Chance. Nach der 27:31-Niederlage beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze bereits fünf Punkte. Den Nümbrechtern werden beim Auswärtsspiel mehrere wichtige Stützen fehlen, unter anderem treten Lennart Last und Mats Weber zeitgleich mit der ersten Mannschaft in Dormagen an. Die Motivation von Trainer Seebaum schmälert das nicht: „Wir versuchen das Maximum rauszuholen und an dem, was positiv war, weiter zu feilen.“ (bm)
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