HANDBALL
Schattner muss vor Doppel-Spieltag personell plötzlich umplanen
Oberberg - Oberliga: Die HC-Reserve gibt drei Leistungsträger ans Regionalliga-Team ab - Löwen bereiten sich ohne Trainer auf Longerich vor - Verbandsliga: Oberwiehl will auch das zweite Heimspiel in Folge gewinnen - Hückeswagen sieht sich gegen Solingen als Underdog - Nümbrecht im Kellerduell unter Zugzwang.
Vorschau Oberliga Männer
Longericher SC II – HC Gelpe/Strombach II (Donnerstag, 20:30 Uhr).
Wölfe Voreifel - HC Gelpe/Strombach II (Samstag, 19 Uhr).
Es fehlt: Mats Liebe (Knieverletzung).
Einsatz fraglich: Marius Euteneuer (Trainingsrückstand)
Gleich doppelt gefordert sind die Oberliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach II in dieser Woche. Zunächst steht am Donnerstag das Nachholspiel beim Longericher SC II an, ehe am Samstag die schwierige Auswärtsaufgabe in Heimerzheim bei Wölfe Voreifel wartet. In Longerich wird HC-Trainer Ilja Schattner vermutlich zum letzten Mal auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können. Tobias Müller, Felix Soldanski und Paul Roth sollen fortan im Abstiegskampf der Regionalliga zum Einsatz kommen und stehen damit in der Rückrunde vorerst nicht mehr zur Verfügung. „Das reißt natürlich ein unfassbar großes Loch in unseren Kader. Andere werden in die Bresche springen. Wir fangen nicht bei Null an, aber das wird auch Zeit brauchen, bis wir uns wieder finden“, sagt Schattner. Schon im Herbst musste man die Abgänge von Konrad Toelstede und Finn Feuerbach verkraften, „was wir aber sehr gut kompensiert haben“, so der HC-Coach.
Mit einem Sieg im Norden Kölns könnte der oberbergische Aufsteiger allerdings auch schon zum Ende der Hinrunde einen gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Mit 10:10 Punkten spielt Gelpe/Strombach II bislang eine starke Saison und hat derzeit sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Longerich II liegt mit 7:13 Punkten derzeit auf Platz zehn der Tabelle und verlor zuletzt dreimal in Folge. Schattner warnt davor, den Gegner zu unterschätzen: „Das ist eine Mannschaft, die sich nie aufgibt und unabhängig vom Spielstand immer ihren Stiefel herunterspielt.“ Das Team von Trainer Michel Mantsch agiert vor allem mit vielen Kreuzungen und sucht schnelle Abschlüsse. Aufpassen müssen die Oberberger dabei auf Christopher Falkenberg, über den nahezu alle Angriffsaktionen laufen.
Eine ganz andere Aufgabe erwartet Gelpe/Strombach II dann am Samstag – unabhängig von der geänderten Personalsituation. „Gegen die Wölfe sind wir klarer Underdog. Sie stehen nicht umsonst auf Platz drei“, sagt Schattner. Das Team aus dem Rhein-Sieg-Kreis blickt mit 15:7 Punkten bislang auf eine starke Hinrunde zurück, kassierte nach sechs Siegen in Folge zum Jahresauftakt allerdings eine 33:36-Heimniederlage im Verfolgerduell mit dem TV Birkesdorf. Unumstrittene Führungsspieler im Team von Trainer Markus van Zuilekom sind Timm Schwolow und Shooter-Routinier Mike Ribbe. „Da erwartet uns richtig viel Qualität. Wir wollen sie trotz der Personalsituation aber versuchen zu ärgern“, meint Schattner und ergänzt: „Wir werden das Beste aus der Situation machen. Für uns geht es weiterhin nur um den Klassenerhalt.“ Nicht helfen wird dabei vorerst Mats Liebe. Der Kreisläufer hat sich in Pulheim eine Verletzung zugezogen, das MRT-Ergebnis liegt aber noch nicht vor. (pn)
Longericher SC II – HBD Löwen Oberberg (Samstag, 19 Uhr).
Es fehlt: Alen Caber.
Das Handballjahr 2026 beginnt für die Handballer der HBD Löwen Oberberg mit einem Auswärtsspiel im Kölner Stadtteil Longerich. Das Team von Maik Thiele war am vergangenen Wochenende spielfrei, nachdem Gegner Pulheim um Spielverlegung in den Februar gebeten hatte. In der Tabelle hat sich für die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag dadurch wenig geändert. Die weitere Konkurrenz im Tabellenkeller war selbst spielfrei oder blieb punktlos. Umso wichtiger ist nun das Match in Longerich. Die Drittligareserve des LSC holte in der Hinrunde bislang nur einen Punkt mehr als die Oberberger und wartet seit Ende November auf Punkte. Die Vorbereitung auf das Kellerduell ist allerdings nicht optimal. Trainer Thiele befindet sich diese Woche noch im Urlaub. Die Löwen warten zudem immer noch auf die ersten Punkte in der Fremde. Die bisherigen sechs Saisonpunkte wurden allesamt in eigener Halle geholt. Eine Serie, die Thiele und sein Team am Samstag endlich beenden wollen. (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
SSV Nümbrecht Handball II – BTB Aachen III (Samstag, 18 Uhr, GWN-Arena).
Es fehlt: keiner
Einsatz fraglich: Marius Ranke (Trainingsrückstand).
Doppel-Duell in Nümbrecht: Bevor um 20 Uhr die Regionalliga-Teams des SSV und des BTB Aachen Aufeinandertreffen, bekommt es die Reserve um Trainer Jörg Beger mit der Drittvertretung der Kaiserstädter zu tun. Die Kontrahenten hängen, genau wie die Nümbrechter, im Tabellenkeller fest. Kurz vor Ende der Rückrunde hat der BTB lediglich sechs Punkte gesammelt, sodass die Beger-Sieben mit einem Sieg am Wochenende gleichziehen könnte. Der Übungsleiter weiß, welche Baustelle er bei seiner Mannschaft schließen muss: „Wir müssen die Deckung in den Griff kriegen und dann Tempo nach vorne machen. Über die Laufwege im Angriff mache ich mir weniger Gedanken. Die Abwehr ist unser Sorgenkind.“ Ähnlich wie die Aachener kassieren die Oberberger regelmäßig mehr als 30 Gegentore in einem Spiel.
Die Gäste aus dem Dreiländereck gehen seit dem Sommer mit einem neuen Trainer an den Start. Nach der erfolgreichen letzten Saison musste Neu-Coach Jochen Witty einen großen Umbruch im Kader moderieren. Neben einigen Highlights, wie dem deutlichen 36:16-Sieg gegen Tabellennachbarn SG Monheim gab es auch immer wieder Rückschläge. Besonders die 30:47-Klatsche bei der HSG Refrath/Hand II sorgte für Kopfzerbrechen bei den BTB-Verantwortlichen. Da die zweite Mannschaft der Aachener ebenfalls in der Verbandsliga antritt, wurde das Witty-Team in die geographisch unpassende Staffel 4 eingeteilt und muss in jedem Auswärtsspiel weite Anreisen bewältigen. Beger zeigt sich vor dem Abstiegskracher motiviert: „Ich hoffe, dass sich die Deckungsumstellung auszahlt und wir so langsam in den Tritt kommen. Die Jungs haben nach dem Spielausfall letzte Woche Bock auf das Heimspiel.“ (bm)
CVJM Oberwiehl – HSG Rösrath/Forsbach (Samstag, 20 Uhr).
Es fehlen: Lukas Kirchner, Christopher Koch, Leon Binder.
Einsatz fraglich: Ole Knotte.
Die Oberwiehler sind mit einem fulminanten Heimsieg ins neue Jahr gestartet. Nach dem deutlichen 37:22-Erfolg gegen den Aufsteiger HSG Sieg wollen die Hausherren auch das zweite Heimspiel in Folge für sich entscheiden. Mit zu breiter Brust will CVJM-Coach Christian Schüttenhelm aber nicht in das Mittelfeldduell gegen die Rösrather gehen. „Wir brauchen vorne klare Abschlüsse. Wir müssen besser abschließen, als letzte Woche und unsere Chancen einfach reinmachen. Wir haben zu viele hundertprozentige Gelegenheiten nicht getroffen. Rösrath ist eine andere Hausnummer als die HSG Sieg und auch individuell stärker“, erklärt er, warum er keinen erneuten Selbstläufer erwartet.
„Rösrath ist eine gute Eins-gegen-Eins-Mannschaft. Dagegen müssen wir eine gute Deckung stellen und kompakt stehen. Wir dürfen nicht zu passiv sein, damit sie uns nicht in den Kreis drängen und Siebenmeter herausholen“, so Schüttenhelm. Das hohe Ergebnis gegen die HSG Sieg sei auch wegen einer außergewöhnlichen Torwartleistung zustande gekommen. Routinier Michael Rösner war eingesprungen und entschärfte in seinen 45 Minuten Spielzeit 64 Prozent der Würfe. Der jüngst urlaubsbedingt fehlende Daniel Canisius steht am Samstag wieder zur Verfügung. Ein Update gibt es zum Langzeitausfall Lukas Kirchner der diese Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, aber noch zwei bis drei Wochen brauchen werde, um wieder eine Option zu sein. Ole Knottes Einsatz ist wegen einer Entzündung an der Achillessehne fraglich. (thg)
ATV Hückeswagen – Solinger TB (Sonntag, 17:30 Uhr).
Es fehlen: Pascal Tholl (Schulter), Arne Höhfeld (Daumenbruch).
Nach dem 37:27-Pflichtsieg im Abstiegskampf gegen den Tabellenletzten MTV Elberfeld keimt bei den Handballern des ATV Hückeswagen im Tabellenkeller wieder deutlich mehr Optimismus auf. „Die Stimmung war unter der Woche natürlich deutlich besser“, spricht ATV-Trainer Markus Pabst vor einer produktiven Trainingswoche. Wichtig aus seiner Sicht: In der Nachanalyse blieben seine Spieler kritisch. Zwar habe vieles funktioniert (Tempospiel und Abläufe), gleichzeitig gibt es aber weiter Dinge, die die Hückeswagener nachjustieren wollen. Dazu zählt Pabst die leichten Ballverluste und das ausbaufähige Überzahlspiel. Auch personell hat sich die Lage ein wenig entspannt. Die Grippewelle verschwindet allmählich aus dem Kader.
Mit dem Solinger TB erwartet Hückeswagen am Sonntag eine knifflige Aufgabe. Der Tabellenfünfte (13:7 Punkte) hatte sich nach durchwachsenem Saisonstart (4:4 Punkte) deutlich stabilisiert. Zuletzt gab es in den Topspielen in Cronenberg (28:30) und gegen Wermelskirchen (35:35) allerdings auch nur einen Punkt. Gecoacht wird das Team vom ehemaligen Bundesligaprofi Robert Heinrichs. „Da wird uns eine andere Qualität und Intensität als gegen Elberfeld erwarten. Vor allem gegen ihren erfahrenen Rückraum werden wir aggressiv heraustreten müssen“, warnt Pabst. Wichtig ist ihm, dass seine ATV-Handballer die nächsten Entwicklungsschritte machen: „Wir wollen unseren Weg weitergehen und die nächsten Schritte nach vorne machen.“ Die Auftritte zuletzt stimmen ihn jedenfalls optimistisch für die demnächst anstehende Rückrunde. (pn)
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