HANDBALL

Nümbrecht verabschiedet sich endgültig aus dem Titelrennen

pn; 12.02.2023, 02:30 Uhr
HANDBALL

Nümbrecht verabschiedet sich endgültig aus dem Titelrennen

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pn; 12.02.2023, 02:30 Uhr
Oberberg - Das Seinsche-Team unterliegt in eigener Halle einem Abstiegskandidaten - Für die HBD Löwen wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner - Die Handball-Oberliga wird präsentiert von ‚Sportsbar Lutter‘.

SSV Nümbrecht – HC Weiden II 29:32 (15:20).

 

„Wenn wir uns in den nächsten drei Spielen so präsentieren, werden wir ins Liga-Mittelfeld abrutschen!“ Im Titelrennen hatte Nümbrechts Trainer Manuel Seinsche sein Team – zumindest öffentlich – nach den Rückschlägen im Dezember und Januar ohnehin nicht mehr gesehen, nach der überraschenden Heimniederlage gegen den HC Weiden II droht das dominante Team der Hinrunde nun tabellarisch sogar durchgereicht zu werden. Gegen die stark abgestiegsbedrohten Gäste verlor der Südkreis-Vertreter nach einer schwachen Defensivleistung vollkommen verdient. „Wir kassieren bis zur Pause 20 Tore. Das sagt schon alles“, fand Seinsche.

 

 

Durch die fehlenden Ballgewinne raubte der Weidener Torregen den Oberbergern zudem ihre stärkste Waffe. Das sonst so starke Umschaltspiel des SSV fand kaum statt. Auf die zahlreichen Ausfälle (auch Johannes Urbach musste kurzfristig passen) reagierte der SSV-Coach mit drei Spielern aus dem Verbandsligakader. Die Partie begann sofort schwungvoll: Bis zum 10:8 (13.) verzichteten beide Teams auf ein langes Abtasten. „Dann haben wir leider begonnen, ihren Torhüter zum Helden zu werfen und zudem Mats Kemper überhaupt nicht in den Griff bekommen“, analysierte Seinsche die folgenden Minuten, in denen Weiden auf 11:17 (23.) davonzog.

 

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Nümbrecht zwar, es dauerte allerdings lange, ehe der Rückstand abgearbeitet war. Beim 25:26 (48.) gelang der Anschlusstreffer, doch nur wenig später waren die Gäste erneut auf 25:29 (54.) enteilt. Zwar erzielte Lucas Söntgerath den neuerlichen Anschluss zum 28:29 (57.), doch in den Schlussminuten war der HC schlicht galliger auf den Sieg. „Wir hatten so viele Chancen, dieses Spiel zu drehen. Aber mit 16 Fehlwürfen, davon zehn völlig freie Chancen wird es irgendwann auch schwer. Das war auf jeden Fall eine vermeidbare Niederlage“, konstatierte ein geknickter SSV-Coach, der nun darauf hofft, nach Karneval wieder einen volleren Kader zur Verfügung zu haben. Vorher muss der Oberligist allerdings am Dienstagabend um 20:15 Uhr noch zum Kreispokal-Halbfinale zum HC Gelpe/Strombach.

 

Nümbrecht: Jannik Lang (9), Lucas Söntgerath, Fabian Benger (je 5), Dominik Donath (3), Stefan Ufer (3/1), Mario Weissner (2), Markus Meister, Moritz Menger (je 1).

 

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HBD Löwen Oberberg – SC Fortuna Köln 29:34 (15:15).

 

Ein Wochenende zum Vergessen erlebten die Handballer der HBD Löwen Oberberg. Nicht nur, dass die oberbergische Spielgemeinschaft das überlebenswichtige Vier-Punkte-Spiel gegen Fortuna Köln verlor, gleichzeitig punktete die Konkurrenz im Abstiegskampf nahezu kollektiv. „Wenn du unten drinstehst, hilft dir keiner. Wenn man da solche Spiele wie heute nicht gewinnt, wird es halt eng“, bilanzierte Löwentrainer Maik Thiele nach dem Spiel. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Tabellenzwölften Pulheimer SC nun, dazu haben die Oberberger die Hypothek des Nicht-Antretens in Birkesdorf, wodurch sie bei Punktgleichheit immer schlechter platziert werden.

 

Dabei war die Heimniederlage durchaus vermeidbar. Gerade die Anfangsminuten gehörten den Gastgebern: Über 5:2 (10.) und 10:8 (19.) erarbeiteten sich die Löwen immer wieder gute Chancen gegen die 3:2:1-Deckung der Gäste. Chancen hatten sie auch im weiteren Verlauf, nutzten diese aber irgendwann nicht mehr. „Wir nehmen uns zu viele Abschlüsse, die unvorbereitet sind und verlieren völlig grundlos den Kopf“, ärgerte sich Thiele, dessen Team nach drei Zeitstrafen plötzlich mit 12:13 (25.) hintenlag. Die Kölner kamen vor allem über die linke Seite immer wieder zum Erfolg.

 

Besserung trat auch nach dem Seitenwechsel nicht ein. Während die Löwen reihenweise beste Chancen liegen liegen ließen, erarbeiteten sich die Domstädter einen solide 17:22-Vorsprung (41.), den sie über 22:27 (51.) auch nicht mehr abgeben sollten. Sehr zur Verzweiflung von Maik Thiele: „Bei ihnen ging der Ball irgendwie immer rein. Jedes Zeitspiel war am Ende doch ein Gegentor. Da kann man noch so viel arbeiten.“ Auch mit der aus Thieles Sicht kleinlichen Siebenmeterauslegung der Schiedsrichter haderten die Oberberger. Nach den Siegen von Pulheim, Aachen, Palmersheim und Weiden II stehen die Löwen vor der einwöchigen Karnevalspause nun im Abstiegskampf gehörig unter Druck. „Jetzt ist genau das eingetreten, was wir nicht wollten. Das waren heute Punkte, die man für den Klassenerhalt eigentlich braucht“, so der HBD-Coach.

 

HBD Löwen: Norman Krause (8/2), Marijan Basic (6/1), Tobias Mlynczak, Thorben Schneider (je 4), Eldar Starcevic (3), Malte Müller (2), Felix Soldanski, Nils Welke (je 1).

 

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