HANDBALL

Einseitiges Topspiel: Nümbrecht chancenlos gegen Palmersheim

pn; 04.10.2026, 22:55 Uhr
Fotos: Siliva Wirczikowski ---- Auch die sieben Tore von Dominik Donath konnten die erste Nümbrechter Saisonniederlage nicht verhindern.
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Einseitiges Topspiel: Nümbrecht chancenlos gegen Palmersheim

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pn; 04.10.2026, 22:55 Uhr
Oberberg - Die Löwen suchen nach der Niederlage gegen Bonn nach einem Neuzugang für den Rückraum - VfL-Coach Carcóis Palma sieht trotz der nächsten Niederlage eine Steigerung seines Teams - 'Sportsbar Lutter' präsentiert die Handball-Oberliga (AKTUALISIERT).

SSV Nümbrecht – TV Palmersheim 29:36 (9:19).

 

Es sollte ein Spitzenspiel werden. Eines, in dem der Tabellenzweite der Oberliga den Tabellenführer empfängt. Es wurde aber eine einseitige Partie, an deren Ende die erste Nümbrechter Saisonniederlage zu Buche stand und den SSV-Handballer Grenzen aufgezeigt wurden. „Wir werden uns mit der ersten Hälfte beschäftigen müssen“, meinte SSV-Trainer Manuel Seinsche im Anschluss auf der Pressekonferenz im Foyer der GWN-Arena. Nümbrecht ging zwar durch den besten SSV-Werfer Dominik Donath mit 1:0 in Führung, haderte anschließend aber auch schon früh mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter.

 

 

[Fabian Benger ließ am Kreis nicht nur diese Torchance liegen.]

 

„Es ist einfach ärgerlich, dass wir fünf Tore nicht bekommen haben. Dann ist es schwierig, den Turnaround zu schaffen und uns zu konzentrieren“, schimpfte Seinsche. Dass gleichzeitig Palmersheims Sommer-Neuzugang Simon Schlösser nach Nümbrechter Ballverlusten mit all seiner Routine das Umschaltspiel mit präzisen Pässe vorantrieb, tat sein Übriges dazu. Zusätzlich erzielte der Spielmacher elf Tore. Über 1:4 (8.) zogen die Gäste sofort auf 4:10 (17.) davon. „Das hat uns das Genick gebrochen. Das war immer ein kleiner Schlag hinterher, der uns wehgetan hat“, so Seinsche weiter, dessen Team überhaupt keinen Rhythmus fand und über 6:14 (26.) schon zur Pause mit zehn Toren zurücklag.

 

Nach dem Seitenwechsel probierten die Hausherren, bei denen erneut Dag Dissmann aushalf, viel, agierten mit dem siebten Feldspieler oder Manndeckungen gegen Palmersheims starken Rückraum. Doch alles half nichts. „Nümbrecht hat alles ausprobiert, was sie im Repertoire haben“, meinte TVP-Trainer Marco Meyer, dessen Team aber immer wieder die richtigen Antworten hatte. Über 14:21 (36.) und 19:29 (47.) kontrollierten die Gäste das Match souverän. Daran änderten auch die zehn Paraden des kurz vor der Pause eingewechselten Jannis Schoger im SSV-Tor nichts. Erst als der Tabellenführer in der zerfahrenen Schlussphase wild wechselte, konnten die Gastgeber noch einmal etwas Ergebniskosmetik betreiben.

 

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Meyer freute sich über den Sieg: „Wir sind sehr happy, weil wir um unsere Auswärtsschwäche wissen. Dass der Sieg so hoch ausfällt, ist natürlich die Kirsche auf der Sahnetorte.“ Er lobte neben seinem Torhüter Jonas Roland vor allem Schlösser: „Es ist einfach schön zu sehen, welche Ruhe er ausstrahlt und andere dadurch glänzen können.“ Einzige positive Nachricht aus Nümbrechter Sicht: Lennart Last und Hendrik Wilkens kehrten in den Kader zurück. Seinsche hofft, dass sich das Lazarett nun etwas lichtet: „Wir haben noch zwei Spiele bis zur Herbstpause, in denen wir alles reinwerfen wollen. Wir müssen uns beim Training zeigen und Sicherheit zurückbekommen.“

 

Nümbrecht: Dominik Donath (7), Paul Borisch (6/3), Dag Dissmann (4), Tim Seiffarth (3), Johannes Urbach, Lennart Last, Marcel Miebach (je 2), Erik Hampel, Hendrik Wilkens, Niklas Witthaut (je 1).

 

[Johannes Urbach bei einem seiner beiden Treffer.]

 

HBD Löwen Oberberg – TSV Bonn rrh. II 27:30 (14:15).

 

Der Fehlstart ist perfekt! Die Oberliga-Handballer der HBD Löwen Oberberg haben auch ihr drittes Saisonspiel verloren. Gegen die TSV Bonn rrh. II gab es am Samstagabend eine 27:30-Heimniederlage. Aus Sicht von Spielertrainer Marijan Basic ein unnötiger Punktverlust: „Wir kämpfen 45 Minuten lang wirklich überragend, aber ein Handballspiel dauert 60 Minuten. Am Ende sind es drei Schlüsselmomente, die uns das Spiel kosten.“ Damit meinte er vor allem technische Fehler, mit denen man die Gäste in der Schlussphase mehrfach eingeladen hatte.

 

Über 4:3 (10.), 5:8 (16.) und 11:11 (23.) entwickelte sich eine vollkommen ausgeglichene erste Hälfte. Die Löwen mussten dabei in der Deckung ohne Tobias Mlynczak (Urlaub) auskommen. Für ihn rückte Tobias Weiler in den Innenblock. Der Spielmacher hinterließ einen starken Eindruck. Eine starke Leistung zeigte auch Torhüter Kevin Neese, sodass sich das Comeback von Alen Caber erneut verschob. Auch nach dem Seitenwechsel wog das Spiel vorerst hin und her. 19:18 (36.), 21:22 (43.) und 25:25 (52.) waren die weiteren Zwischenstände. In der Schlussphase gerieten die Löwen dann aber durch zwei Tore von Thomas Behr (7 Tore) mit 25:27 (55.) ins Hintertreffen.

 

[Nicht nur Marcel Miebach tat sich gegen die kompakte Palmersheimer Deckung schwer.]

 

Zwar trafen Philip Sauer und Basic anschließend noch jeweils zum Anschlusstreffer, in der Schlussminute machten die individuell starken Bonner dann aber den Deckel auf die Partie. Vor allem Jan Braun (10 Tore) bekamen die Löwen kaum unter Kontrolle. „Defensiv haben wir gut dagegengehalten, aber am Ende haben wir dem Gegner das Spiel geschenkt“, ärgerte sich Basic. Positiv aus seiner Sicht: Die U19-Spieler hinterließen bei ihren Einsätzen erneut einen positiven Eindruck. Vor allem Milo Gießelmann überzeugte in der Deckung. „Insgesamt müssen wir aber an unserer Mentalität arbeiten, damit wir solche Spiele auch gewinnen“, so Basic, der sagte, dass man intensiv den Spielermarkt nach einem Halblinken sondiere.

 

HBD Löwen: Antony Hudak-Domokos (6), Tobias Weiler (6/3), Philip Sauer, Marijan Basic (je 4), Till Malek (3), Sverre Jürges, Kevin Buchholz, Ben Benning, Marko Köster (je 1).

 

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VfL Gummersbach II – VfL Bardenberg 27:30 (14:16).

 

Gummersbachs Akademienachwuchs zahlt weiter Lehrgeld. Der Regionalligaabsteiger verlor am Samstag auch das dritte Saisonspiel – diesmal mit 27:30 gegen Aufsteiger Bardenberg. Trotzdem sieht VfL-Trainer Joao Caracóis Palma Licht am Ende des Tunnels. „Das war heute ein großer Schritt nach vorne, was die Handballqualität angeht und unser bislang bestes Saisonspiel“, urteilte der Portugiese nach dem Abpfiff. Nur vier technische Fehler tauchten in der VfL-Statistik auf. Dass es trotzdem nicht zu Punkten reichte, lag am erneut verschlafenen Start in die zweite Hälfte und einer insgesamt zu schwachen Chancenverwertung. Vor allem die vier Siebenmeter im zweiten Durchgang taten der VfL-Reserve weh.

 

[Paul Borisch traf sechsmal.]

 

Die Gäste versteckten sich von Beginn an nicht, sodass über 3:2 (5.), 5:8 (12.), 10:10 (19.) und 11:15 (24.) Bardenberg meist in Führung lag. Der zweite Durchgang begann aus VfL-Sicht denkbar schlecht. Ein verworfener Rath-Siebenmeter und eine Zeitstrafe sorgten dafür, dass die Aachener sofort zum 15:19 (34.) vorlegten. Gummersbach kämpfte sich zum 20:21 (44.) zurück, musste Bardenberg nach zwei weiteren verworfenen Siebenmetern aber auch wieder zum 21:27 (50.) davonziehen lassen. In der hektischen von mehreren Zeitstrafen geprägten Schlussphase verkürzten die Oberberger zwar noch einmal zum 25:28 (57.), Bardenberg behielt aber einen kühlen Kopf und feierte den ersten Saisonsieg.

 

„Wir haben uns die Chancen kreiert und hatten die Möglichkeiten, haben das Tor aus sechs Metern aber nicht getroffen“, haderte Caracóis Palma mit den ausgelassenen Würfen. Zufrieden war er vor allem mit der defensiven Kompaktheit seiner Mannschaft, die dem Gegner kaum Gegenstöße erlaubte. Auch kämpferisch konnte der VfL-Coach seinen Spielern wenig vorwerfen. „Die heutige Lektion ist, dass wir unsere Chancen besser nutzen müssen und auch den Beginn in die zweite Hälfte nicht so verschlafen dürfen. Trotzdem müssen wir auch das Positive sehen. Das war heute deutlich besser als in den ersten beiden Spielen.“

 

Gummersbach: Tim Rath (10/6), Cedric Hitscher (5/2), Jakob Patzelt, Noam Emilien (je 3), Daniel Rumpel, Julian Krieg, Ben Graap (je 2).

 

Ergebnisse und Tabelle

BILDERGALERIE

KOMMENTARE

1

Der Bericht ist, um ehrlich zu sein, wirklich gut geschrieben von OA.

Nümbrecht war für mich chancenlos. Ich gehe stark davon aus, dass sie auch dieses Jahr nur um die Plätze 3–5 mitspielen werden. Für mich spielen sie im Angriff teilweise einfach zu ideenlos und finden zu selten wirklich gute Lösungen.

Gummersbach II war dagegen erschreckend. Es reicht nicht einmal gegen den Verbandsligaaufsteiger, der allerdings auch wirklich physisch sehr stark ist und vorne diszipliniert spielt und nur wenige Bälle verliert.

Von Derschlag bin ich trotz der Niederlage positiv überrascht. Ich finde, dass sie schon erstaunlich weit sind. Wenn sie so weitermachen, wird man in den nächsten Wochen mit Sicherheit die ersten Erfolge sehen.

Werner, 05.10.2026, 08:48 Uhr
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