HANDBALL

Horror-Rückrunde setzt sich fort

pn; 26.04.2026, 11:20 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ---- Julian Kolken blieb ohne Tor gegen den Pulheimer SC.
HANDBALL

Horror-Rückrunde setzt sich fort

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pn; 26.04.2026, 11:20 Uhr
Oberberg - Gelpe/Strombach II unterliegt auch Ligaschlusslicht Pulheim - Die Löwen verpassen ebenfalls den vorzeitigen Klassenerhalt mit einer Niederlage gegen Köln (AKTUALISIERT).

HC Gelpe/Strombach II – Pulheimer SC 21:23 (11:12).

 

Die Negativserie der Oberliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach II hält weiter an. Am Samstag kassierte der Aufsteiger die sechste Niederlage in Folge. Auch gegen Ligaschlusslicht Pulheim, das durch den Sieg wieder auf die Abstiegsrelegation hoffen darf, setzte sich die Horror-Rückrunde der Oberberger fort. Seit dem 29:28-Überraschungscoup gegen Königsdorf Ende Februar läuft beim Team von Ilja Schattner kaum noch etwas zusammen. Auch Co-Trainer Andreas Becker musste nach Abpfiff zugeben, „dass der Endstand sogar noch schmeichelhaft für uns war“.

 

 

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[Auch die vier Tore von Patrick Martel konnten die nächste HC-Niederlage nicht verhindern.]

 

100 Sekunden vor dem Schlusssignal führten die Gäste bereits 23:18, kassierten dann aber noch drei Zeitstrafen, die Gelpe/Strombach II zur Ergebniskosmetik nutzen konnte. Becker war anschließend gnadenlos ehrlich: „Wir kriegen nur 23 Gegentore und verlieren trotzdem das Spiel. Mit so wenig Toren gewinnt man in keiner Liga.“ Zumindest ein Lichtblick aus HC-Sicht war der Innenblock, wo Mats Liebe und Ben Schimanski sich die Seele aus dem Leib liefen. „Wir sind momentan in einer Situation, wo wir nach jedem Strohhalm greifen müssen. Das einzige Positive war heute, dass sich der Mittelblock anfängt, wieder zu finden“, so Becker.

 

Die Gastgber gingen zwar mit 3:1 (4.) in Führung, konnten daraus aber kein Selbstvertrauen ziehen. Über 4:7 (13.), 9:10 (26.), 15:17 (47.) und 17:21 (53.) lagen die Gäste ständig in Front. „Wir haben einen langen Weg vor uns. Vorne muss von jedem Spieler mehr Verantwortung übernommen werden. Man muss aber auch ehrlich sagen, dass wir in der Hinrunde eine lange Zeit über unserem Level gespielt haben“, so Becker. Den vorzeitigen Klassenerhalt verpassten die Oberberger durch die Niederlage erneut. Der Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Fortuna Köln beträgt weiterhin sechs Punkte. Die Domstädter spielen erst am Sonntag gegen Königsdorf, das nach der überraschenden Niederlage der HSG Siebengebirge-Thomasberg gegen Weiden II wieder die Tabellenführung übernehmen könnte.

 

Gelpe/Strombach II: Lasse Jürges (5/3), Patrick Martel, Marius Mühlbeier (je 4), Jerome Dräger, Fynn Schürmann, Philipe Ginczek, Ben Schimanski (je 2).

 

[Jerome Dräger setzt gegen die PSC-Abwehr zum Wurf an.]

 

HBD Löwen Oberberg – 1. FC Köln 29:33 (15:12).

 

Auf dem Sofa erfuhr Löwen-Trainer Maik Thiele von der nächsten Löwen-Niederlage, durch die die Spielgemeinschaft weiter auf den Klassenerhalt warten muss. Krankheitsbedingt verpasste der Coach das Spiel seiner Mannschaft und wurde von den beiden verletzten Anthony Hudak-Domokos und Alen Caber vertreten. Einmal mehr ließen die Löwen-Handballer die Siegermentalität vermissen. Gegen einen dezimierten 1. FC Köln, der zwei wichtige Leistungsträger nicht an Bord hatte und mit einem jungen Team angereist war, waren die Gastgeber lange Zeit das bessere Team, zeigten sich in der zweiten Hälfte aber zu undiszipliniert.

 

[Marius Mühbeier hat sich durchgesetzt.]

 

Trotz eines 5:1-Blitzstartes (7.) bekamen die Löwen das Spiel anschließend nicht unter Kontrolle. Vor allem der Ausfall von Hudak-Domokos machte sich bemerkbar. Auch Thorben Schneider ging nur angeschlagen in die Partie. Gefahr aus der zweiten Reihe ging daher nur von Tobias Mlynczak aus, der von den Kölnern im zweiten Durchgang aber unter Kontrolle gebracht wurde, sodass Spielmacher Tobias Weiler mehr oder weniger zum Alleinunterhalter mutierte. Über 5:4 (11.) und 12:7 (21.) gingen die Löwen noch mit einer 15:12-Führung in die Pause.

 

Köln agierte nach dem Seitenwechsel konsequent mit dem siebten Feldspieler und kam über Rechtsaußen regelmäßig zum Abschluss, weil den Löwen die Disziplin in der Defensive fehlte. Über 20:20 (39.) und 21:23 (46.) kippte das Match zum 27:30 (57.). Zwar gelang den Gastgebern nach einer Roten Karte gegen Philip Sauer und einer weiteren Zeitstrafe in doppelter Unterzahl noch der 29:30-Anschlusstreffer (59.), Köln zeigte in den verbleibenden 110 Sekunden aber keine Nerven. „Es war wohl wieder mal ein Spiel, in dem wir Punkte liegen lassen haben“, ärgerten Thiele vor allem die 21 Gegentore in einer Hälfte.

 

HBD Löwen: Tobias Weiler (13/6), Tobias Mlynczak (5), Marko Köster (4), Thorben Schneider, Daniel Rischikov, Till Malek (je 2), Nils Welke (1).

 

Ergebnisse und Tabelle

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