Oberberg - Die HBD Löwen Oberberg machen in Weiden zu viele Fehler - Bei Gelpe/Strombach II sieht Co-Trainer Becker trotz der nächsten Niederlage eine kleine Steigerung - Der Klassenerhalt ist beiden Teams kaum noch zu nehmen.
HC Weiden II – HBD Löwen Oberberg 32:28 (15:14).
Reichlich bedient war Löwen-Trainer Maik Thiele nach dem Abpfiff in Weiden. „Täglich grüßt das Murmeltier. Wie so oft diese Saison scheitern wir nicht an der Stärke unseres Gegners, sondern an unserer eigenen Schwäche“, resümierte er die 60 Minuten in der Parkstraße in Würselen. Zwar zeigten die Oberberger mehrfach Moral, schwächten sich aber auch durch Zeitstrafen, schlechte Würfe und haarsträubende Fehler immer wieder selbst. „Wir hatten heute die Möglichkeit, zwei Punkte mitzunehmen, waren am Ende aber selbst schuld“, so Thiele.
Die Gäste ließen schon in den Anfangsminuten Chancen liegen und liefern nach dem 0:1 (3.) durch Tobias Weiler anschließend immer einem Rückstand hinterher. Vor allem defensiv funktionierte nur wenig. Torhüter Marcel Neese bügelte noch manche Lücke vor sich aus. Über 7:4 (12.) erkämpften sich die Oberberger dann zwar den 11:11-Ausgleich, schwächten sich nun aber selbst. Zeitstrafen gegen Mlynczak, Weiler und Schneider sorgten dafür, dass Weiden wieder zum 15:11 (28.) vorlegte, auch wenn die Gäste bis zur Pause noch einmal zum Anschlusstreffer kamen.
Die Fehlerquote blieb auch im zweiten Durchgang hoch. Tobias Mlynczak sorgte zwar für die zwischenzeitliche 18:17-Führung der Löwen, doch zwei Zeitstrafen sorgten nun für einen 5:0-Lauf der Hausherren zum 22:18 (43.). Erst nach dem 25:19 (46.) fanden die Gäste wieder ins Spiel und kamen sogar noch einmal zum 29:27 (55.) heran. Dann der Knackpunkt: Die Löwen eroberten erneut den Ball, spielten ihn dem Gegner aber sofort wieder in die Hände. Mit dem 30:27 (56.) war die Moral der Gäste endgültig gebrochen. „Am Ende ein gerechtes Ergebnis, weil wir es nicht schaffen, konstant zu spielen und unsere Chancen zu nutzen. Weiden war nicht besser, sondern einfach cleverer als wir“, so Thiele. Positiv aus Löwen-Sicht: Der Vorsprung auf die Abstiegsränge bleibt bei fünf Punkten, da auch Fortuna Köln sein Heimspiel verlor.
HBD Löwen: Tobias Mlynczak (7), Tobias Weiler (6/2), Till Malek (5), Malte Müller, Thorben Schneider (je 3), Marko Köster, Marcel Mesenhöler, Nils Welke, Ben Bening (je 1).
1. FC Köln – HC Gelpe/Strombach II 28:20 (13:6).
Trotz der fünften Niederlage in Folge ist den Handballern des HC Gelpe/Strombach II der Oberliga-Klassenerhalt kaum noch zu nehmen. Bei noch vier ausstehenden Spielen hat der Aufsteiger weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf den wahrscheinlichen Relegationsrang. In Köln mussten die Oberberger auf ihren privat verhinderten Trainer Ilja Schattner verzichten. Er wurde von Co-Trainer Andreas Becker auf der Bank vertreten. Becker war im Anschluss bemüht, die positiven Dinge hervorzuheben: „Wir wollten uns heute vor allem auf uns konzentrieren und Schritt für Schritt über die Abwehr wieder Selbstvertrauen aufbauen, nachdem wir moralisch zuletzt ganz schön am Boden lagen. Mit 28 Gegentoren kann man leben. Das war heute ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.“
Eine echte Chance hatten die Gäste im Bunker der Sporthochschule Köln allerdings auch nicht. Die Geißbock-Handballer diktierten das Geschehen besonders vor der Pause. Zunächst taten sich beide Teams allerdings schwer mit dem Torewerfen. Der Kölner Nick Klein traf erst in der zwölften Minute zum 3:1. Anschließend zogen die Domstädter aber über 9:3 (19.) zum 13:5 (29.) davon. „Uns ist vorne wenig gelungen. Gegen ihre offensive Deckung hatten wir Schwierigkeiten. Uns fehlte das Selbstvertrauen“, analysierte Becker den ersten Durchgang.
Dass es in der zweiten Hälfte besser lief, lag auch an der Einwechslung von Torhüter Marvin Röttel. Der Schlussmann kam in der 39. Minute für einen Siebenmeter ins Spiel und parierte nicht nur den Strafwurf von Nick Klein, sondern auch den Nachwurf. Und auch die nächsten beiden Kölner Siebenmeter entschärfte der HC-Keeper. Köln blieb nun minutenlang ohne Tor, Gelpe/Strombach konnte daraus allerdings auch keinen Profit ziehen. „Wir haben uns viele gute Situationen herausgespielt, der letzte Pass kam aber zu oft nicht an“, so Becker, dessen Team über 20:12 (46.) und 24:15 (52.) nicht mehr entscheidend verkürzen konnte.
Gelpe/Strombach II: Marius Mühlbeier (7/2), Lasse Jürges (4), Maurice Ginczek (3), Patrick Martel, Leon Schuster (je 2), Yannick Quendler, Marius Euteneuer (je 1).
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