HANDBALL

Großer Schritt Richtung Klassenerhalt: Löwen besiegen Palmersheim

pn; 12.04.2026, 18:40 Uhr
HANDBALL

Großer Schritt Richtung Klassenerhalt: Löwen besiegen Palmersheim

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pn; 12.04.2026, 18:40 Uhr
Oberberg - Nach dem 34:30-Heimsieg wächst der Vorsprung auf die rote Zone auf fünf Punkte - Hudak-Domokos muss ins Krankenhaus - Gelpe/Strombach II fängt sich bei Niederlage gegen Weiden II 43 Gegentore (AKTUALISIERT).

HBD Löwen Oberberg – TV Palmersheim 34:30 (18:13).

 

Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machten die Oberliga-Handballer der HBD Löwen Oberberg mit dem 34:30-Heimsieg gegen den TV Palmersheim. Der Vorsprung auf den wahrscheinlichen Relegationsrang beträgt fünf Spieltage vor Saisonende nun fünf Punkte. Löwen-Coach Maik Thiele sprach im Anschluss von einem verdienten Sieg: „Wir haben heute hinten raus gewonnen, weil wir vom Spielerischen und Taktischen her die bessere Mannschaft waren. Es war wichtig, dass wir den Abstand auf die Abstiegsränge ausgebaut haben und uns nun in Ruhe auf die nächsten Spiele fokussieren können.“

 

Die Zuschauer am Epelberg erlebten eher zerfahrene 60 Minuten, in denen beide Teams mit viel Härte agierten. „Das erinnert mich ein bisschen an die 90er-Jahre, als das noch erlaubt war. Es wurde heute einiges laufen gelassen“, meinte Thiele, der schon früh in die Partie zwei Rote Karte sah. Bereits nach vier Minuten war die Partie für einen Gästespieler beendet, nachdem er Thorben Schneider heftig im Gesicht erwischt hatte. In der zehnten Minute musste dann auch Tobias Mlynczak vorzeitig zum Duschen; er hatte seinen Gegner aus der Luft geholt. Zudem verletzte sich im zweiten Durchgang Anthony Hudak-Domokos. Der wendige Shooter knallte auf seinen Ellbogen. Es besteht der Verdacht auf einen ausgekugelten Ellbogen. Er musste noch in der Nacht ins Krankenhaus und wird wohl einige Wochen ausfallen.

 

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Palmersheim erwischte bis zum 3:5 (8.) den etwas besseren Start, ehe die Löwen über 8:7 (18.) und 13:10 (24.) bis zum 18:13-Pausenstand übernahmen. Die Gäste wurden im zweiten Durchgang zunehmend offensiver, die Gastgeber konnten die sich bietenden Lücken in der 4:2-Deckung aber nutzen. Insbesondere Fabio Brogno machte nach dem Hudak-Domokos-Ausfall ein gutes Spiel. Über 24:18 (42.) kamen die Gäste trotzdem zum 26:23 (48.) heran. Unter drei Tore fiel die Löwen-Führung aber nie. Mit dem 33:28 (57.) sorgte Nils Welke schließlich für die Vorentscheidung. „Mit einer besseren Chancenverwertung gewinnen wir heute auch höher. Aber den Sieg nehmen wir mit. Es war kein schönes, aber ein spannendes Spiel“, so Thiele.

 

HBD Löwen: Tobias Weiler (8/3), Nils Welke, Till Malek (je 6), Anthony Hudak-Domokos (5), Thorben Schneider (4), Marko Köster (3), Fabio Brogno (2).

 

 

HC Gelpe/Strombach – HC Weiden II 34:43 (12:21).

 

Die Luft scheint bei den HC-Handballern raus zu sein. Der Aufsteiger kassierte am Sonntagnachmittag die vierte Niederlage in Folge und rutscht in der Tabelle auf Rang elf ab. Abstiegssorgen müssen die Oberberger aber wohl nicht mehr haben. Fünf Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge weiterhin sechs Punkte. HC-Coach Ilja Schattner war nach dem Abpfiff trotzdem maßlos enttäuscht. Für Weiden war es der erste Auswärtssieg im elften Spiel. Zuvor hatte die Mannschaft von Thorben Doum und Andreas Schmitz nur zwei Remis in der Fremde geholt.

 

Wir hatten heute gar keine Einstellung und haben kaum einen Zweikampf gewonnen. In der Abwehr haben wir uns auch nicht geholfen. Mit 43 Gegentoren gewinnt man kein Spiel“, schimpfte Schattner in Richtung seiner Mannschaft und nahm nur seinen beiden Torhüter aus der Generalkritik heraus, die mit einer Quote von 25 Prozent noch eine solide Leistung zeigten. Dabei waren die Oberberger zunächst sogar mit 4:2 (7.) in Führung gegangen, verloren dann aber jeglichen spielerischen Faden. Über 5:8 (15.) und 7:14 (20.) lagen die Gastgeber zur Pause bereits mit 12:21 hoffnungslos zurück.

 

Weiden hat das gut gemacht. Sie hatten ein gutes Eins-gegen-Eins-Verhalten. Ich habe die Jungs im Vorfeld gewarnt, dass Weiden sich im Aufwärtstrend befindet. Das haben sie heute auch gezeigt“, meinte Schattner, der auch nach dem Seitenwechsel ein weitgehend einseitiges Spiel sah. Über 21:34 (48.) kassierte Gelpe/Strombach II seine dritthöchste Saisonniederlage. „So sind wir nicht ligatauglich. Ohne eine deutliche Leistungssteigerung werden wir diese Saison keine Punkte mehr holen“, ärgerte sich Schattner über den schwachen Auftritt seines Teams.

 

Gelpe/Strombach II: Lasse Jürges (7/1), Marius Euteneuer (5), Marius Mühlbeier (5/1), Fynn Schürmann, Ole Windhorst, Ben Schimanski (je 3) Jerome Dräger Julian Kolken, Leon Schuster (je 2), Patrick Martel, Mats Liebe (je 1).

 

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