Oberberg - Die Löwen kommen durch eine Autopanne erst zu spät in Königsdorf an und werden dann zerrupft - Auch Gelpe/Strombach II erlebt einen katastrophalen Nachmittag in Bonn.
TuS Königsdorf – HBD Löwen Oberberg 32:18 (15:11).
Pleiten, Pech und Pannen hieß es für die Oberliga-Handballer der HBD Löwen Oberberg bei ihrem Auswärtsmatch in Königsdorf. Wegen einer Autopanne trafen mehrere Spieler erst kurz vor dem Anpfiff in der Halle ein. Trainer Maik Thiele war sogar extra noch einmal losgefahren, um seine Spieler bei Bensberg einzusammeln. Das Match wurde deshalb mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen. „Eine optimale Spielvorbereitung sieht natürlich anders aus“, meinte der Löwen-Coach, wollte das aber nicht für den katastrophalen Auftritt seiner Mannschaft als Ausrede heranziehen.
Bis zum 4:3 (7.) hatten die Gäste schon einige Fehler gemacht und damit eine mögliche Anfangsführung weggeworfen. Die hohe Fehlerquote zog sich auch durch die restlichen 53 Minuten. Die Löwen-Statistiker notierten 18 technische und 20 Fehlwürfe. Thieles bissiger Kommentar: „Eine Angriffsquote von 33 Prozent ist 'eher geht so'. Einige Spieler waren heute mit dem Kopf nicht da.“ Nur mit der Defensivleistung konnte der Löwen-Coach leben. Über 11:4 (14.) und 12:9 (23.) ging es mit einem schmeichelhaften 15:11 in die Kabine. Nur die zehn Paraden von Torhüter Kevin Neese verhinderten Schlimmeres.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Löwen dann allerdings nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Selbst in doppelter Überzahl trafen die Oberberger nach der Pause nicht und kassierten im weiteren Verlauf selbst einige Zeitstrafen. Über 20:13 (42.) und 26:16 (51.) hatte Königsdorf leichtes Spiel. „Das hatte heute mit Oberliga-Handball von uns wenig zu tun. Diese Niederlage ist im Abstiegskampf nicht kriegsentscheidend, trotzdem wäre es schön gewesen, den Aufwärtstrend der vergangenen Woche zu bestätigen und nicht den nächsten Rückschlag hinnehmen zu müssen“, so Thiele, der mit seinem Team Zwölfter bleibt.
HBD Löwen: Tobias Weiler (5/1), Nils Welke (4), Anthony Hudak-Domokos, Ben Bening, Thorben Schneider (je 2), Fabio Brogno, Marko Köster, Elijah Prystaw (je 1).
TSV Bonn rrh. II – HC Gelpe/Strombach II 36:23 (22:8).
Auch Gelpe/Strombach II erlebte einen Nachmittag zum Vergessen. Trainer Ilja Schattner sprach von „einer katastrophalen ersten Hälfte“. Die Oberberger verschliefen schon die Anfangsminuten und liefen sofort einem 0:4-Rückstand (6.) hinterher. „Die Einstellung stimmte heute überhaupt nicht. Wir haben nie Zugriff aufs Spiel bekommen, nahezu jeden Zweikampf verloren und dazu extrem viele technische Fehler gemacht. Zu keinem Zeitpunkt haben wir umgesetzt, was wir wollten“, ärgerte sich Schattner, dessen Team zudem früh auf Fynn Schürmann verzichten musste.
Der Kreisläufer sah bereits in der 10. Minute die Rote Karte, nachdem er seinen Gegenspieler unglücklich im Gesicht getroffen hatte. Insgesamt war es aber eine äußerst faire Partie mit gerade einmal drei weiteren Zeitstrafen. Das lag allerdings auch daran, dass die HC-Reserve die Bonner nach Belieben spielen ließen. Über 8:2 (14.) nahm Schattner beim 14:4 (22.) bereits seine zweite Auszeit, konnte damit den Lauf der Gastgeber zum 22:8-Pausenstand aber auch kaum bremsen.
In der Kabine schien der HC-Coach dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Gäste agierten fortan mit einer 4:2-Deckung, später auch einer 3:3-Formation und stoppten den Bonner Angriffswirbel damit zumindest ein wenig. Zudem nutzte Schattner das bereits verlorene Spiel, um mit dem siebten Feldspieler zu experimentieren: „Das lief zwar noch nicht optimal, war heute aber eine gute Gelegenheit, dieses taktische Mittel einmal auszuprobieren“, meinte der Trainer. Über 26:14 (40.) und 32:19 (51.) plätscherte das Spiel seinem Ende entgegen. In der Tabelle bleiben die Oberberger weiter auf einem sicheren Mittelfeldplatz.
Gelpe/Strombach II: Karol Makowiecki (4), Marius Mühlbeier (4/4), Mikka Fischer, Jan Höfer, Patrick Martel (je 3), Jerome Dräger, Maurice Ginczek, Moritz Banaschewitz, Ole Windhorst, Yannick Quendler, Leon Schuster (je 1).
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