Gummersbach - Nach zwei starken Aufholjagden darf Gelpe/Strombach II gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg bis zur 56. Minute auf eine Überraschung hoffen - Am Ende setzt sich der Titelkandidat doch durch.
HC Gelpe/Strombach II – HSG Siebengebirge-Thomasberg 26:28 (14:14).
Genau für solche Spiele wurde der Begriff Arbeitssieg erfunden. Titelfavorit HSG Siebengebirge-Thomasberg musste im vorgezogenen Spiel des 15. Spieltags der Oberliga am Donnerstagabend lange gegen aufopferungsvoll kämpfende HC-Handballer um die Punkte zittern. Gelpe/Strombach bleibt nach dem Remis in Königsdorf in der Hinrunde damit weiter der Favoritenschreck der Liga. HC-Trainer Ilja Schattner war anschließend stolz auf sein Team. „Am Ende haben wir zwar verloren, aber mit unserer Leistung können wir heute sehr zufrieden sein. Wir mussten Rückstände verkraften, haben uns berappelt und haben das mannschaftlich richtig gut gelöst“, fand er.
Bis zum 4:3 (8.) lagen die Hausherren noch in Führung, ehe der Tabellenzweite seine Muskeln spielen ließ und mit einem 4:0-Run die Partie zum 4:7 (12.) drehte. Auch in der Folge war Siebengebirge in einem über weite Strecken typischen Wochenspiel die bessere Mannschaft. Die Gäste haderten immer wieder mit ihrer Wurfquote. HC-Torhüter Moritz Banaschewitz (9 Paraden) musste noch nicht einmal wirklich oft eingreifen, die Bälle flogen häufig an seinem Tor vorbei oder trafen Latte und Pfosten. Dass Gelpe/Strombach II zur Pause den 8:12-Rückstand (24.) zum 14:14 egalisiert hatte, wunderte nicht wenige unter den rund 40 Zuschauern in der Eugen-Haas-Halle.
Ihre schwächste Phase hatten die Oberberger nach der Pause. 17:23 hieß es nach 43 gespielten Minuten und nur wenig später verloren die Hausherren auch nach Fynn Schürmann nach der dritten Zeitstrafe. Doch der HC kämpfte sich über eine starke Abwehrleistung zurück und Schattner bewies ein goldenes Händchen mit der Einwechslung von Torhüter Marvin Röttel (6 Paraden/Quote: 43 Prozent). Über 23:24 (52.) durfte Gelpe/Strombach bis zum 25:26 (56.) noch von einer Überraschung träumen, in der Schlussphasen zeigten Simon Schlösser und Edgar Schulz aber ihre Qualitäten und brachten den Sieg für die Gäste nach Hause.
„Man hat heute die individuelle Klasse von ihnen gesehen. Selbst als wir sie ins Zeitspiel gezwungen haben, brach einer von ihnen mit seiner individuellen Klasse einfach durch. Schade, da war heute sogar mehr drin“, meinte Schattner, der mit seinem Team Siebter bleibt.
Gelpe/Strombach II: Jerome Dräger (5), Marius Mühlbeier (4), Maurice Ginczek (3), Fynn Schürmann, Mikka Fischer, Marius Euteneuer, Karol Makowiecki, Ben Schimanski, Julian Kolken (je 2), Philipe Ginczek (2/2).
KOMMENTARE
Jeder Nutzer dieser Kommentar-Funktion darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft. Sachlichkeit ist das Gebot. Wenn Sie auf Meinungen treffen, die Ihren Ansichten nicht entsprechen, sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Die Einstellung folgender Inhalte ist nicht zulässig: Inhalte, die vorsätzlich unsachlich oder unwahr sind, Urheberrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder verletzen könnten, pornographische, sittenwidrige oder sonstige anstößige Elemente sowie Beschimpfungen, Beleidigungen, die illegale und ethisch-moralisch problematische Inhalte enthalten, Jugendliche gefährden, beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen könnten, strafbarer oder verleumderischer Art sind, verfassungsfeindlich oder extremistisch sind oder von verbotenen Gruppierungen stammen.Links zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.