Oberberg - Die HBD Löwen Oberberg holen gegen Wölfe Voreifel in doppelter Unterzahl beinahe noch einen Drei-Tore-Rückstand auf - Gelpe/Strombach II bezwingt Birkesdorf (AKTUALISIERT).
HBD Löwen Oberberg – Wölfe Voreifel 27:28 (16:16).
Frustriert war Löwen-Trainer Maik Thiele nach der knappen 27:28-Heimniederlage seiner Oberliga-Handballer gegen Wölfe Voreifel: „Das war eine gute Leistung, aber am Ende können wir uns davon nichts kaufen. Die Punkte nehmen die Wölfe mit. Solche Spiele hatten wir diese Saison schon einige und haben bereits mindestens sechs Punkte liegen lassen.“ Die Zuschauer in der Bergneustädter Burstenhalle erlebten ein über 60 Minuten vollkommen ausgeglichenes Match zwischen dem oberbergischen Tabellenelften und dem Dritten aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Gäste waren ohne ihren Topstar Mike Ribbe angereist, gingen aber auch ohne den Shooter-Routinier ein hohes Tempo, womit die Löwen immer wieder Probleme hatten.
Über 6:3 (9.) kippte das Match zum 8:9 (16.). Den zwischenzeitlichen 12:14-Rückstand (25.) konnten die Hausherren aber bis zur Pause wieder egalisieren. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst bis zum 22:22 (43.) eng. Dann hatten die Wölfe eine starke Phase und setzten sich zum 22:25 (48.) ab. „Wir werfen zu viele Bälle weg, spielen schlechte Pässe oder verprellen den Ball“, analysierte Thiele, der auch mit den Schiedsrichtern insgesamt ein wenig haderte: „80 Prozent der 50:50-Entscheidungen fallen gegen uns aus. Fouls gegen uns blieben teilweise ungeahndet, auf der Gegenseite gab es immer noch den Freiwurf.“
In der Schlussphase wurde es dann hektisch: Marko Köster brachte die Löwen zunächst per Strafwurf wieder auf 25:27 (57.) heran. Im Gegenzug erarbeiteten sich die Wölfe einen Siebenmeter. Für das Foul bekam Nils Welke die dritte Zeitstrafe (Thiele: "Eigentlich kriegt 'Welko' den Arm seines Gegners ins Gesicht") und auch Thorben Schneider wurde wegen Meckerns auf die Strafbank geschickt. Der Strafwurf von Mario Esser zum 25:28 (58.) schien die Entscheidung zu sein. Doch nach dem 26:28-Anschlusstreffer (59.) von Tobias Mlynczak in doppelter Unterzahl vernagelte plötzlich Kevin Neese sein Tor, sodass die Löwen nach dem Treffer von Köster tatsächlich noch die Chance zum Ausgleich hatten. „Den letzten Angriff spielen wir aber schlecht aus“, so Thiele. „Wir haben gut gespielt, aber die Enttäuschung über die Niederlage überwiegt. Wir haben heute eine große Chance vertan.“
HBD Löwen: Tobias Weiler (8/6), Ben Bening (5), Tobias Mlynczak, Anthony Hudak-Domokos (je 4), Thorben Schneider (3), Marko Köster (2/1), Nils Welke (1).
HC Gelpe/Strombach II – TV Birkesdorf 35:34 (14:12).
Ein dickes Ausrufezeichen haben die Handballer des HC Gelpe/Strombach II zum Ende der Hinrunde im Kampf um den Klassenerhalt gesetzt. Durch den 35:34-Überraschungserfolg über den TV Birkesdorf beendet der Aufsteiger nicht nur die Hinserie mit einem ausgeglichenen 13:13-Punktekonto, sondern kann sogar fast schon mit den Planungen für den kommenden Sommer beginnen. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt satte acht Punkte. Trainer Ilja Schattner sprach nach dem Abpfiff davon, dass er die Situation derzeit genieße, aber weiter hart mit seiner Mannschaft arbeiten werde: „Wir performen als Team derzeit sehr gut. Mit der Hinrunde sind wir mehr als zufrieden, es sind mehr Punkte als wir uns erhofft haben.“
Das Match gegen Birkesdorf war von der ersten Sekunde an ein Abnutzungskampf auf beiden Seiten. Gelpe/Strombach führte fast durchgängig, konnte sich aber auch nie entscheidend absetzen. Die ersten Minuten waren geprägt von Moritz Banaschewitz. Der HC-Torhüter parierte die ersten sechs Würfe aus sein Tor. Und trotzdem lagen die Oberberger anfangs noch mit 1:2 (6.) zurück, was an der eigenen hohen Fehlerquote lag. Kein Wunder, dass Banaschewitz seine Vorderleute anblaffte, wie es sein könne, dass man einem Rückstand hinterherlief. Doch dann nahmen die Gastgeber auch offensiv Fahrt auf und verteidigten über 6:4 (13.) und 11:9 (24.) bis zur Pause eine knappe Führung.
Nach dem Seitenwechsel baute Gelpe/Strombach den Vorsprung phasenweise sogar auf drei Tore aus, Birkesdorf kam aber über 22:19 (41.) und 26:25 (49.) zum 29:29-Ausgleich (54.). Wild wurde es in den Schlussminuten. Zunächst ließ die HC-Reserve beim 34:33 (60.) einen Gegenstoß ungenutzt, fing anschließend aber den Birkesdorfer Angriff ab und erkämpfte sich einen Siebenmeter, den Lasse Jürges, der bei seinem Comeback direkt 60 Minuten durchspielen musste, nervenstark verwandelte. „Birkesdorf war die erwartet schwere Aufgabe. Wichtig war, dass wir immer cool geblieben sind, auch wenn der Gegner zum Ausgleich kam. Das macht uns derzeit einfach aus: Wir glauben an uns als Mannschaft“, so Schattner, der dem unermüdlich ackernden Leon Schuster ein Sonderlob ausstellte.
Gelpe/Strombach II: Marius Euteneuer (7), Lasse Jürges (7/2), Leon Schuster, Julian Kolken (je 5), Marius Mühlbeier, Jerome Dräger (je 3), Karol Makowiecki (2), Philipe Ginczek (2/2), Fynn Schürmann (1).
KOMMENTARE
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Beim Trainer M.Thiele sind immer die Schiris verantwortlich. Vielleicht mal einfach vernünftig trainieren. Der Kader ist eigentlich gut genug für die Oberliga.
SSV, 26.01.2026, 14:33 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.