HANDBALL
Verletzungsschock bei den Löwen: Neuer Abwehrchef fällt wochenlang aus
Oberberg - In der Regionalliga reist Gelpe/Strombach zum Duell der Gegensätze nach Mönchengladbach - Oberliga: Gummersbach II, Nümbrecht und Löwen auswärts gefordert - Verbandsliga: Oberwiehl vor harzfreier Pflichtaufgabe in Monheim.
Vorschau Regionalliga Männer
Borussia Mönchengladbach – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 18:45 Uhr).
Es fehlen: Lasse Jürges (Kreuzbandriss), Moritz Riedel (doppelter Handbruch).
Nach dem geglückten Saisonstart mit dem klaren 35:28-Heimsieg gegen Aufsteiger Langenfeld steht für die Regionalliga-Handballer des HC Gelpe/Strombach am Samstag das erste Auswärtsspiel an. Bei Borussia Mönchengladbach will das Team von Trainer Florian Greißner trotz einer kleinen Grippewelle im Kader unbedingt nachlegen. Wie wichtig das Auftaktprogramm für die Oberberger ist, hatte der neue HC-Coach schon im Sommer betont. Mit Langenfeld, Mönchengladbach, Aachen und Siebengebirge trifft Gelpe/Strombach an den ersten Spieltagen gleich auf mehrere Aufsteiger oder Teams, die sich vergangene Saison im Abstiegskampf befanden.
[Mit Fynn Schürmann verlässt der nächste Spieler den HC Gelpe/Strombach nach dem Rückzug der Oberliga-Reserve. Der Kreisläufer, an dem mehrere Teams interessiert waren, wechselt nach OA-Informationen zum Verbandsliga-Topteam HSG Rösrath/Forsbach.]
Mit seiner Pflichtspielpremiere ist Greißner natürlich zufrieden. Zwischenzeitlich hatten die HC-Handballer mit 13 Toren gegen Langenfeld geführt. „Über 40 Minuten war das wirklich dominant. Wir haben aber auch gesehen, dass es schwer wird, wenn wir zehn Prozent weniger abrufen. Wir müssen die Standards, die wir haben, konsequent abrufen“, sagt er. Auch Borussia Mönchengladbach ist mit einem Sieg in die neue Saison gestartet. Die Handball-Fohlen siegten überraschend deutlich bei der HSG Refrath/Hand mit 32:27. „Vollkommen verdient“, findet Greißner nach dem Videostudium der Partie: „Für manchen kam das Ergebnis überraschend, aber Mönchengladbach hat das wirklich gut gemacht und auf alles, was Refrath angeboten hat, sehr schnell Antworten gefunden.“
Dass die Partie am Niederrhein kein Selbstläufer wird, zeigt schon ein Blick auf die Ergebnisse aus der Vorsaison, als die Jahnhalle bereits eine echte Festung war, wo selbst die Spitzenteams der Liga reihenweise Probleme hatten und auch stolperten. Im Sommer verstärkten sich die Borussen zudem mit dem ehemaligen Bundesligaspieler David Hansen (35), der vom TV Aldekerk kommt. Im Rückraum, der mit vielen Kreuzungen arbeitet, wirbeln weiterhin Jordi Weisz und Niklas Weis. Bester Torschütze in Refrath war Rechtsaußen Niklas Berner mit acht Toren. Greißner spricht im Vorfeld von einem Duell der Gegensätze: „Wir als junge, schnelle Mannschaft und Mönchengladbach als sehr erfahrenes Team mit einer sehr stabilen Abwehr.“ (pn)
Vorschau Oberliga Männer
TV Palmersheim – VfL Gummersbach II (Samstag, 19:30 Uhr).
Als Unfall in der Entwicklung seiner Mannschaft bezeichnet Gummersbachs Trainer Joao Caracóis Palma die 21:22-Auftaktniederlage gegen MTV Köln. Der Regionalligaabsteiger machte gegen die Domstädter viele Fehler und versäumte es, den Sack frühzeitig zuzumachen. Köln lag nur ein einziges Mal in Führung – wenige Sekunden vor Schluss. „Wir müssen in manchen Situationen ruhiger agieren und nicht immer schnell abschließen. Dadurch haben wir nicht immer die richtige Antwort gehabt, die eigentlich vor uns lag“, sagt der Portugiese, der von einem Lernprozess spricht, den er mit seiner Mannschaft auch vollkommen offen besprochen habe. „Wir zahlen lieber jetzt dafür den Preis, als später in der Saison.“
Mit Palmersheim erwartet die Gummersbacher im ersten Auswärtsspiel der Saison allerdings eine ungleich kompliziertere Aufgabe. Der letztjährige Tabellenneunte hat im Sommer mit Simon Schlösser den Topshooter von Aufsteiger Siebengebirge verpflichten können. Mit René Lönenbach, dem letztjährigen Torschützenkönig Marius Schmitz und Neuzugang Schlösser hat das Team aus Euskirchen nun wahrscheinlich die beste Rückraumreihe der Liga beisammen. Zum Auftakt gewann Palmersheim mit 34:30 beim 1. FC Köln. Schlösser (10/5) und Schmitz (4) erzielten dabei fast die Hälfte der Tore. „Uns erwartet ein sehr physisches Team mit schnellen Spielern und eine aggressive Defensive“, sagt Caracóis Palma. (pn)
MTV Köln II – SSV Nümbrecht (Sonntag, 14 Uhr).
Es fehlen: Mats Weber, Lennart Last, Torben Lang (alle Verletzung), Mathis Pötzsch (Urlaub).
Einsatz fraglich: Hendrik Wilkens (krank).
Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen die TSV Bonn rrh. II erwartet Nümbrechts Handballer am Sonntag ein vollkommen anderer Gegner. Stand Bonn noch für bedingungslosen Tempohandball dürfte das Match in der Domstadt eher defensivgeprägt werden. „Das ist eine altgediente, unheimliche erfahrene Mannschaft mit sehr viel Spielwitz. Das wird ein komplett anderes Spiel. Da werden wir sehr viel geduldiger agieren müssen“, warnt SSV-Trainer Manuel Seinsche. Vor allem vor Torwartroutinier Robert Bremen-Evers und der MTV-Deckung hat er Respekt: „Wir werden Lösungen brauchen und viel für unsere Tore tun müssen.“
Die Kölner starteten mit einem überraschenden 22:21-Auswärtssieg beim VfL Gummersbach II in die neue Saison. Dabei konzentrierte sich das MTV-Angriffsspiel vor allem auf Pierre Georgius, Julius Pähler und Simon Förster, die zusammen 14 Tore erzielten. „Köln hat es dabei immer wieder geschafft, Lücken in der VfL-Deckung zu finden“, sagt Seinsche nach dem Videostudium. Die Nachbetrachtung auf den eigenen Heimauftakt fällt gemischt aus. Der Siege habe nach den durchwachsenen Auftritten in der Vorbereitung zwar gutgetan, „aber wir müssen noch beständiger werden. Noch haben wir zu viele Aufs und Abs“, sagt der SSV-Coach. Länger ausfallen wird Mats Weber (Foto). Das Kreisläufertalent muss an der Leiste operiert werden. Seinsche befürchtet eine Ausfallzeit von bis zu drei Monaten. (pn)
Longericher SC II – HBD Löwen Oberberg (Sonntag, 17 Uhr).
Es fehlen: Magnus Berscheid, Henrik Wunderlich (Knieprobleme), Tobias Damm (Bänderriss), Lars Rostalski (Muskelbündelriss).
Hiobsbotschaft für die HBD Löwen Oberberg. Abwehrchef Lars Rostalski (Foto) fällt mehrere Wochen aus. Der Sommerneuzugang zog sich beim Ligaauftakt gegen den TuS Königsdorf einen Muskelbündelriss in der Brust zu. Bei der oberbergischen Spielgemeinschaft rechnet man mit einer Ausfallzeit des Kreisläufers zwischen zwei und drei Monaten. Auch Gespräche mit einem potenziellen Neuzugang, der Rostalski hätte ersetzen können, führten zu keiner Einigung. Im Mittelblock wird damit in den kommenden Wochen mehr Verantwortung auf Tobias Mlyczak und Philip Sauer zukommen. Zudem rechnet Trainer Marijan Basic nun damit, noch mehr spielen zu müssen. „Gegen Königsdorf waren das etwa 20 Minuten. Ich fürchte, das wird nun noch mehr werden müssen“, sagt der Löwen-Coach, der im Sommer noch gehofft hatte, möglichst wenig selbst aufs Feld zu müssen.
Am Sonntag erwartet die oberbergische Spielgemeinschaft bereits am zweiten Spieltag ein echtes Vier-Punkte-Spiel. Den Longericher SC II sieht Basic als direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. „Wenn wir das nicht gewinnen, haben wir ein Problem“, will der Spielertrainer einen Fehlstart unbedingt vermeiden. Die Kölner, die am ersten Spieltag bei der 25:33-Auswärtsniederlage bei den Wölfen Voreifel vollkommen chancenlos waren und phasenweise einem 13-Tore-Rückstand hinterherliefen, bevorzugen eine offensive 3:2:1-Abwehr und haben ihre Stärken vor allem auf der linken Offensivseite. Bester Torschütze in Rheinbach war Ex-HC Gelpe/Strombach II-Spieler Ole Windhorst mit acht Toren. Von seinem Team erhofft sich Basic mehr Stabilität: „Wir dürfen nicht so viele falsche Entscheidungen treffen. Phasenweise war das gegen Königsdorf wirklich gut, aber wir haben unsere Chancen zu wenig genutzt und hatten drei Negativserien, die uns das Spiel gekostet haben.“ (pn)
Vorschau Verbandsliga Männer
SG Monheim – CVJM Oberwiehl (Samstag, 15:30 Uhr).
Es fehlen: Lukas Kirchner, Phil Nückel (beide Verletzung), Leon Binder (Aufbautraining), Jan Herhaus (Urlaub).
"Monheim ist nicht gerade unser Lieblingsspiel", räumt Christian Schüttenhelm freimütig ein. Dabei sind es vor allem die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen, die dem CVJM-Coach nicht gerade gut gefallen.
"Wir müssen ohne Harz spielen. Zudem ist es eine unangenehme Halle, weil es hinter den Toren keine Fangnetze gibt", sagt der Oberwiehler Übungsleiter und weiß natürlich, dass schnelles Konterspiel sehr schwierig, oft sogar unmöglich ist, weil man von der Wand abprallende Bälle nur selten schnell wieder ins Spiel bringen kann.
Allerdings hat der Handballlehrer ein Rezept, wie man in Monheim agieren sollte: "Es wird darauf ankommen, dass wir schon im gebundenen Angriffsspiel des Gegners aktiv Bälle gewinnen und dann über die erste und zweite Welle zu einfachen Treffern kommen." Schüttenhelm muss in der ersten Auswärtspartie der gerade angelaufenen Spielzeit gleich auf ein Quartett an Spielern verzichten. Keeper Lukas Kirchner sowie Phil Nückel sind verletzt, Leon Binder ist noch im Aufbautraining und Jan Herhaus weilt noch im Urlaub. (uk)
Das Spiel zwischen dem TV Wahlscheid und dem ATV Hückeswagen wird verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.
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