HANDBALL

Alles offen nach dem Hinspiel: VfL und THW trennen sich unentschieden

bm; 12.04.2026, 15:50 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung ---- Starke 16 Tore erzielte Hector Gand im Viertelfinalhinspiel gegen den THW Kiel.
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Alles offen nach dem Hinspiel: VfL und THW trennen sich unentschieden

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bm; 12.04.2026, 15:50 Uhr
Gummersbach - Offensiv überragt das Gummersbacher Trio Gand, Kersten und Rothe im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft – Nach einer Roten Karte gegen Abwehrchef Felix Hein verspielt die U17 eine klare Führung – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Benjamin Maus

 

VfL Gummersbach – THW Kiel 33:33 (22:16)

 

Vor dem Viertelfinalhinspiel der Deutschen Meisterschaft hatte Maciej Dmytruszynski den THW Kiel zum klaren Favoriten erklärt, doch er und die zahlreichen Fans in der SCHWALBE arena sahen im ersten Durchgang ein ganz anderes Bild. Die hochmotivierten Gummersbacher lieferten besonders offensiv eine Gala-Vorstellung ab, die auch ihren Trainer zum Schwärmen brachte: „In der ersten Halbzeit war es eine überragende Leistung. Wir sind mit viel Druck aus der guten Abwehr nach vorne gelaufen und haben viele Isoaltions-Zweikämpfe im Angriff gewonnen.“

 

[Nach der Roten Karte gegen Felix Hein verloren die Gummersbacher vollkommen den Faden. Aus einer 26:20-Führung wurde ein 26:27-Rückstand.]

 

Über 8:5 (9.) und 13:10 (17.) setze sich der Gastgeber immer weiter ab und führte in der 25. Minute mit 19:13, wobei sich alle Treffer bis dato nur auf Hector Gand, Luka Kersten und Sky Rothe verteilten. Gand und Kersten suchten immer wieder erfolgreiche Eins-gegen-Eins-Situationen, während Rothe eine starke Quote bei Außenwürfen und im Tempogegenstoß hatte. THW-Trainer Hendrik Hell zeigte sich aufgrund der immer wieder ähnlichen Gegentore unzufrieden mit der eigenen Deckung: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen und das, was wir uns defensiv vorgenommen haben, nicht auf die Platte bekommen. 22 Gegentore tun sehr weh.“

 

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Für die zweiten Hälfte hatte der Übungsleiter seinem Team dann einen neuen Plan an die Hand gegeben. Er stellte die Abwehrreihe auf eine 5:1-Formation um und verzichtete im Angriff auf einen Kreisläufer, sodass stattdessen ein vierter Rückraumspieler das VfL-Tor attackierte. Dennoch blieb der Vorsprung weiterhin bei fünf bis sechs Toren, bis Felix Hein bereits in der 37. Minute seine dritte Zeitstrafe erhielt und fortan zusehen musste.

 

[Sieben Tore gingen auf das Konto von Sky Rothe. Kiels Torhüter Tobias Leuchtl hielt lange Zeit kaum einen Ball, steigerte sich aber in der Schlussphase.]

 

„Kiel kommt besser aus der Kabine. Der Knackpunkt war sicherlich die Rote Karte gegen Felix Hein, unseren Abwehrchef. Wir haben vorne zu hektisch gespielt und zu viele individuelle Aktionen genommen. Die Jungs haben aber dann am Ende wieder gut gekämpft“, unterstrich auch Dmytruszynski die Wichtigkeit des Innenblockers. Infolgedessen kippte die Partie und die Kieler kamen über 26:23 (44.) schnell zum 26:26-Ausgleich (48.).

 

[Luka Kersten rieb sich gegen Kiels Abwehr ständig auf. Die Mannschaft wurde von der Halle immer wieder angepeitscht.]

 

Ihr Trainer Hell zeigte sich glücklich über die Aufholjagd: „In der zweiten Halbzeit haben wir das in der Abwehrmitte offensiver gelöst und sind früher in die Helferkette gekommen. Im Angriff hatten wir mehr Spielfluss und dadurch bessere Torchancen.“ Beim 29:31 (55.) drohte das Spiel endgültig zu entgleiten, doch der VfL Gummersbach bewies Moral und erreichte schlussendlich ein 33:33-Unentschieden.

 

„Nach der überragenden ersten Halbzeit sind die Jungs ein bisschen enttäuscht, aber ich bin trotzdem stolz. Das Publikum hat uns gepusht, solche Spiele machen wirklich Spaß“, resümierte Dmytruszynski, der sich nun mit seiner Mannschaft auf das alles entscheidende Rückspiel in Kiel (Sonntag, 15 Uhr) vorbereiten wird.

 

Gummersbach: Hector Gand (16), Luka Kersten, Sky Rothe (je 7), Maximilian Lühr, Felix Hein (je 1), Tom Loosen (1/1).

 

Ergebnisse Viertelfinale Deutsche Meisterschaft

 

 

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