HANDBALL
Gummersbach ist zurück in der Bundesliga
Gummersbach - Endlich wieder erstklassig: Im dritten Anlauf gelingt der Handballakademie des VfL Gummersbach wieder der Sprung in die 1. Jugendbundesliga – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
Von Benjamin Maus
Vor zwei Jahren wurde in der männlichen A-Jugend die Unterteilung in erste und zweite Jugendbundesliga eingeführt, sodass sich nur noch 20 Vereine in der obersten Etage miteinander messen dürfen. Nachdem dem VfL Gummersbach der Zutritt zweimal verwehrt blieb, hat es die U19 mit ihrem neuen Trainer Joao Caracois Palma nun endlich geschafft. „Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs. Wir sind mit der richtigen Mentalität hier angekommen“, so der glückliche Übungsleiter.
Beim Qualifikationsturnier in Ludwigshafen gelang ein perfekter Auftakt. Im ersten Spiel gegen den Gastgeber HLZ Friesenheim-Hochdorf führte der VfL bereits zur Halbzeit mit 14:12 und legte dann einen unwiderstehlichen Lauf zum 29:21-Endstand hin. Besonders die vielen Paraden von Tjorven Knackstedt, der auch den letzten Treffer erzielte, und neun Tore von Hector Gand sorgten gegen den letztjährigen Erstligisten für die Entscheidung.
Voller Selbstvertrauen starteten die Gummersbacher in die zweite Partie gegen HT München. In Erinnerung an den 32:19-Sieg aus der Vorwoche im ersten Qualifikationsturnier entwickelte sich erneut ein klares Spiel. Über 10:6 (15.) und 18:11 (26.) mussten sich die Bayern mit einer 17:24-Niederlage abfinden. Damit war der Sprung in die Bundesliga schon nach dem Samstag geschafft.
Als Tabellenführer starteten die Schützlinge von Caracois Palma auch in den zweiten Tag, der zunächst die Partie gegen den ebenfalls ungeschlagenen TV Bissendorf-Holte auf den Plan rief. Der Trainer war bis dato zufrieden: „Nach dem ersten Tag wussten wir bereits, dass wir qualifiziert sind. Das hat geholfen etwas lockerer zu spielen.“ Die Oberberger übernahmen direkt die Führung und verteidigten sie immer wieder gegen die schnellen Angriffe der Niedersachsen. Mit dem 25:22-Sieg war klar, dass ihnen der erste Platz nicht mehr zu nehmen ist.
Mit deutlich mehr Wechseln im letzten, bedeutungslosen Spiel gegen die DJK SF Budenheim gab es dann noch die einzige Niederlage des Turniers. Beim 21:21 (32.) war zwar noch alles möglich, aber Budenheim hatte den längeren Atem und siegte mit 25:23.
Trainer Caracois Palma lobte seine Spieler für den insgesamt konstanten Auftritt: „ Wir sind glücklich, dass der Verein es geschafft hat. Das ist nicht meine Leistung, sondern die Leistung des Vereins und das ist am wichtigsten. Das ist jetzt ein großer Schritt nach vorne für die Akademie. Es wird eine sehr, sehr herausfordernde Saison und wir müssen viel arbeiten.“ Nach der langen Sommerpause dürfen sich die oberbergischen Handballfans erstmals auf 1. Jugendbundesliga-Spiele in der SCHWALBE Arena freuen.
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