Oberberg - In der U15-Regionalliga holt Gummersbachs Akademieteam den ersten Saisonsieg - Weibliche U19-Regionalliga: Löwen mit mehr Mühe als erwartet - Marienheide/Müllenbach zerpflückt überforderten Gegner.
Regionalliga männliche B-Jugend
TSV Bayer Dormagen II – VfL Gummersbach II 26:22 (10:11).
Auch wenn Gummersbachs U17 II-Handballer im Mittelrheinderby in Dormagen die fünfte Niederlage im sechsten Spiel kassierten, war Trainer Joao Palma nach dem Abpfiff nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Ich wollte von den Jungs eine Reaktion auf die Leistung in Bonn sehen und ich habe eine gute Antwort bekommen“, urteilte der Portugiese nach dem Abpfiff. Gummersbach trat unter erschwerten Bedingungen an. Den Oberbergern standen nur zehn Spieler zur Verfügung. Dormagen erwischte zwar den besseren Start zum 4:1 (7.), die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln und konterten zum 5:6 (13.).
Auch zur Pause blieb das Match eng. Über 8:7 (17.) ging es mit einem 10:11 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel sorgten dann die einzigen beiden Gummersbacher Zeitstrafen dafür, dass Dormagen die Partie erneut zum 16:13 (34.) kippte. Zwar verteilten die Schiedsrichter nun auch zwei Zeitstrafen an Dormagen, die Gäste konnten diese allerdings nicht so konsequent nutzen, sodass das Bayer-Team über 19:16 (40.) und 24:18 (46.) einen nicht mehr gefährdeten Sieg holte. „Defensiv standen wir heute wesentlich kompakter. Offensiv fehlte noch die Effektivität, insgesamt war das aber deutlich besser als in der Vorwoche“, sprach Palma von einem positiven Auftritt.
Gummersbach II: Fabian Mands (11), Elias Hötte (4), Alessio Gallina, Julius Leuenberg (je 2), Maurice Steffan (2/1), Ruben Viebahn (1).
Regionalliga männliche C-Jugend
HC Weiden – VfL Gummersbach 28:41 (14:16).
Bis zum sechsten Spieltag mussten Gummersbach U15-Handballer auf den ersten Saisonsieg warten. Im Duell der beiden bislang punktlosen Teams gelang dem VfL nun endlich der erhoffte doppelte Punktgewinn. „Die Freude war natürlich riesig groß“, sprach Trainer Jörg Bohrmann von einer disziplinierten Leistung seiner Mannschaft, die auch in der Höhe verdient gewonnen habe. Bis zur Pause entwickelte sich zunächst aber ein offenes Match, in dem Gummersbach über 3:6 (9.) und 5:9 (13.) zwar sofort in Führung ging, Weiden sich anschließend über 13:13 (19.) aber auch nicht abschütteln ließ.
Den zweiten Durchgang dominierten die Oberberger dann aber nach Belieben. Aufbauend auf einer kompakten Defensive und einer starken Torhüterleistung liefen die Gäste nun zahlreiche Gegenstöße. Die Tore fielen über 15:21 (30.) und 20:29 (40.) bis zum 28:41-Enstand im Minutentakt. „Die Mannschaft hat das richtig gut gelöst und jeder Spieler hat seinen Teil beigetragen“, so Bohrmann. Die Gummersbacher bleiben trotz des Sieges Vorletzter, haben in zwei Wochen im Heimspiel gegen den Drittletzten HSG Siebengebirge-Thomasberg (3:7 Punkte) aber die Gelegenheit, weiter in der Tabelle zu klettern.
Gummersbach: Erik Tebyl (11), Kimon Anthimou (7), Maurice Kört (5/1), Louis Ederer, Alessandro Ricken (je 4), Constantin Dohmen (3), Pepe Lemmer, Toni Franz, Ben Kopp (je 2), Connor Baum (1/1).
Regionalliga weibliche A-Jugend
Bonner JSG – HBD Löwen Oberberg 26:31 (11:18).
„Achterbahnfahrt der Gefühle mit Happy End“, nannte Löwen-Trainer Achim Eckstein den 31:26-Auswärtserfolg bei der Bonner JSG, der weit mehr war als ein Selbstläufer. Die Löwen mussten ihre Kräfte dosieren, da im Anschluss noch das Frauen-Oberligamatch in Solingen auf dem Programm stand. Die Gäste begannen aber konzentriert und bauten ihre Führung über 1:4 (5.) und 6:11 (12.) bis zum 11:18-Pausenstand aus.
Die Gedanken, das Spiel bereits jetzt ad acta zu legen, waren allerdings deutlich verfrüht. Zwar erhöhten die Gäste direkt zum 11:19 (31.) anschließend gelang allerdings zehn Minuten gar nichts mehr. Laut Eckstein sorgten die Schiedsrichter nun mit "einigen völlig unerklärlichen Entscheidungen" dafür, dass die Partie immer hektischer wurde und Bonn zum 20:20-Ausgleich (41.) kam.
[Foto: privat.]
Die Löwen besannen sich anschließend aber wieder und erhöhten zum 20:23 (44.). Über 24:26 (53.) und 26:28 (57.) blieb es dennoch ein Zittern fast bis zum Schluss. Die überragende Jessy Kuxdorf (13 Tore) zerstörte mit ihren beiden Treffern aber alle Bonner Hoffnungen auf eine Überraschung. „Wir wussten, dass der Tag anstrengend werden würde und sind daher sehr konzentriert in die Partie gegangen. Bis zum Pausenpfiff lief alles nach Plan. Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit war jedoch zum Vergessen: Wir haben uns von der allgemeinen Hektik anstecken lassen und den Faden zwischenzeitlich völlig verloren, haben diesen jedoch glücklicherweise rechtzeitig wiedergefunden“, so Eckstein.
HBD Löwen: Jessy Kuxdorf (13/3), Lina Kuxdorf (6/1), Amelie Probst (4), Trishika Ketheeswarathas, Sophie Selter (je 3), Emma Brand (2/1).
HSG Marienheide/Müllenbach - BTB Aachen 40:13 (20:7).
Nicht den Hauch eine Chance ließen die U19-Handballerinnen der HSG Marienheide/Müllenbach dem Liga-Neuling BTB Aachen. Schon nach acht gespielten Minuten lag die Mannschaft von Jennifer und Michael Debus mit 7:1 in Führung und ließ auch in der Folge nicht locker. Zweistellig wurde es erstmals beim 14:4 (19.). Und auch nach dem Seitenwechsel gaben die HSG-Handballerinnen weiter Gas.
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[Foto: privat.]
Beim 27:7 (42.) wurde die 20-Tore-Marke geknackt und der Vorsprung gegen den überforderten Tabellenneunten bis zum Abpfiff immer weiter ausgebaut. Michael Debus lobte anschließend die starke Abwehr, über die immer wieder Schnellangriffe gefahren wurden. Fast alle Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein, auch Torhüterin Jule Steinbach war mit 16 Paraden ein gewohnt zuverlässiger Rückhalt. „Besonders hervorhebenswert ist heute die geringe Fehler- und Fehlwurfquote und dass die Mannschaft nach der Pause nicht nachgelassen hat“, so Debus.
Marienheide/Müllenbach: Enya Breier (8), Emily Hebekus, Elodie Hilbring, Hanna Ruhe (je 6), Tiara Siemerkus, Marie Weingärtner (je 5), Mira Lynn Nieborowski (3), Joline Debus (1).
Regionalliga weibliche C-Jugend
HSV Solingen-Gräfrath – HC Gelpe/Strombach 37:23 (15:13).
Nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche sind die U15-Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach wieder im harten Ligaalltag angekommen. Das Team von Anja Kuba kassierte in Solingen eine deftige 23:37-Klatsche. Schon die Anfangsminuten verschliefen die Oberbergerinnen und lagen nach vielen Fehlern nach neun Minuten mit 4:8 hinten. Nach einer Kuba-Auszeit fingen sich die Gäste aber, kamen zum 8:8-Ausgleich (14.) und blieben auch bis zur Pause über 12:9 (20.) und 14:13 (25.) in Schlagdistanz.
Solingen-Gräfrath hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine Deckung umgestellt. Kuba versuchte in der Kabine ihre Spielerinnen darauf einzustellen, das misslang allerdings. Gelpe/Strombach erlaubte sich nun zahlreiche technische Fehler, betrieb kaum noch Spielaufbau und nahm sich mehrfach überhastete Abschlüsse. Und auch defensiv fehlte es an der Beinarbeit und der notwendigen Bereitschaft zum Verschieben gegen die agilen HSV-Spielerinnen, die über 24:16 (35.) und 32:21 (44.) Tor um Tor davonzogen. Für Kuba fiel die Niederlage zwar deutlich zu hoch aus, war allerdings absolut verdient: „Solingen hat das auch einfach wirklich gut gemacht. Wir müssen das Spiel nun abhaken und uns auf die nächste Aufgabe vorbereiten.“
Gelpe/Strombach: Jana Weimann (8), Leonie Köhler (6), Lola Murfuni, Pauline Krüger (je 3), Hannah Gumprecht, Naelle Gerdris Bogning Fadam, Elly Kuba (je 1).
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