HANDBALL

Nümbrecht feiert nach Zittersieg den Klassenerhalt

thg; 12.04.2026, 13:10 Uhr
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Nümbrecht feiert nach Zittersieg den Klassenerhalt

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thg; 12.04.2026, 13:10 Uhr
​​​​​​​Oberberg – Die Handballerinnen des SSV Nümbrecht feiern nach großem Vorsprung einen Zittersieg beim Aufsteiger Witzhelden, der Klassenerhalt ist damit in trockene Tücher gebracht – Der HC Gelpe/Strombach kommt im letzten Heimspiel gegen die TSV Bonn rrh. unter die Räder (AKTUALISIERT).

Von Thomas Giesen

 

TV Witzhelden – SSV Nümbrecht 29:31 (10:18.).

 

Die Nümbrechterinnen haben den Regionalliga-Klassenerhalt geschafft. Dank des Zittersieges beim Aufsteiger aus Witzhelden und der Niederlage des TV Beyeröhde bei TD Lank ist den Nümbrechterinnen der Klassenverbleib nicht mehr zu nehmen. „Ich bin natürlich maximal stolz auf meine Mannschaft, dass wir das trotz der vielen Ausfälle, die wir hatten, geschafft haben. Ich glaube, dass nur wenige davon ausgegangen sind, dass wir das schaffen können. Ich freue mich sehr“, war Nümbrechts Trainerin Martina Duckart begeistert.

 

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Nach der ersten Hälfte sah es sogar danach aus, als würden die Nümbrechterinnen ihre Hausaufgabe in mehr als lockerer Manier erledigen. 5:1 führte der SSV nach fünf Minuten und baute den Vorsprung bis zur Pause auf acht Tore aus. „Wir sind sehr stark in die erste Halbzeit gestartet. Die ganze erste Hälfte war richtig gut. Wir haben das Tempo mitgenommen und haben unsere Chancen konsequent genutzt. In der Abwehr haben wir gut zugepackt. Die Tore von Witzhelden sind nur entstanden, wenn wir den letzten Schritt nicht gemacht haben. Wir haben in der ersten Halbzeit alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Dass wir zwischenzeitlich mit neun Toren geführt haben, war nur folgerichtig. Wir haben das sehr konsequent runtergespielt, hatten bei dem ein oder anderen Wurf auch ein bisschen Glück, aber der Halbzeitstand war mehr als verdient“, bilanzierte Duckart.

 

„In der Halbzeitpause habe ich noch gewarnt, dass sich der Gegner in seinem letzten Heimspiel sicher nicht einfach geschlagen geben wird und wir uns auf dem schönen Polster nicht ausruhen dürfen. Wir sind dann auch gut aus der Kabine gekommen, hatten aber aus unerfindlichen Gründen einen Bruch im Spiel. Vorne haben wir unsere Würfe nicht mehr gut genutzt und auch in Situationen abgeschlossen, die nicht optimal waren und Witzhelden hat das genutzt, um über die erste und zweite Welle die Tore zu machen“, schilderte Duckart den weiteren Spielverlauf. Beim 21:17 (39.) deutete sich bereits an, dass die Punkte noch längst nicht eingetütet sind, zu Beginn der Crunchtime drohte dann das Fiasko, als die Leichlinger zum 24:24 ausglichen (49.). „Wir haben es geschafft, dass der Gegner nie in Führung gegangen ist. Das war mental sehr wichtig für uns. Das Spiel hätte sonst kippen können. Die Mädels sind aber ruhig geblieben“, erklärte Duckart.

 

Bis zum 29:29 (58.) lieferten sich die beiden Teams einen hart umkämpften Schlagabtausch, ehe Sabrina Kirchhoff und Laura Harscheid den Sack zumachten. Kirchhoff erhielt von Duckart wegen ihrer zehn Feldtore ein Sonderlob, darüber hinaus sprach sie von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Am Mittwoch steht für die Nümbrechterinnen noch das verlegte Spiel bei Treudeutsch Lank auf dem Programm (20:30 Uhr), ehe am letzten Spieltag der HC Gelpe/Strombach beim SSV gastiert.

 

SSV Nümbrecht: Sabrina Kirchhoff (10), Lotta Werthenbach (6), Lara Schmalenbach (5), Laura Harscheid (4/1), Sandra Fischer, Elena Seiffarth (je 3).

 

 

HC Gelpe/Strombach – TSV Bonn rrh. 22:33 (10:15).

 

Den letzten Auftritt in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle hatte sich David Hoffmann anders vorgestellt. Der Trainer des HC Gelpe/Strombach verlässt den Klub am Ende der Saison und wünschte sich einen erfolgreichen Abschluss der Heimspiele. „Das ist natürlich eine große Enttäuschung, die wir heute im letzten Heimspiel der Saison hinnehmen mussten. Auf diese Art und Weise und in dieser Höhe zu verlieren, tut sehr weh. Es ist eine verdiente Niederlage, das muss man so deutlich sagen. Bonn war heute in den Belangen, auf die es im Handball ankommt, einfach besser als wir“, wollte der scheidende Coach nichts schönreden.

 

Der Auftakt verlief noch ausgeglichen. Bis zum 5:5 (8.) blieben die Kontrahentinnen auf Augenhöhe, dann verloren die HC-Frauen den Faden. Über 5:9 (15.) und 6:12 (21.) drohte die Partie völlig aus den Fugen zu geraten, ehe die Gastgeberinnen wieder in Tritt kamen. Vier Tore in Folge bedeuteten Schadensbegrenzung, bis zur Pause handelte man sich aber erneut einen großen Rückstand ein. Nach dem Seitenwechsel hate man den Bonnerinnen dann nur noch wenig entgegenzusetzen. Lediglich fünf Treffer erzielten die Gastgeberinnen in 17 Minuten und gerieten mit 15:24 in Rückstand. Die Entscheidung war damit frühzeitig gefallen.

 

„Wir haben es über die komplette Spielzeit nicht geschafft, konstant das aufs Feld zu bringen, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben weder offensiv noch defensiv so gearbeitet, wie wir es können und auch schon bewiesen haben. Das ist eine Enttäuschung. Wir wollten uns anders verabschieden von unseren Fans. Das werden wir versuchen so gut es geht, aufzuarbeiten und wollen in Kempen ein anderes Gesicht zu zeigen“, blickte Hoffmann schon auf das Nachholspiel am Mittwoch beim Tabellenletzten VT Kempen (20:15 Uhr). „Wir wollen alles dafür tun, diesen Niederschlag zu verarbeiten und wegzustecken, wie sich das für eine Mannschaft gehört. Es sind noch vier Punkte zu vergeben, die wollen wir haben.“

 

HC Gelpe/Strombach: Denise Szakacs (6), Desiree Horn (3), Leonie Wlodarek (3/1), Celine Blumberg (3/2), Marlin Keuper, Kathleen Hertes (je 2), Katharina Scherer, Zoe Viebahn, Meike Domnik (je 1).

 

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