HANDBALL
Nümbrecht landet Big Points im Abstiegskampf – Gelpe/Strombach lässt sich die Butter vom Brot nehmen
Oberberg – Die Handballerinnen des SSV Nümbrecht besiegen die Reserve des TV Aldekerk und machen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt – Der HC Gelpe/Strombach führt bis kurz vor dem Ende und lässt sich von Königshof doch noch die Punkte wegnehmen.
Von Thomas Giesen
SSV Nümbrecht – TV Aldekerk II 34:28 (19:14).
Die Nümbrechterinnen haben einen großen Schritt in Richtung Regionalligaklassenerhalt gemacht. Gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Aldekerker Zweitvertretung landete das Team von Trainerin Martina Duckart einen ungefährdeten Sieg. „Wir haben heute Big Points gemacht gegen einen direkten Konkurrenten. In der Tabelle ist alles möglich, wie man an dem Sieg von Biefang gegen Lank sieht. Jeder kann jeden schlagen. Deshalb waren die Punkte gegen Aldekerk super wichtig“, war Duckart vom Ergebnis begeistert.
Die Nümbrechterinnen erwischten einen guten Start in die Begegnung und führten in Minute acht mit 8:3. Von 13:11 (20.) schraubten die Gastgeberinnen das Ergebnis zwischenzeitlich auf 18:11 (25.) hoch, ließen die Niederrheinerinnen aber bis zur Pause noch einmal herankommen. Dass das Ergebnis bis zur Halbzeitsirene nicht noch knapper ausfiel war vor allem Torfrau Anna Meißner zu verdanken, die trotz nur mäßiger Unterstützung aus der eigenen Abwehrreihe, eine Vielzahl von Paraden zeigte. Duckart gefiel das gar nicht. „Anna hat uns da gerettet. An der Abwehr lag das nicht. Sie hat überragend gehalten, Bälle sogar gefangen und Siebenmeter gehalten. Es war Wahnsinn, was die heute gehalten hat“, so die Trainerin.
[Lara Schmalenbach traf fünfmal für die Nümbrechterinnen.]
„Wir hatten ein sehr gutes Umschaltspiel und haben viele Tore aus der ersten und zweiten Welle gemacht. Dadurch konnten wir uns einen Abstand herausspielen und hinten vielleicht etwas mehr ausruhen, als sonst. Aber wir haben nicht immer den letzten Schritt gemacht oder waren zu spät dran. Wir waren zu faul und haben deshalb auch zu viele Zwei-Minuten-Strafen kassiert.“ In der Kabine folgte eine knackige Ansprache: „Ich habe gesagt, dass mir das zu wenig Kampf ist. Wir stecken im Abstiegskampf. Da brauchen wir Willen“, berichtete Duckart, deren Equipe offenbar gut zugehört hatte. Plötzlich packten die Nümbrechterinnen konsequenter zu, trafen weiterhin konstant in den Gegenstößen und legten eine Sechs-Tore-Serie auf die Platte. Über 25:14 (38.) und 29:18 (45.) ging es in die Schlussphase der Begegnung, die zu diesem Zeitpunkt längst entschieden war.
[Lotta Werthenbach gelangen fünf Tore für den SSV Nümbrecht gegen die Zweitvertretung des TV Aldekerk.)
„Bei uns kam ein bisschen Schlendrian rein. Ich muss aber auch die Aldekerkerinnen loben. Das ist eine super junge Mannschaft und die haben um jedes Tor gekämpft. Das sieht man nicht so häufig“, hatte Duckart auch Worte für die Gäste übrig. Am Dienstag (20:15 Uhr) steht für die Nümbrechterinnen nun das Kreispokalhalbfinale auf dem Programm. Gegnerinnen in der Bergneustädter Burstenhalle sind die Löwen Oberberg. „Deswegen fehlt uns eine Trainingseinheit und die angeschlagenen Spielerinnen können sich nicht richtig erholen“, blickte Duckart ein wenig sorgenvoll auf die nächste Aufgabe im Regionalligaabstiegskampf gegen den TV Biefang am kommenden Samstag.
SSV Nümbrecht: Elena Seiffarth (7), Sabrina Kirchhoff (6), Lara Schmalenbach, Lotta Wertenbach (je 5), Laura Harscheid (4/4), Sandra Fischer (3), Finja Hock (2), Maren Büker, Mathilda Baum (je 1).
HC Gelpe/Strombach – Adler Königshof 21:22 (9:10).
Die Gelpe/Strombacherinnen mussten eine bittere Niederlage einstecken. Wenige Minuten vor der Schlusssirene noch in Führung kassierten die Gastgeberinnen in der Crunchtime vier Gegentore in Folge und standen plötzlich mit leeren Händen da. „Es ist eine sehr unglückliche Niederlage, die wir heute einstecken mussten. In meinen Augen haben wir es uns durch eigene Fehler, technische Fehler und Fehlwürfe, selbst zuzuschreiben“, wollte HC-Trainer David Hoffmann nichts schönreden.
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[Laura Harscheid verwandelte vier von fünf Siebenmetern für die Nümbrechterinnen.]
Die Gelpe/Strombacherinnen legten einen schwachen Start hin und lagen in Minute acht 1:3 zurück, bis man die Partie halbwegs in den Griff bekam. Über 4:3 (12.) ging es auf Augenhöhe durch den ersten Abschnitt. Dabei überzeugten beide Teams mit ihren Abwehrreihen. Ein Handballleckerbissen entwickelte sich dabei nicht. „Wir haben uns sehr schwer getan, Torchancen herauszuspielen, weil der Gegner eine sehr gute Abwehr gestellt hat. Und wenn wir dann mal frei waren, dann sind wir beim Abschluss zu oft gescheitert“, sagte Hoffmann, dessen Team mit einem Tor Rückstand in die Halbzeit ging. Der Start in den zweiten Durchgang lief für die Gelpe/Strombacherinnen deutlich besser. 15:11 führten die Gastgeberinnen, doch die Königshoferinnen ließen sich nicht abschütteln und verkürzten zwischenzeitlich auf 14:15 (45.).
Erneut gelang es dem HC, sich auf 17:14 (48.) abzusetzen und den Vorsprung sogar bis weit in die Crunchtime zu verteidigen, aber wieder ließen sich die Gummersbacherinnen die Butter noch vom Brot nehmen. Über 19:16 (54.) und 20:18 (56.) ging es in die letzten Minuten, in denen nicht mehr viel zusammenlief. Mit vier Treffern in Serie zum 20:22 bogen die Gäste die Partie noch um und entführten die Punkte. „Wir kommen gut aus der Pause und hatten in der Phase die Chance, auf fünf oder sogar sechs Tore wegzuziehen. Aber haben die Chance verpasst, weil wir vorne zu viele Möglichkeiten liegengelassen haben. Wir haben den Gegner im Spiel gelassen“, so Hoffmann, den das Problem schon länger begleitet.
„Das zieht sich schon durch die gesamte Saison und heute hat uns das die Punkte gekostet. Defensiv haben wir aber ein sehr gutes Spiel gemacht. Mit 22 Gegentoren kann ich gut leben.“ Überraschend waren vor der Begegnung zwei Neuzugänge aufgetaucht. Mit Kathleen Hertes, die bereits Zweit- und Drittligaerfahrung hat sowie Viktoria Viebahn, ebenfalls ehemalige Drittligaspielerin, wurden aufgrund der angespannten Personallage zwei Handballerinnen reaktiviert.
HC Gelpe/Strombach: Celine Blumberg (7/5), Denise Szakacs (5), Marlin Keuper (3), Zoe Viebahn (2), Kathleen Hertes, Merle Schreibelmayer, Victoria Viebahn, Meike Domnick (je 1).
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