HANDBALL
Nümbrecht siegt im Kellerduell - Königsdorf zu stark für HCGS
Oberberg - Die Handballerinnen des SSV Nümbrecht machen mit dem Sieg gegen den TV Beyeröhde einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt - Der HC Gelpe/Strombach unterliegt Primus Königsdorf deutlich (AKTUALISIERT).
Von Thomas Giesen
SSV Nümbrecht – TV Beyeröhde 32:23 (14:10).
Die Nümbrechterinnen sind einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gegangen. Im Regionalliga-Kellerduell gelang gegen die Wuppertalerinnen die Revanche für das verlorene Hinspiel. „Wir haben sehr hoch gewonnen und ich glaube auch, dass der Sieg in der Höhe absolut berechtigt ist. Wir haben von der ersten Sekunde an gekämpft“, zeigte sich Nümbrechts Trainerin Martina Duckart begeistert vom Auftritt ihrer Mannschaft, die sich schnell einen komfortablen Vorsprung herausspielte. 8:2 hieß es nach 13 Minuten, doch die Gäste ließen sich nicht sofort abschütteln. Über 11:8 (23.) ging es mit vier Toren Vorsprung in die Pause.
„Wir haben von Beginn an das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben es geschafft, die Kreise von Jana Brandt einzugrenzen“, erklärte Duckart und lobte Elena Seiffarth, die aus einer 6:0-Deckung heraus attackierte, wenn die 17-Jährige Jugendnationalspielerin in Ballbesitz kam. Bis auf den Treffer zum 1:0 gelang der Toptorschützin der vergangenen und auch aktuellen Regionalligasaison im ersten Durchgang kein weiterer mehr. Gegen die lang ausgespielten Angriffe der Gäste zeigten sich die Nümbrechterinnen meist konzentriert, schafften es aber gelegentlich nicht, die leichten Tore zu machen. „Unser Tempospiel konnten wir gut aufziehen, aber die zweite Welle war etwas verhalten, da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Aber die Abwehrarbeit war sehr anstrengend, da ist es verständlich, dass man mal etwas langsamer nach vorne läuft“, so Duckart, die auch Kritikpunkte im Angriff fand.
„Im gebundenen Spiel haben wir phasenweise zu viel quer gespielt und sind nicht in die Tiefe gegangen, dorthin, wo es wehtut. Auch mit einigen Chancen sind wir nicht gut umgegangen. Klar, wir hatten mit vier Toren ein schönes Polster, aber im Handball ist das nicht viel, wenn noch 30 Minuten zu gehen sind. Das kann sich immer rächen“, mahnte Duckart in der Halbzeitpause und traf offenbar den richtigen Ton. Die Nümbrechterinnen kamen fokussiert aus der Kabine, kassierten aber schnell Hinausstellungen gegen Sabrina Kirchhoff und Lara Schmalenbach und Beyeröhde verkürzte auf 14:16 (37.). Wieder komplett, übernahmen die Gastgeberinnen aber ebenso schnell wieder das Kommando und zogen über 19:14 (41.) auf 24:16 (45.) davon. „Wir haben in der Abwehr über 60 Minuten nicht nachgelassen, egal wer gespielt hat. Die erste und zweite Welle sind wir viel konstanter gelaufen. Das war schon eine sehr starke Leistung“, war Duckart hochzufrieden mit dem Auftritt ihrer Mannschaft, die im weiteren Spielverlauf nichts mehr anbrennen ließ.
Mit dem klaren Erfolg kletterten die Nümbrechterinnen auf Platz sieben der Tabelle. „Wir haben den Abstiegskampf angenommen. Man merkt, dass wir mental viel weiter sind als noch bei der letzten Regionalligasaison. Wir haben uns als Mannschaft gefunden und treten sehr geschlossen auf. Wir lassen uns auch nach schlechten Aktionen nicht unterkriegen. Das ist gerade im Abstiegskampf super wichtig. Wenn man sich die Tabelle anguckt, dann ist das eine schöne Momentaufnahme für uns. Aber wir wissen, dass der Weg noch weit ist und lassen uns davon nicht blenden.“
SSV Nümbrecht: Lotta Werthenbach (10), Lara Schmalenbach (8), Elena Seiffarth (7), Sandra Fischer, Sabrina Kirchhoff (3), Lara Deinert (1).
HC Gelpe/Strombach – TuS Königsdorf 25:35 (11:16).
In der Hinrunde war es noch knapp. Beim zweiten Aufeinandertreffen mit dem bislang unangetasteten Ligaprimus bekamen die Gelpe/Strombacherinnen die Grenzen aufgezeigt. „Uns bleibt heute nichts anderes übrig als Königsdorf zu einem hochverdienten Sieg zu gratulieren. Diese Mannschaft steht vollkommen zurecht dort, wo sie steht. Nämlich ein Stückweit über allen Mannschaften in der Liga. Wir müssen anerkennen, dass sie uns einen oder zwei Schritte voraus sind“, bilanzierte Gelpe/Strombachs Trainer David Hoffmann nach der klaren Niederlage. Auf Augenhöhe blieben die Gastgeberinnen nur in den Anfangsminuten. Zur Mitte des ersten Durchgangs führten die Gäste dann bereits mit 8:3 (14.) leisteten sich dann aber eine kleine Schwächeperiode und ließen die Gastgeberinnen auf zwei Tore herankommen. Von 11:9 (25.) ging es bis zur Pause aber doch noch hoch auf 16:11.
„Wir sind dann nie wieder rangekommen. In den Momenten, wo es vielleicht noch einmal eng hätte werden können, haben wir dann zu viele leichte Fehler gemacht, natürlich auch der Stärke des Gegners geschuldet“, so Hoffmann. Der Tabellenführer zog auf 19:12 (32.) davon, ließ den HC noch einmal auf 19:24 (41.) verkürzen, vergrößerte den Abstand aber schnell wieder und hatte die Begegnung beim Stand von 32:21 (53.) längst für sich entschieden. „Ich bin natürlich nicht zufrieden damit, dass wir mit zehn Toren verlieren. Das ist mir einfach zu hoch. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Ergebnis in einem erträglichen Rahmen halten können. Das tut sehr weh“, meinte Hoffmann, der die Begegnung mit dem Topteam der Liga auch als Lehrstunde verstand.
„Wir haben heute gesehen, was wir besser machen müssen, um in Zukunft vielleicht die Chance zu bekommen, ganz oben an der Tabellenspitze anklopfen zu können und was die Benchmark in der Nordrheinliga ist. Da geht es um die Abwehr, das Tempospiel, Rückzug, aber auch Konstanz und die Konsequenz im Umsetzen eines Plans. Die Niederlage wirft uns nicht um. Es ist nicht das Ende, wenn man gegen Königsdorf verliert. Es muss unser Anspruch sein, dass das unseren Ehrgeiz weckt, an diesen Baustellen zu arbeiten. Die Saison ist alles, nur nicht vorbei.“
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