HANDBALL
Die Wahrheit liegt auf dem Feld: Löwen empfangen Nümbrecht zum Derby
Oberberg – Bereits am Freitagabend treffen sich die Handballerinnen der HBD Löwen und des SSV Nümbrecht zum Regionalligaderby – Oberliga: HSG fährt mit kleinem Aufgebot nach Refrath - Verbandsliga: HC-Reserve will gegen MTV Köln II nachlegen.
Vorschau Regionalliga Frauen
HBD Löwen Oberberg – SSV Nümbrecht (Freitag, 20 Uhr).
Es fehlen: Marie Wlodarek, Line Berscheid, Sheila Breer, Xenia Kanelakis – Keine.
Einsatz fraglich: Jessy Kuxdorf – Keine.
Die Nümbrechterinnen haben etwas gutzumachen. Schon zweimal trafen die beiden Teams in der Vorbereitung aufeinander, noch bevor die eigentliche Regionalligaspielzeit begonnen hatte. Im BSP-Cup behielten jeweils die Löwinnen die Oberhand und sicherten sich erstmals den Siegerpokal. 19:17 hieß es im Endspiel – nicht gerade ein Torfeuerwerk – aber typisch für die Begegnungen der Nümbrechterinnen. Schon in der Vorrunde lieferten sich beide Teams ein von den Defensivreihen geprägtes Spiel, das 23:20 ausging. HBD-Trainer Dennis Hermann weiß, was auf ihn zukommt.
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[HBD-Trainer Dennis Hermann ist guter Dinge, dass die Erfolgsserie seiner Mannschaft auch am Freitagabend im Derby gegen den SSV Nümbrecht fortgesetzt wird.]
„Ich erwarte ein schweres Spiel für uns. Nümbrecht ist eine Mannschaft die Qualität hat. Wir hatten im BSP-Cup extreme Probleme gegen deren Abwehr. Es waren beides sehr torarme Spiele. Da sind sie einfach gut aufgestellt. Körperlich stark und mit sehr guten Torhüterinnen. Da müssen wir auf jeden Fall drauf eingestellt sein“, sagt Hermann, der mit seiner Mannschaft mehr als positiv in die erste Regionalligasaison der Vereinsgeschichte gestartet ist. Einem unglücklichen Unentschieden zum Auftakt gegen Lank folgten drei souveräne Siege, inklusive Derbyerfolg gegen den HC Gelpe/Strombach. Die Belohnung dafür ist für den Aufsteiger aktuell Platz zwei der Regionalliga-Tabelle.
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[Nümbrechts Coach Martin Mokris hat mit seiner Mannschaft, nach zwei Niederlagen im BSP-Cup, gegen die Löwinnen etwas gutzumachen.]
Aber auch die Nümbrechter sind gut in die Liga gestartet und unterlagen nur dem Lokalkonkurrenten aus Gelpe/Strombach. Der neue Trainer Martin Mokris hat in der Liga bereits seine Handschrift hinterlassen und gezeigt, auf was es ihm ankommt. Nämlich defensive Stabilität. Beim Unentschieden gegen Lank fielen nur insgesamt 28 Tore. Mokris will auch gegen die Löwen hinten Beton anrühren lassen. „Wir bekommen es mit einem Gegner zu tun, der sehr viel Dynamik hat und viel Eins-gegen-Eins geht. Sie kommen meist über halblinks oder halbrechts. Das sind die zwei Faktoren, die wir unterbinden müssen. Auch werfen sie gerne aus dem Rückraum, vor allem von halblinks“, erklärt er, macht sich aber auch auf energischen Widerstand im Angriff gefasst: „Der Gegner spielt eine sehr harte aber faire Abwehr. Die sind da sehr aktiv. Aber wir nehmen diesen Kampf an und werden uns vorbereiten. Die Wahrheit liegt auf dem Feld.“
Hermann weiß derweil, dass die Wahrheit für seine Mannschaft auch in der Abwehr liegt. Zeitweise taten sich die Nümbrechterinnen in der aktuellen Saison zwar schwer, das Tor zu treffen, jubelten am vergangenen Sonntag gegen die Zweitvertretung des TV Aldekerk aber 32-mal. Lara Schmalenbach sorgte allein vom Kreis für acht Treffer. „Vorne haben sie ein sehr gutes Kreisläuferspiel, was es zu unterbinden gilt. Wenn uns das so weit gelingt und wir es schaffen, unsere Fehlerquote gering zu halten, auch unter Tempospiel, dann bin ich guter Dinge. Aber es wird extrem schwierig. Wir freuen uns auf das Derby und hoffen, dass wir es schaffen, wieder viele Zuschauer in die Halle zu locken. Wie schon gegen den HCGS – Das sind die Spiele, die wir uns erarbeitet haben in den letzten Jahren. Die Mannschaft ist heiß drauf“, so Hermann.
Während die Nümbrechterinnen personell aus dem Vollen schöpfen können, bangen die Löwinnen um eine ihrer Stützen. Jessy Kuxdorf konnte wegen Knieproblemen in der vergangenen Woche nicht trainieren. „Wir müssen schauen, wie es am Freitag aussieht. Es wäre natürlich schade, wenn sie ausfiele. Es ist eine wichtige Spielerin. Im letzten Spiel hat sie zwölf Tore geworfen und acht Assists gegeben. Aber ich bin guter Dinge. Sie will sich das Derby sicher nicht entgehen lassen“, so der HBD-Coach. (thg)
Vorschau Oberliga Frauen
HSG Refrath/Hand - HSG Marienheide/Müllenbach (Sonntag, 14 Uhr).
Mit kleinerem Kader als sonst üblich reisen die Handballerinnen aus dem Nordkreis am Sonntag zum Auswärtsspiel bei der HSG Refrath/Hand. "Wir haben bekanntlich einige A-Jugendspielerinnen in unseren Reihen, die noch zur Schule Gehen. Da am kommenden Wochenende die Herbstferien beginnen, werden wir auf die eine oder andere der jungen Spielerinnen verzichten müssen, da sie im Urlaub sind", beschreibt Trainer Michael Debus die aktuelle Personallage beim Neuling, der mit zwei Siegen in drei Partien einen sehr ordentlichen Start in die Oberliga hingelegt hat und immerhin auf Rang sechs des aktuellen Klassespiegels liegt.
Angesichts des guten Saisonauftakts rechnen sich die Oberbergerinnen durchaus gute Chancen aus, auch vom Gastspiel beim Tabellenzehnten (2:6 Punkte) etwas Zählbares mit in die Heimat mitnehmen zu können. "Gegen Refrath/Hand haben wir im Sommer ein Testspiel absolviert und recht klar verloren", erinnert sich Debus an die Saisonvorbereitung, stellt aber klar, dass er sich vom Punktspiel am Wochenende ein ganz Ergebnis verspricht: "Wir wollen intensiv um die beiden Punkte kämpfen. Aber es wird sicher eine große Herausforderung."
Vorschau Verbandsliga Frauen
HC Gelpe/Strombach II - MTV Köln II (Sonntag, 15:30 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Schaut man auf die aktuelle Tabelle der Frauen-Verbandsliga, so müsste man im Lager der HC-Reserve eigentlich zufrieden seine. 6:2 Punkte und eine Tordifferenz von plus 25 bedeuten im Klassenspiegel aktuell zwar "nur" Rang fünf, dennoch tatsächlich sind die Gummersbacherinnen nur zwei Zähler von der absoluten Ligaspitze entfernt. Gelegenheit, sich weiter an die absolute Nordspitze heranzuarbeiten, haben die Handballerinnen von Ole Remmers schon am Sonntagnachmittag, wenn der MTV Köln II in der Eugen-Hass-Halle zu Gast ist.
Der HC-Coach kann allerdings nur auf einen stark ausgedünnten Kader zurückgreifen. Neben den Urlauberinnen Anna Heuschen (Foto), Kerstin Reichert, Katrin Weyer sowie Lena Steuck werden auch die angeschlagenen Sara Haack und Nora Bischoff sowie Dana Reez (Fortbildung) fehlen. Fraglich sind zudem Sarah Schönstein, Annika Tropp, Vanessa Grumann und Katharina Lichtinghagen. Allen Problemen zum Trotz hat Remmers für den Sonntagnachmittag einen doppelten Punktgewinn als Ziel ausgerufen. (uk)
TB Wülfrath F2 - CVJM Oberwiehl (Sonntag, 14 Uhr).
CVJM-Coach Heinz Tillmanns hat sich im Vorfeld des Oberwiehler Auftritts in Wülfrath weniger mit den Qualitäten des Gegners als vielmehr mit der eigenen Mannschaft beschäftigt. Dabei geht es dem Handballlehrer vor allem darum, dass sich seine Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Das ist allerdings schwierig, weil der CVJM personell immer wieder umstellen muss. Verletzungen und/oder private Gründe führten desöfteren dazu, dass man die Punktspiele in unterschiedlichen Formationen bestreiten musste. Am Sonntag wollen die Oberbergerinnen - aktuell mit 6:2 Punkten auf Platz vier des Klassenspiegels - beide Zähler aus der Halle des Tabellenzehnten entführen. (uk)
Das Match zwischen der SG Langenfeld und dem TV Wahlscheid wurde auf den 2. Dezember, 20:45 Uhr, verlegt.
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