HANDBALL

Löwinnen sind gewarnt: Biefang kann für Überraschungen sorgen

thg, uk; 09.10.2026, 06:00 Uhr
Foto: Michael Kleinjung --- Die HBD Löwen wollen auch das zweite Heimspiel der Regionalligasaison gewinnen. Der Gast aus Biefang überraschte jüngst mit einem Sieg gegen Weiden.
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Löwinnen sind gewarnt: Biefang kann für Überraschungen sorgen

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thg, uk; 09.10.2026, 06:00 Uhr
Oberberg - Regionalliga: Die HBD Löwen gehen selbstbewusst ins Heimspiel gegen Biefang - Gelpe/Strombach muss zur verlustpunktfreien TSV Bonn rrh. - Nümbrecht will an seiner Abschlussschwäche arbeiten - Oberliga: Marienheide/Müllenbach will ungeschlagen bleiben.

Vorschau Regionalliga Frauen

 

HBD Löwen Oberberg – Turnverein Biefang (Samstag, 18 Uhr).

 

Es fehlen: Marie Wlodarek, Line Berscheid, Sheila Breer, Xenia Kanelakis.

 

Die Löwinnen gehen als ungeschlagener Tabellendritter ins Heimspiel gegen den Turnverein Biefang. Schaut man sich nur die bisherigen Ergebnisse an, dann dürfte die Spielgemeinschaft aus Bergneustadt und Derschlag als Favorit in die Begegnung gehen. Die Zahlen könnten jedoch trügerisch sein. Biefang, erst im vergangenen Jahr in die Regionalliga aufgestiegen, kassierte zum Auftakt der Spielzeit eine herbe 15:27-Klatsche gegen die Adler Königshof. Letztere gelten allerdings als Top-Anwärter auf den Meistertitel. Im zweiten Spiel ging es gegen die Zweitvertretung aus Aldekerk schon deutlich knapper zu. Am Ende unterlagen die Oberhausenerinnen knapp mit 29:31.

 

Im dritten Spiel sorgte der Turnverein dann für eine handfeste Überraschung und besiegte den TV Weiden deutlich mit 28:20. Löwen-Trainer Dennis Hermann ist hellhörig geworden. „Weiden schätze ich als eine der Top-Mannschaften der Liga ein. Das heißt, Biefang kann auch auf sehr gutem Niveau spielen. Ich erwarte auch eine Mannschaft, die körperlich sehr stark ist, technisch gut ausgebildet und stelle mich auf eine harte Aufgabe ein“, sagt Hermann, dem der nächste Gast darüber hinaus ziemlich unbekannt ist. „Wir wissen, dass sie einen ähnlichen Weg gegangen sind wie wir. Sie hatten einige gute Jugendjahrgänge, haben darauf aufgebaut und sind letztes Jahr dann auch in die RL aufgestiegen“, so der Coach.

 

Die Erfolge aus den ersten drei Spielen haben aber für Selbstbewusstsein bei den Löwinnen gesorgt. „Wir spielen zu Hause und würden da natürlich gerne die nächsten beiden Punkte einfahren. Dafür trainiert die Mannschaft auch gut. Wir wollen daran anknüpfen, was uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat. Gegen Aldekerk war es in der ersten Halbzeit die Abwehr. In den Spielen davor war es allgemein die Abwehr. Wenn die sicher steht, dann können wir auch gut in unser Tempospiel nach vorne kommen. Das sind die Dinge, die wichtig sind, auch für unsere Sicherheit.“ (thg)

 

 

TSV Bonn rrh. – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 17:30 Uhr).

 

Es fehlt: Denise Szakacs.

 

Einsatz fraglich: Desiree Horn.

 

Nach dem ersten Saisonsieg im Derby gegen den Lokalkonkurrenten SSV Nümbrecht am Mittwochabend steht den Gelpe/Strombacherinnen gleich die nächste schwere Herausforderung bevor. Die TSV hat in der aktuellen Regionalligasaison noch keinen Punkt abgegeben. „Bonn ist eine Spitzenmannschaft“, weiß HC-Trainer Maik Pallach. Mehr Informationen hat sich der Coach allerdings noch nicht verschaffen können.

 

Wegen des Derbys am Mittwochabend blieb keine Zeit, sich intensiv mit dem Gegner zu beschäftigen. Der Fokus ist derzeit auch eher auf die eigene Mannschaft gerichtet, die nach zwei Niederlagen zum Auftakt endlich den „Bock umgestoßen“ habe. Schlüssel zum Erfolg war die eigene Abwehr, die es schaffte, das starke Nümbrechter Kreisläuferinnenspiel und die Phasen, in denen der SSV mit der siebten Feldspielerin agierte, erfolgreich zu bekämpfen. Jule Steinbach zeigte zudem im Tor eine überragende Leistung und lieferte 20 Paraden ab.

 

„Wichtig ist für uns, dass wir bei uns sind und weiter an uns glauben. Wir brauchen auf jeden Fall wieder so ein Abwehrspiel wie gegen Nümbrecht. Im Zusammenspiel mit den Torhütern war das super. Wir haben jetzt noch das Spiel am Samstag, dann kommt die Herbstpause. Dann werden alle wieder an Bord sein und dann wird es für uns richtig losgehen“, sieht Pallach seine Mannschaft aufgrund der Ausfälle von Denise Szakacs und Desiree Horn noch nicht am Leistungsmaximum angekommen. Horn gab bereits am Mittwoch gegen Nümbrecht ihre Comeback und war ein Faktor für die stabilisierte Deckung. „Ich hoffe, wir können ihr ein paar Minuten mehr Spielzeit geben“, so Pallach, dem darüber hinaus der gesamte Kader zur Verfügung steht. (thg)

 

 

SSV Nümbrecht – TV Aldekerk II (Sonntag, 18 Uhr, GWN-Arena).

 

Es fehlen: Keine.

 

Die Nümbrechter haben am Mittwochabend den ersten Dämpfer der Saison hinnehmen müssen. Nach einem Sieg gegen den Aufsteiger Überruhr und einem Unentschieden gegen TD Lank kassierte das Team von Trainer Martin Mokris im Derby gegen den HC Gelpe/Strombach die erste Niederlage. Bislang konnten sich die Nümbrechter auf ihre überragende Abwehr verlassen, kassierten gegen Überruhr 18 und gegen Lank nur sensationelle 14 Gegentreffer. Damit ließ sich die eklatante Abschlussschwäche seiner Mannschaft noch ganz gut kaschieren.

 

Gegen den HC war damit aber Schluss. 27 Gegentore fingen sich die Nümbrechterinnen. Die desolate Wurfquote blieb allerdings bestehen, sodass man am Ende mit leeren Händen dastand. Die Gelpe/Strombacherinnen hatten in der Mitte Beton angerührt und zwangen die Nümbrechterinnen, den Abschluss von außen zu suchen. Zwölf Fehlwürfe produzierte der SSV von den beiden Außenpositionen. Zudem verwarf man zwei Siebenmeter. Dennoch blieben die Nümbrechter bis in die Schlussphase in Schlagdistanz, ehe eine weitere Problemstelle offenbar wurde. Die Abhängigkeit von Elena Seiffarth scheint größer, als man es sich gewünscht hat. Nach einer Roten Karte gegen die beste Torjägerin lief bei den Nümbrechterinnen nämlich nicht mehr viel zusammen und der HCGS hatte es vergleichsweise einfach, die Partie über die Runden zu bringen.

 

Mokris hat seine Schlüsse daraus gezogen: „Die Aldekerkerinnen habe ich mir schon angesehen, aber ich habe mich umentschieden. Wir werden uns nicht mit Aldekerk beschäftigen, sondern wir werden uns mit uns selbst beschäftigen. Wir müssen es irgendwie hinkriegen, unsere Quote zu verbessern und unsere freien Chancen reinzumachen“, erklärt er. „Der Gegner hat aber eine sehr gute Mannschaft. Die haben wieder zwei Spielerinnen, die von außerhalb gut schießen können. Sie sind sehr gut im Eins-gegen-Eins, suchen den Kreis und spielen mit Tempo nach vorne. Das muss man irgendwie unterbinden. Aber das hilft alles nichts, wenn wir unser Spiel nicht in die Reihe kriegen“, so Mokris. (thg)

 

 

Vorschau Oberliga Frauen

 

HSG Marienheide/Müllenbach - HSV Bocklemünd (Samstag, 18 Uhr, Gesamtschule Marienheide).

 

Keine Frage: Die HSG-Handballerinnen haben sich problemlos in der neuen Spielklasse etabliert. Dass man es in den ersten beiden Oberligapartien mit dem SSK Kerpen und dem Pulheimer zu tun bekam, war sicherlich ganz angenehm, denn diese beiden Mannschaften rangieren auf dem vorletzten beziehungsweise letzten Tabellenplatz. Und auch am kommenden Samstag wartet ein pluspunktfreier Gegner auf die HSG-Frauen, die in der heimischen Sporthalle den HSV Bocklemünd erwarten. Michael Debus' Kenntnisse über die Mannschaft vom Rhein sind eher bescheiden, sodass er sich vielmehr mit dem eigenen Team als den Kölnerinnen befasst.

 

"Wir hoffen, am Samstag die nächsten beiden Punkte holen zu können", sagt der HC-Coach, der auf stimmgewaltige Unterstützung von den Rängen spekuliert. Erfreulich für die Heierinnen, dass sie in Bestbesetzung antreten werden. Die grippalen Infekte, die einige Spielerinnen in der vergangenen Woche noch geplagt hatten, sind jedenfalls durch die Bank überstanden. "Mir steht der komplette Kader zur Verfügung. Wir gehen zuversichtlich in die Begegnung", beschreibt Debus die allgemeine Gemütslage beim Aufsteiger aus dem Nordkreis. (uk)

 

 

Vorschau Verbandsliga Frauen

 

Lüttringhauser TV - HC Gelpe/Strombach II (Samstag, 16 Uhr).

 

Die Gummersbacherinnen reisen als Tabellenführer und damit entsprechend selbstbewusst in den Remscheider Stadtteil. "Wir haben wieder mal wenig Infos über den Gegner", räumt HC-Trainer Ole Remmers ein, betont aber in einem Atemzug, warum ihm das keinerlei Bauchschmerzen bereitet. "Wir haben nach drei Spieltagen mit Abstand die beste Verteidigung der Verbandsliga. Und auch in Lüttringhausen wollen wir stabil in der Abwehr stehen. Gleichzeitig wollen wir aus der starken Defensive heraus schneller umschalten, ins Tempospiel kommen und bessere Entscheidungen treffen", formuliert der Coach seine Erwartungen an das Team.

 

Allerdings reist man mit dezimiertem Personalstand zu einem "anspruchsvollen Auswärtsspiel", so Remmers. Torfrau Sara Haack (verletzt) wird wohl genauso fehlen wie ihre Kollegin Kathrin Weyer (privat verhindert). Zudem sind auch Dana Reez (Fortbildung), Sarah Schönstein (Klassenfahrt) sowie Lara Clemens (im Aufbautraining) nicht mit von der Partie. (uk)

 

 

CVJM Oberwiehl - HSV Überruhr III (Samstag, 16 Uhr, Sporthalle Wiehl).

 

In Oberwiehl steht man nach wie vor unter dem Eindruck der Verletzung von Yasemin Adam, die sie am vergangenen Sonntag erlitt. "Bis dato gibt es noch keine finale Diagnose", berichtet Heinz Tillmann. Der CVJM-Trainer, der ohnehin mit einer dünnen Personaldecke arbeiten musste, sieht sich nun gezwungen, Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft beziehungsweise A-Jugend "auszuleihen", um den Kader des Verbandsligateams zumindest zahlenmäßig aufzufüllen. Gegen die Drittvertretung des HSV Überruhr erwartet Tillmann ein Match auf Augenhöhe, bei dem nach Ansicht des Coaches entscheidend sein dürfte, "welches Team mit mehr Überzeugung auftritt". (uk)

 

 

TV Wahlscheid - Solinger TB (Samstag, 16 Uhr, Jabachhalle Lohmar).

 

Nach den beiden schwierigen Auftaktpartien in Bocklemünd sowie in Gummersbach bei der Reserve des HC Gelpe/Strombach geht man beim TV Wahlscheid davon aus, dass am Samstag im ersten Heimspiel in der neuen Liga in mit dem Solinger TB eine Mannschaft auf Augenhöhe ihre Visitenkarte abgeben wird. Interimstrainer Sascha Krings hofft, dass seine jungen Spielerinnen insbesondere in der Deckung stabil stehen werden, um dann erfolgreich kontern zu können. Zumindest die personellen Voraussetzungen für den Gewinn der ersten Verbandsligapunkte scheinen günstig zu sein. Bis auf Chantal Rothe ist das Wolfsrudel am Samstag komplett; zudem herrscht laut Aussage von Krings "nach wie vor beste Stimmung bei uns". (uk)

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