HANDBALL
Nümbrecht muss zu später Stunde in den Bonner Bunker
Oberberg - Regionalliga: Nümbrecht muss in den Bunker - HCGS zum besten Aufsteiger - Löwen vor klisterfreier Pflichtaufgabe in Beckrath - Marienheide/Müllenbach erwartet knifflige Aufgabe in Köln.
Vorschau Regionalliga Frauen
TSV Bonn rrh. – SSV Nümbrecht (Samstag, 19:30 Uhr).
Hinspiel: 29:22.
Es fehlen: Nadine Fischer, Maren Büker, Lena Seinsche, Sabrina Heinrichs, Nele Kolb, Julia Alefelder, Kira Hartmann.
Einsatz fraglich: Lara Schmalenbach, Sandra Fischer.
Die Nümbrechterinnen stecken nach den Niederlagen gegen den Mitkonkurrenten TV Biefang und dem Primus TuS Königsdorf weiter im Abstiegskampf. Nur zwei Tabellenplätze besser, aber schon neun Punkte voraus, können die Gastgeberinnen deutlich entspannter ins Spiel gehen als die Gäste aus Nümbrecht. „Bonn steht im gesicherten Mittelfeld und sie haben mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun. Wir brauchen die Punkte hingegen dringend, um in der Klasse zu bleiben und nicht abhängig sein zu müssen von anderen Ergebnissen der Konkurrenten. Dementsprechend arbeiten meine Mädels sehr fokussiert und konzentriert“, erklärt Nümbrechts Trainerin Martina Duckart, dass ihre Equipe gut vorbereitet in die wichtige Begegnung geht.
„Jeder weiß aber, in Bonn lässt es sich niemals leicht spielen. Es ist eine besondere Halle, sehr eng, mit einer tollen Stimmung und dementsprechend tun sich da viele schwer – inklusive uns. Aber natürlich fahren wir nicht nach Bonn, um nicht alles zu geben, sondern um vielleicht ein oder zwei Pünktchen mit nach Hause zu bringen. Uns ist aber natürlich bewusst, dass das ein sehr schwieriges Unterfangen wird“, so Duckart. Vor allem die Personalsituation macht der Trainerin Sorgen. „Wir haben einige angeschlagene Spielerinnen und schauen mit einem Auge schon auf die anstehende Osterpause.“ Neben den Langzeitausfällen fehlen am Samstag noch Nadine Fischer, Maren Büker und Lena Seinsche sicher, die Einsätze von Lara Schmalenbach und Sandra Fischer sind ungewiss.
„Wir müssen versuchen, die Bonnerinnen ins Sechs-gegen-Sechs zu bekommen und uns möglichst wenig Tore über die erste und zweite Welle einzufangen. Das haben wir im Hinspiel nicht so gut hinbekommen. Unsere Abwehr und unsere Torhüterinnen funktionieren sehr gut. Unsere Problematik liegt leider eher im Angriff. Bonn ist bekannt für ihre offensive Deckung. Wir müssen einfach super beweglich sein im Angriff, die Lücken nutzen, wo sie sich auftun und uns da reinwerfen, mit allem was wir haben und dort hingehen, wo es weh tut. Das haben wir in den vergangenen Spielen ein wenig vermissen lassen, aber wir haben schon bewiesen, dass wir das können. Wir müssen es nur umsetzen“, so Duckart.
In der Abwehr wolle man weiterhin „Knallgas“ geben. „Die Dinge, die gut funktionieren, müssen wir einfach häufiger zeigen. Wir müssen 100 Prozent geben und 60 Minuten da sein. Wenn wir das schaffen, haben wir nichts, was wir uns vorwerfen müssen. Wir werden auf jeden Fall alles geben, dann schauen wir, was , zu später Stunde im Bunker dabei herauskommt“, sagt Duckart mit einem Augenzwinkern. (thg)
Turnverein Biefang – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 17:30 Uhr).
Hinspiel: 25:27.
Es fehlen: Marie Wlodarek, Leonie Wlodarek, Kira Blohme, Tahnee Ranke, Desiree Horn.
Bei den Gelpe/Strombacherinnen ist der Blick nach vorne gerichtet. Mit dem jüngsten Sieg gegen das Topteam TD Lank bewiesen die Handballerinnen von Trainer David Hoffmann, dass sie sich nach den Negativmeldungen wieder auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren können. Ein Trauerfall im näheren Vereinsumfeld hatte Klub und Mannschaft erschüttert. „Nach den schweren Tagen ist natürlich klar, dass die Stimmung noch nicht super ist. Aber so weit haben wir das gut abgehakt und schauen was kommt“, sagt Hoffmann. „Der Sieg gegen Lank war wichtig für uns. Gegen einen guten Gegner, der deutlich besser war, als in den vergangenen Wochen. Die haben uns sehr gefordert. Defensiv war ich mit vielem einverstanden und offensiv haben wir vieles besser gelöst als in der Vergangenheit. Das waren die Gründe, warum wir das Spiel auch verdient gewonnen haben“, erklärt der Coach.
Selbstvertrauen habe man für den Rest der Saison getankt. Nun freue man sich auf die finale Phase. Der Turnverein dürfte ebenfalls mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Zwei der jüngsten drei Spiele gewann der Liganeuling und bezwang dabei den SSV Nümbrecht und auch Treudeutsch Lank in eigener Halle, musste sich am vergangenen Wochenende aber auswärts der TSV Bonn rrh. geschlagen geben. „Biefang ist ein unangenehmer Gegner. Sie spielen einen unorthodoxen Handball und sind eklig zu bespielen. Defensiv sind sie sehr unangenehm. Aber auch im Angriff zeichnen sie sich durch ungewöhnliche Auslösehandlungen aus. Es ist eine Mannschaft, die bewusst das Tempo aus dem Spiel nimmt. Das macht es schwer gegen sie“, warnt Hoffmann vor den Gastgeberinnen.
Schon im Hinspiel hatten die Oberhausenerinnen den HC bis in die Endphase gefordert und lagen weniger als fünf Minuten vor der Schlusssirene nur ein Tor zurück. „Sie sind der beste Aufsteiger und werden uns die Punkte auch diesmal nicht freiwillig überlassen. Wir müssen schauen, dass wir gut verteidigen und das Tempospiel kontrollieren. Aber unser Ziel ist ganz klar, die Punkte mit in die Osterpause zu nehmen“, so Hoffmann. (thg)
Vorschau Oberliga Frauen
TV Beckrath - HBD Löwen Oberberg (Samstag, 20 Uhr).
Hinspiel: 21:31.
"Nur nicht unterschätzen", lautet das Motto der Löwinnen für das Auswärtsspiel am Samstagabend in Beckrath. "Im Hinspiel hatte ich einen recht guten Eindruck von dieser Mannschaft, die uns in der ersten Halbzeit doch einige Probleme bereitete. Letztlich konnten wir uns erst in der zweiten Spielhälfte absetzen", erinnert sich Coach Dennis Hermann an die Begegnung Ende November des vergangenen Jahres in Derschlag. Zudem muss man im Mönchengladbacher Stadtteil ohne Harz Handballspielen, da die Benutzung von Klister in der Halle am Asternweg verboten ist.
"Das darf aber keine Entschuldigung sein. Wer in der Oberliga spielt, muss auch ohne Harz klarkommen", sagt HBD-Übungsleiter Herrmann, der in der abgelaufenen Woche mit vollständigem Kader arbeiten konnte. Lediglich Line Berscheid und Carina Hilger sind leicht angeschlagen und müssen am Samstag wohl passen. So oder so haben die Oberbergerinnen den Anspruch, auch aus Mönchengladbach zwei Punke mit nach Hause zu bringen, denn nach wie vor will ganz oben in der Tabelle mitmischen. (uk)
Vorschau Verbandsliga Frauen
SG Ollheim-Straßfeld - HC Gelpe/Strombach II (Sonntag, 16 Uhr).
Hinspiel: 24:29.
Lena Steuck ist angesichts der Entwicklung ihres Teams sehr zufrieden mit dem aktuellen Leistungsstand ihrer Mannschaft. Vor allem die Breite ihres Kaders macht ihr das Trainerleben leichter, da "wir derzeit unser Tempospiel gut umsetzen können". Entsprechend optimistisch reist man am Sonntag zum Besuch bei der SG Ollheim-Straßfeld: "Ich hoffe, dass wir unsere Fehler weiterhin reduzieren werden und die beiden Punkte mit nach Hause nehmen können", sagt die Übungsleiterin des Tabellenzweiten. (uk)
Polizei SV Köln II - HSG Marienheide/Müllenbach (Samstag, 15:30 Uhr).
Hinspiel: 25:26.
Das Spitzenteam aus dem oberbergischen Kreisnorden ist zwar klar favorisiert, aber sicher auch gewarnt: In der Vorrundenpartie tat man sich in eigener Halle nämlich richtig schwer, und erst ein verwandelter Strafwurf von Emily Hebekus 21 Sekunden vor der Schlusssirene bescherte den Handballerinnen von Michael Debus damals den wertvollen Heimerfolg über die Kölner Polizistinnen. "Das wird ein harter Kampf", rechnet der Coach genau wie im Hinspiel auch am Samstag in der Domstadt mit einer echten Herausforderung für seine Mannschaft, die den Tabellenplatz an der Sonne aber natürlich in jedem Fall verteidigen will. (uk)
TSV Bonn rrh. III - CVJM Oberwiehl (Samstag, 17:30 Uhr).
Hinspiel: 20:25.
Eine schwere Auswärtsaufgabe wartet nach Meinung von Jan Herhaus am Samstag bei der TSV Bonn rrh. III auf die Handballerinnen des CVJM Oberwiehl. "Das ist eine junge, dynamische Truppe, die einen guten Handball spielt", bekundet der Oberwiehler Übungsleiter durchaus Respekt vor dem Tabellenvierten und geht davon aus, dass "bei uns viele Dinge zusammenpassen müssen, damit wir in Bonn erfolgreich sein können". Gleichwohl ist den Oberbergerinnen zweifellos zuzutrauen, vom Rhein punktemäßig etwas mitzubringen, "wenn wir die Sache voll konzentriert angehen", so der Coach, der aber Mitte der Woche noch einige angeschlagene Akteurinnen im Kader hatte. (uk)
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