HANDBALL
Gelpe/Strombach und Nümbrecht empfangen die Regionalliga-Schwergewichte
Oberberg - Regionalliga: Nümbrecht empfängt den Primus Königsdorf, Gelpe/Strombach hat mit Lank den Zweiten zu Gast - Oberliga: Löwen wollen ihre Festung verteidigen - Verbandsliga: Marienheide/Müllenbach hat mit den Kangaroos noch eine Rechnung zu begleichen.
Vorschau Regionalliga Frauen
HC Gelpe/Strombach – TD Lank (Samstag, 17 Uhr).
Hinspiel: 26:39.
Es fehlen: Marie Wlodarek, Leonie Wlodarek, Kira Blohme, Tahnee Ranke, Desiree Horn.
Bei den Gelpe/Strombacherinnen stand der Handball in den vergangenen Tagen im Hintergrund. Überschattet wurde das jüngste Wochenende von einem Todesfall im nahen Mannschaftsumfeld. Das für den vergangenen Samstag angesetzte Auswärtsspiel bei VT Kempen wurde abgesagt. Ein neuer Termin wurde noch nicht vereinbart. Doch die Welt dreht sich weiter und am nächsten Samstag wird wieder Handball gespielt. „Es ist natürlich klar, dass wir von dem, was am Wochenende passiert ist, unter Schock stehen und es der Mannschaft, dem Trainerstab und dem gesamten Verein sehr mitgenommen hat. Nichtsdestotrotz, auch wenn uns das noch beschäftigt, möchten wir versuchen, den Blick so gut es geht, auf das Sportliche zu richten. Wir wollen ein gutes Spiel machen und im Idealfall zwei Punkte in Gummersbach behalten“, blickt HC-Trainer David Hoffmann in die Zukunft.
Aus sportlicher Sicht ist das Rückspiel gegen die Mannschaft aus Meerbusch mehr als attraktiv. In der Hinrunde musste man eine heftige Klatsche einstecken, für die man sich nun gerne revanchieren würde. Und die Aussichten scheinen gut. Lange Zeit waren die Lanker der einzig ernstzunehmende Verfolger des Primus TuS Königsdorf, doch in den jüngsten vier Spielen kassierte der Tabellenzweite drei Niederlagen. Lediglich gegen den Tabellenletzten aus Kempen gelang ein Sieg. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Lank ist eine der besten Mannschaften der Liga, wo wir im Hinspiel sehr schlecht ausgesehen und eine deutliche Niederlage kassiert haben, die wir auch verdient war. Lank hat sicher gerade eine Phase, die nicht einfach ist, in der sie Punkte abgegeben haben, mit denen sie so sicher nicht gerechnet haben. Aber es bleibt eine Mannschaft mit hoher Qualität“, sagt Hoffmann und Nora Becker und Finja Stock, auf die man zu achten habe.
„Sie zählen zu den besten Rückraumspielerinnen der Liga. Wir müssen sehr intelligent verteidigen, um diese Spielerinnen stoppen zu können. Da werden wir uns defensiv Lösungen einfallen lassen. Für uns wird es aber auch weiter darum gehen, unsere Neuzugänge in unser Spielsystem einzubauen. Dann werden wir versuchen, über unser eigenes Spiel, eine gute Abwehr und über Tempospiel Lank am Samstag Probleme zu bereiten. Ich denke, dass wir ganz klar eine Chance haben, das Spiel zu gewinnen. Wir werden alles daran setzen, unsere Chance dann auch ergreifen zu können“, so Hoffmann. (thg)
SSV Nümbrecht – TuS Königsdorf (Sonntag, 16 Uhr).
Hinspiel: 20:45.
Es fehlen: Lena Seinsche, Julia Alefelder, Sabrina Heinrichs, Kira Hartmann, Nele Kolb.
Die Abschiedstour von Martina Duckart beginnt mit der einfachsten Aufgabe, die die Rückrunde zu bieten hat. Bis zum 16. Spieltag rauschte der amtierende Regionalligameister aus Königsdorf ungefährdet durch die Liga, ehe es der HC Weiden beim 28:28-Unentschieden tatsächlich schaffte, dem Ligadominator einen Punkt abzunehmen. Spuren hat die Niederlage offenbar nicht hinterlassen. Die folgenden beiden Begegnungen gewann die Equipe aus Frechen wieder deutlich. Die Chancen für die Nümbrechterinnen halten sich also in Grenzen. Duckart, die am Dienstag veröffentlichte, dass sie ihr Amt nach acht Jahren als Trainerin der SSV-Frauen niederlegen und eine Pause machen wird (OA berichtete), hat dennoch gemischte Gefühle vor dem Duell mit dem Primus.
„Es ist ein schwieriges Spiel, wenn man weiß, dass der Gegner übermächtig ist“, sagt sie und erklärt: „Das ist ein Spiel in dem wir gar nichts zu verlieren haben. Ich denke, die Rollen sind absolut klar verteilt. Sie sind haushoher Favorit, man braucht nur auf die Tabelle zu schauen. Königsdorf ist in der Liga eine andere Hausnummer. Für uns geht es nur darum, uns so gut wie möglich zu verkaufen. So gut es geht und so lange wie möglich mitzuhalten“, hält sie die Erwartungshaltung auf niedrigem Niveau. Im Hinrundenspiel sei dies gar nicht gelungen. „Da war von vornherein klar, dass Königsdorf gewinnen wird. Wir wollen jetzt mit allem, was wir haben, dagegenhalten und das Spiel so lange wie möglich offen halten. Wir wollen uns gut präsentieren.“
Der Schlüssel zur Zielerfüllung sei, Königsdorf so oft wie möglich ins Sechs-gegen-Sechs zu zwingen. „Wir müssen versuchen, sie aus der ersten und zweiten Welle nicht zu vielen einfachen Toren kommen zu lassen. Sie haben ein sehr gutes Umschaltspiel, wie wir im Hinspiel sehen konnten. Da haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Das müssen wir verhindern, aber es ist auch klar, dass das uns alles abverlangen wird und eine große Herausforderung wird, das zu unterbinden. Wir werden aber alles, was wir haben, reinwerfen. und dann in der Abwehr ackern ohne Ende.“ (thg)
Vorschau Oberliga Frauen
HBD Löwen Oberberg - HSV Solingen-Gräfrath76 II (Sonntag 15, Uhr, Burstenhalle).
Hinspiel: 31:24
Keine Frage: Die Löwinnen sind wieder voll in der Spur. Nachdem man vor drei Wochen im Topspiel beim damaligen Primus SSG Wuppertal/HSV Wuppertal auf verlorenem Posten stand, zeigte man sich bereits im folgenden Auswärtsspiel beim Wald-Merscheider TV bestens erholt, gewann klar und stellte so wieder engsten Kontakt zur Tabellenspitze her. Denn: Man hat bis dato zwar zwei Partien weniger ausgetragen als die Konkurrenz, steht aber dennoch mit aktuell 24:6 Zählern um zwei Minuspunkte besser da als Wuppertal (26:8). Gleichwohl weist allerdings auch der ATV Biesel als Tabellendritter 24:6 Punkte auf.
Angesichts der hochspannenden Konstellation im Tabellennorden gehen die Gastgeberinnen natürlich mit dem klaren Ziel in die Begegnung mit Solingen, die nächsten Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.
Dennis Herrman ist diesbezüglich zwar optimistisch, warnt aber gleichzeitig vor den Qualitäten der HSV-Handballerinnen. "Die spielen gerade im Rückraum gut, schnell und beweglich", sagt der HBD-Coach, der freilich die Festung "Auf dem Bursten" erfolgreich verteidigen will, denn "dort habe ich noch nie verloren, seit ich HBD-Trainer bin". Allerdings werden dem Übungsleiter am Sonntag Sophie Angermann sowie Line Berscheid, die beiden zentralen Innenblockspielerinnen in der Deckung, fehlen. (uk)
Vorschau Verbandsliga Frauen
HSG Marienheide/Müllenbach - HC Kangaroos Köln (Samstag, 17:30 Uhr, Sporthalle Marienheide).
Hinspiel: 15:22.
Mit den Kangaroos haben die Spitzenreiterinnen aus dem Nordkreis noch eine Rechnung aus dem Hinspiel in der Domstadt offen, als man bei der deutlichen 15:22-Niederlage nie in die Partie fand und letztlich klar verlor. Dementsprechend motiviert geht die Mannschaft von Michael Debus in den zweiten Vergleich mit dem Tabellendritten. "In Köln haben wir uns sehr schwergetan und nie zu unserem Spiel gefunden. Ich hoffe, dass wir am Sonntag zuhause ganz anders auftreten werden. Zumal wir unsere Tabellenführung natürlich weiterhin verteidigen wollen", formuliert der HSG-Coach seine Erwartungen für das Topspiel. (uk)
CVJM Oberwiehl - SG Ollheim-Straßfeld (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Wiehl).
Hinspiel: 25:24.
Mit dem Willen zur "Wiedergutmachung" geht man in Oberwiehl in das Kräftemessen mit der Spielgemeinschaft aus dem Großraum Bonn. Jan Herhaus und seine Spielerinnen haben sich jedenfalls vorgenommen, den schwachen Eindruck, den man am vergangenen Wochenende bei der herben Pleite in Geislar-Oberkassel hinterlassen hatte, zu korrigieren. "Dazu müssen wir in der Deckung wieder kompakter stehen und vorne konzentrierter schließen", betont der Oberwiehler Übungsleiter, der insbesondere vor dem gefährlichen Kreisläuferspiel der Gäste warnt. Gutes Omen für die CVJM-Handballerinnen: Im Hinspiel konnte man dank einer starken Willensleistung nach zeitweise klarem Rückstand beide Zähler aus Heimerzheim entführen. (uk)
HC Gelpe/Strombach II - HSG Geislar-Oberkassel (Sonntag, 16 Uhr, Eugen-Haas-Halle).
Hinspiel: 28:13.
Natürlich erinnert man sich im HC-Lager an die Vorrundenbegegnung, als man in Bonn einen satten Kantersieg landete. Lena Steuck erwartet am Sonntag allerdings einen ganz anderen Gegner als Mitte November des vergangenen Jahres. "Sie haben zuletzt gute Ergebnisse erzielt. Für uns geht es darum, von Anfang an Druck aufzubauen und unser Spiel konsequent durchzuziehen", sagt die HC-Trainerin. (uk)
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