HANDBALL

Abstiegskampf statt Katz-und-Maus-Spiel

thg, uk; 05.02.2026, 17:30 Uhr
Foto: Silvia Wirczikowski --- Die oberbergischen Regionalligahandballerinnen stehen vor großen Herausforderungen: Während der SSV Nümbrecht im Kellerduell gegen Beyeröhde um den Klassenerhalt kämpft, will der HC Gelpe/Strombach Tabellenführer TuS Königsdorf ein Bein stellen.
HANDBALL

Abstiegskampf statt Katz-und-Maus-Spiel

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thg, uk; 05.02.2026, 17:30 Uhr
Oberberg - Regionalliga: Nümbrecht empfängt Beyeröhde zum Kellerduell, Gelpe/Strombach will den Primus ärgern - Oberliga: Löwinnen wollen doppelte Wiedergutmachung betreiben - Verbandsliga: Gelpe/Strombach II empfängt Marienheide/Müllenbach zum Topspiel.

Vorschau Regionalliga Frauen

 

SSV Nümbrecht – TV Beyeröhde (Samstag, 18 Uhr, GWN-Arena).

 

Hinspiel: 25:28.

 

Es fehlen: Franziska Arnds, Kira Hartmann, Lena Seinsche, Nele Kolb, Sabrina Heinrichs, Julia Alefelder.

 

Einsatz fraglich: Lara Deinert.

 

Der Blick zurück auf das erste Duell der beiden Kontrahenten tut ein bisschen weh. Am vierten Spieltag war nämlich noch nicht ganz klar, wer am Ende der Saison, neben den Nümbrechterinnen, um den Klassenerhalt kämpfen muss. Nach mehr als einer halben Spielzeit zeichnet sich ab, dass die Wuppertalerinnen mitten drin stecken und vielleicht sogar der Hauptkonkurrentinnen sind, wenn es um den Ligaverbleib geht. Umso bitterer, dass die Nümbrechterinnen im Hinspiel die Punkte offenbar leichtfertig hergeschenkt haben. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit, die 8:17 ausging, berappelten sich die SSV-Frauen und hätten wohl nur einige Minuten Spielzeit mehr gebraucht, um die Wende zu vollziehen.

 

„Wir haben eine ordentliche zweite Halbzeit gespielt, aber die hat einfach nicht gereicht, um den Sieg mit nach Nümbrecht zu nehmen. Diesmal wollen wir die Punkte behalten. Ich denke, das ist auch ein realistisches Unterfangen. Gleichzeitig ist uns aber bewusst, dass wir dafür alles investieren müssen. Abstiegskampf ist nicht schön. Das hat ganz viel mit Willen und Kampf zu tun. Den müssen wir annehmen und dürfen nicht wieder Katz und Maus mit uns spielen lassen“, mahnt Nümbrechts Trainerin Martina Duckart, diesmal von Anfang an konzentriert auf der Platte zu sein. Dabei gelte, in erster Linie auf sich und sein eigenes Spiel zu schauen. „Wir müssen die Dinge umsetzen, die für uns wichtig sind. Das heißt, gut in der Abwehr agieren und das schon in der ersten Halbzeit, um unseren Torhüterinnen mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Im Angriff müssen wir dazu kommen, unsere Torchancen besser zu nutzen. Damit gehen wir noch immer zu fahrlässig um. Wir sind im Abstiegskampf. Da muss jede Chance zum Tor einfach genutzt werden.“

 

Ohne einen Blick auf die Gegnerinnen geht es aber doch nicht so ganz. Vor allem die Kreise von Jana Brandt gelte es einzugrenzen. Die 17-jährige Rückraumspielerin hat bereits in der Jugendnationalmannschaft gespielt und wechselt im Sommer zum Drittligisten PSV Recklinghausen. „Sie ist Dreh- und Angelpunkt im Angriff. Dabei geht es nicht darum, ihre Tore zu hundert Prozent zu verhindern, das wird ohnehin nicht möglich sein. Aber wir müssen versuchen, ihre guten Anspiele auf die Mitspielerinnen zu verhindern“, so Duckart über das 1,80 Meter große Talent, das jüngst 10 Tore gegen den HC Weiden warf. „Wir sind gewarnt. Sie haben da nur mit einem Tor verloren. Aber wir spielen zu Hause und die Motivation ist sehr hoch, die Punkte zu holen, um uns weiter von der Abstiegszone zu befreien“, so Duckart. (thg)

 

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HC Gelpe/Strombach – TuS Königsdorf (Samstag, 17 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 29:30.

 

Es fehlen: Kira Blohme, Tahnee Ranke, Desiree Horn.

 

Auf die Gelpe/Strombacherinnen wartet die ultimative Herausforderung. Der amtierende Meister aus Königsdorf spielt sich scheinbar mühelos durch die Regionalligasaison und ist bis jetzt unangetastet geblieben. Mit 28:0-Punkten und einer Tordifferenz von 164 führen die Frechenerinnen mehr als souverän die Tabelle an und sind dem nächsten Verfolger schon weit enteilt. Treudeutsch Lank hat bereits sechs Minuspunkte und nur knapp die Hälfte an Toren auf der Positivseite. Vor rund zwei Wochen fegten die Königsdorferinnen eben diese Mannschaft aus Lank mit 30:18 aus der Halle und machten damit endgültig klar, dass sie in dieser Spielzeit vom Platz an der Sonne wohl nicht mehr zu verdrängen sein werden.

 

Das einzige Team, das dem Primus in dieser Saison bislang bedrohlich nahe kam war der HC Gelpe/Strombach. „Königsdorf ist die stärkste Mannschaft der Liga. Sie steht nicht ohne Grund ohne Minuspunkt an der Spitze. Wenn man sich auch die anderen Ergebnisse anschaut, dann muss man größten Respekt haben. Das einzige Spiel, bei dem sie an die Grenze gehen mussten, war gegen uns. Und natürlich ist es das Ziel, es am Samstag noch einmal so eng zu gestalten“, sagt HC-Trainer David Hoffmann und hofft, dem Favoriten einen heißen Tanz bereiten zu können. „Wir wollen für sie ein unangenehmer Gegner sein. Wir haben die Qualität, sie zu ärgern und werden uns Dinge überlegen, um sie vor Aufgaben zu stellen. Vielleicht macht Königsdorf die Tür mal ein bisschen auf, sodass wir hindurchgehen können. Wir werden alles herausholen, um das Spiel so lange wie möglich offen zu halten“, verspricht Hoffmann.

 

Eine echte Erklärung, warum ausgerechnet der HC dem Ligadominator fast ein Bein gestellt hätte, hat Hoffmann derweil nicht. „Es ist schwer zu sagen, warum es damals so knapp war. Vielleicht war es so, weil es noch früh in der Saison war, als wir gegen sie gespielt haben. Da sind sie vielleicht noch nicht mit dem Selbstvertrauen dieser Siegesserie angetreten. Mit jedem Sieg steigt auch der Glaube an sich selber“, mutmaßt er, dass der TuS beim zweiten Aufeinandertreffen noch deutlich stärker sein könnte, als noch im vergangenen Oktober. Im Hinspiel taten sich die Königsdorferinnen vor allem mit der konsequenten Deckung der Gummersbacherinnen schwer und auch die Option, mit vier Rückraumspielerinnen anzugreifen, schmeckte dem Gegner nicht besonders. „Darauf werden sie sich jetzt vorbereiten, sie haben sich sicher weiterentwickelt. Aber das haben wir uns auch. Für uns ist es erstmal super, dass wir uns mit den beiden jüngsten Siegen wieder Selbstvertrauen geholt haben. Wichtig ist, dass wir mit einem guten Gefühl ins Spiel gehen“, so Hoffmann. (thg)

 

 

Vorschau Oberliga Frauen

 

HBD Löwen Oberberg - DJK Unitas Haan (Sonntag, 17 Uhr, Burstenhalle Bergneustadt).

 

Hinspiel: 28:29.

 

Die Löwinnen gehen doppelt motiviert in den Vergleich mit den Haanerinnen: Zum einen ist da noch eine alte Rechnung zu begleichen, denn man kassierte Ende September in der sogenannten Gartenstadt eine höchst unglückliche 28:29-Niederlage, obwohl man wenige Minuten vor der Schlusssirene noch mit drei Treffern geführt hatte. Zum anderen musste man sich überraschenderweise am vergangenen Spieltag in Biesel nach mäßiger Leistung klar geschlagen geben. Grund genug für die Damen von Dennis Herrmann, doppelte Wiedergutmachung zu leisten.

 

"Wir wollen uns gegen Haan auf jeden Fall für die Niederlage im Hinspiel revanchieren", sagt der HBD-Trainer, der auch beim 32:36 am vergangenen Samstag "einige Baustellen" bei seiner Equipe entdeckt hat. Dennoch vertraut er seiner Mannschaft: "Wir haben unter der Woche im Training gut gearbeitet und uns dabei vor allem auf das Tempospiel konzentriert, eine unserer großer Stärken", so Herrmann, der gegen Haan allerdings eventuell auf Torfrau Alessia Iedenak (private Gründe) verzichten muss. So oder so: Im Löwinnenlager will man den Vergleich mit der DJK auf jeden Fall siegreich gestalten. (uk)

 

 

Vorschau Verbandsliga Frauen

 

HC Gelpe/Strombach II - HSG Marienheide/Müllenbach (Samstag, 14:45 Uhr, Eugen-Haas-Halle).

 

Hinspiel: 25:30.

 

Mehr Topspiel geht nicht: Wenn sich am Samstagnachmittag die Zweitvertretung des HC Gelpe/Strombach (18:4 Punkte) und die HSG Marienheide/Müllenbach (22:2 Punkte) in der Eugen-Haas Halle gegenüberstehen, ist dies nicht nur das Kräftemessen zwischen dem aktuellen Tabellenzweiten und dem Primus der Frauen-Handball-Verbandsliga. Es ist auch ein Match der beiden torgefährlichsten Teams der Spielklasse: Während die Gastgeberinnen in ihren bisherigen elf Punktspielen durchschnittlich 28 Mal ins Schwarze trafen, gelangen den HSG-Handballerinnen in ihren bisherigen zwölf Partien im Durchschnitt sogar über 30 Treffer.

 

Lena Steuck geht trotz der HSG-Qualitäten im Angriff durchaus selbstbewusst in das Derby. "Wir haben seit November jedes Spiel gewonnen und sind in eigener Halle bisher ungeschlagen. Hinzu kommt, dass wir im Gegensatz zum Hinspiel dieses Mal mit komplettem Kader antreten können. Wir werden am Samstag jedenfalls ein anderes Gesicht zeigen als in Marienheide", kündigt die HC-Trainerin an.

 

Ihr Pendant erwartet eine sehr schwierige Aufgabe. "Das wird ein extrem schweres Spiel. HC-Mitarbeiter waren mehrfach in unserer Halle und haben gefilmt. Ich bin sicher, dass sie sehr gut vorbereitet auf das Spiel sind", schätzt HSG-Übungsleiter Michael Debus, kann nach dem klaren Sieg im Heimspiel am Dienstagabend über den 1.FC Köln III seine Spielerinnen aber mit einem positiven Gefühl in den prestigeträchtigen Lokalkampf schicken, zumal alle Spielerinnen zur Verfügung stehen." (uk)

 

 

CVJM Oberwiehl - MTV 1850 Köln II (Samstag 18, Uhr, Sporthalle Wiehl). 

 

Hinspiel: 29:29

 

Für die Begegnung mit der Kölner Zweitvertretung hat CVJM-Trainer Jan Herhaus ein klares Ziel ausgegeben. "Wir wollen zuhause natürlich gewinnen", sagt der Oberwiehler Übungsleiter, der es unter der Woche allerdings mit einigen kränkelnden Spielerinnen zu tun hatte. Gleichwohl geht er davon aus, dass sich der Krankenstand in seinem Team bis Samstag entspannt, so dass er einen weitgehend kompletten Kader zur Verfügung hat. (uk)

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