HANDBALL
Auf die Löwen wartet eine echte Hausnummer
Oberberg - Regionalliga: Nümbrecht vor Abstiegskrimi in Kempen, Gelpe/Strombach vor unangenehmer Auswärtstour - Oberliga: Die Löwen müssen zum direkten Verfolger aus Biesel - Verbandsliga: Derby findet doch statt (AKTUALISIERT).
Vorschau Regionalliga Frauen
VT Kempen – SSV Nümbrecht (Samstag, 18 Uhr).
Hinspiel: 23:33.
Es fehlen: Kira Hartmann, Lena Seinsche, Nele Kolb, Sabrina Heinrichs, Julia Alefelder.
Nur wenige Kilometer weniger als die Frauen des HC Gelpe/Strombach haben die Nümbrechterinnen zu fahren. „Das ist eine sehr lange Auswärtsfahrt. Damit müssen wir erstmal zurechtkommen. Aber ich bin optimistisch, dass die Mannschaft das kann und ein ordentliches Spiel abliefern wird“, stellt SSV-Trainerin Martina Duckart klar, dass die Anreise nicht als Ausrede für ein schlechtes Ergebnis herhalten kann. Ein schlechtes Ergebnis ist beim Abstiegskrimi ohnehin strikt verboten. Die Kempenerinnen halten, bislang ohne Punktgewinn, die Rote Laterne fest in der Hand.
„Kempen ist im Moment Letzter, aber man merkt in jedem Spiel, dass sie eingespielter werden und sich immer mehr finden“, geht Duckart mit Vorsicht ins Spiel und will die Negativserie der Gastgeberinnen nicht zu hoch hängen. „Wenn man unten drin steht, dann ist es immer schwierig. Dann laufen Dinge auch manchmal gegen einen. Das kennen wir noch aus unserer letzten Nordrheinligasaison. Wir sind auf alle Fälle absolut gewarnt. Wir wollen nicht die erste Mannschaft sein, die die Punkte gegen Kempen liegenlässt.“ Will man die Klasse halten, dann ist ein Sieg am Niederrhein Pflicht. Duckart bezeichnet die Begegnung mit den Kempenerinnen als „Vier-Punkte-Spiel“. „Wir stehen unter Druck. Da brauchen wir gar nicht drumherum reden. Aber wir haben auch schon gezeigt, dass wir Druck standhalten können.“
Wichtig sei es, nach der mehr oder weniger eingeplanten Niederlage gegen den HC Weiden, sich wieder mehr Sicherheit in der Abwehr zu verschaffen. „Das war am vergangenen Wochenende OK, aber es war nicht gut. Gegen Kempen müssen wir alles reinlegen. Im Abstiegskampf zählt Kampf und Wille. Das müssen wir zeigen“, fordert Duckart eine Leistungssteigerung. „Wir fahren da nicht so lange hin, um die Punkte dort zu lassen.“ (thg)
TV Aldekerk II – HC Gelpe/Strombach (Sonntag, 18 Uhr).
Hinspiel: 25:39.
Es fehlen: Tahnee Ranke, Desiree Horn, Kira Blohme.
Knapp 140 Kilometer Anfahrt, Anwurfzeit Sonntag um 18 Uhr. Die Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach sind wahrlich nicht zu beneiden was den Auswärtstermin am Niederrhein angeht. Die Stimmung im Lager der Gummersbacherinnen beeinflusst die Aussicht auf einen anstrengenden Handballabend aber derzeit nicht. „So eine Trainingswoche geht nach dem ersten Sieg des Jahres leichter. Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben, aber der Sieg hat uns gutgetan. Alle haben sich sehr gefreut, sind aber auch gleich wieder an die Arbeit gegangen“, zeigt sich HC-Coach David Hoffmann erleichtert, dass am vergangenen Samstag endlich der Knoten geplatzt ist. Nach Niederlagen gegen den Aufsteiger und Lokalkonkurrenten SSV Nümbrecht und den HC Weiden gelang gegen den TV Beyeröhde ein 38:34-Erfolg.
Der Auswärtstermin könnte für die Gelpe/Strombacherinnen allerdings nicht nur wegen der Umstände unangenehm werden, sondern schlicht aus sportlichen Gründen. Der überdeutliche Hinspielerfolg, damals noch in der Gummersbacher Gerhard-Kienbaum-Halle, ist jedenfalls nicht als Maßstab anzusetzen. „Aldekerk hat gerade in Bonn gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft sein können. Sie sind sehr schwer einzuschätzen, kassieren teils hohe Niederlagen, wie kürzlich beim 20:34 gegen Biefang, gewinnen dann bei der TSV Bonn rrh., was ich so nicht erwartet hätte, vor allem, weil die Bonnerinnen ihre Verletzungsmisere wohl überstanden haben. Das muss uns eine klare Warnung sein. Die Mannschaft ist eine Wundertüte, aber sie ist zu guten Leistungen fähig“, macht sich Hoffmann darauf gefasst, deutlich mehr Widerstand als noch zu Saisonbeginn zu erhalten. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns vom Hinspielergebnis blenden zu lassen. Es ist seitdem viel Zeit vergangen.“
Die eigene Schwächephase hofft der Coach überwunden zu haben. „In einer Entwicklung gibt es immer Phasen, in denen Dinge gut laufen, die man sich erarbeitet hat. Eine Pause, wie über Weihnachten, ist dann eine Zäsur. Man hatte zwei Wochen kein Training und muss zusehen, dass man wieder gut aus den Startlöchern kommt. Das haben wir gegen Nümbrecht nicht geschafft. Gegen Weiden kamen dann noch große Personalprobleme hinzu. Gegen Beyeröhde haben wir, vor allem offensiv, aber schon große Fortschritte gesehen. Gegen Aldekerk wollen wir in der Abwehr die Absprachen noch besser umsetzen, um mehr Sicherheit zu bekommen. Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen“, so Hoffmann. Die Personalprobleme sind derweil ausgestanden. Bis auf die Langzeitausfälle ist der Kader komplett. (thg)
Vorschau Oberliga Frauen
ATV Biesel - HBD Löwen Oberberg (Samstag, 18:15 Uhr).
Hinspiel: 19:21.
An der Tabellenspitze der Frauen-Oberliga thront in diesen Tagen zwar die SSG/HSV Wuppertal, doch die aktuelle Tabellenführung ist wahrscheinlich nur eine Topposition auf Zeit: Der aktuelle Ligaprimus hat bei 21:5 Punkten nämlich bereits zwei Partien mehr ausgetragen als die HBD Löwen Oberberg, die nach elf gespielten Begegnungen mit 20:2 Zählern notiert sind, damit drei Minuspunkte weniger als der jetzige Ligaprimus aufweisen und so die stärkste Mannschaft der Vorrunde stellen.
Am Samstagabend starten die Oberbergerinnen mit einem Auswärtsspiel, das es durchaus in sich hat, in die Rückrunde: Die ATV Biesel rangiert in der windschiefen Tabelle mit 19:5 Punkten momentan auf Platz drei und erwies sich am ersten Saison-Spieltag als unbequemer Gegner für die Löwinnen, die ihr Oberligadebut aber letztlich mit einem 21:19-Sieg krönten. Für Dennis Herrmann ist das Match im Mönchengladbacher Stadteil die zweite Begegnung innerhalb "richtungsweisender Wochen für uns": Zu diesen zählt er unter anderem den Heimsieg vor Wochenfrist gegen den Bergischen HC II (23:21), den Auftritt in Biesel sowie das anschließende Match daheim gegen Unitas Haan. Dort gab es in der Vorrunde die bisher einzige HBD-Niederlage.
Am Samstag rechnet der Coach nicht zuletzt deshalb mit einer kniffligen Aufgabe, weil man in der Halle am Asternweg klisterfrei spielen muss. "Wir werden auf diese Situation vorbereitet sein, denn wir haben diese Woche ohne Klister trainiert", so Hermann. Ansonsten setzt der Handballlehrer darauf, dass sein Team es schafft, den Angriff der Gastgeberinnen ähnlich gut wie in Bergneustadt in den Griff zu bekommen: "Dann ich sehe ich gute Chancen, dass wir das Spiel gewinnen. Qualitativ haben wir das jedenfalls drauf. Auch wenn Biesel eine Hausnummer ist." Line Berscheid und Mia Schneider werden in Biesel weiterhin fehlen. (uk)
Vorschau Verbandsliga Frauen
HSG Marienheide/Müllenbach - CVJM Oberwiehl (Samstag, 16 Uhr).
Entgegen ersten Befürchtungen wird das Derby nun doch stattfinden. Die technischen Probleme in der Sporthalle in Marienheide konnten nach Angaben von HSG-Trainer Michael Debus doch noch beseitigt werden. (uk)
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