HANDBALL
Derby: Wer bleibt Verfolger des Spitzenduos?
Oberberg - Regionalliga: Nümbrecht reist personell geschwächt nach Königshof - Gelpe/Strombach muss in die "Hölle West" - Oberliga: Löwen dezimiert, aber selbstbewusst - Verbandsliga: Gelpe/Strombach II und Oberwiehl wollen Marienheide/Müllenbach auf den Fersen bleiben.
Vorschau Regionalliga Frauen
Adler Königshof – SSV Nümbrecht (Samstag, 20 Uhr).
Hinspiel: 28:21.
Es fehlen: Maren Büker, Franziska Arnds, Lena Seinsche, Nele Kolb, Sabrina Heinrichs, Julia Alefelder
Einsatz fraglich: Kira Hartmann, Jana Steinebach, Lara Schmalenbach.
Nach dem überraschenden Derbysieg gegen den HC Gelpe/Strombach dürften die Nümbrechterinnen voller Selbstvertrauen in die erste Begegnung der Rückrunde starten. SSV-Trainerin Martina Duckart mahnt aber zur Vorsicht: „So ein Derbysieg gibt Aufschwung, aber es ist kein Sieg, auf dem man sich ausruhen kann. Genau die Emotionen, die wir im Spiel gegen Strombach gezeigt haben, müssen wir in jedem Spiel zeigen. Wir müssen über die Mannschaft und den Kampf kommen“, erklärt sie. Als Favorit fahre man gegen den Tabellenfünften trotz des jüngsten Erfolges nicht nach Königshof. „Ich denke, dass die nach unserem Sieg gegen Strombach umso mehr gewarnt sind.“
Im Hinspiel hatte man gegen die Adler keine echte Chance. „Da haben wir uns schwer getan. Es war unser erstes Spiel in der Nordrheinliga und man hat uns die Nervosität angemerkt. Königshof hat das Spiel damals solide und konstant runtergespielt und auch zurecht gewonnen“, erinnert sich Duckart, schaut aber eher auf die eigenen Baustellen. „Wir müssen schauen, dass wir uns nicht über den Mittelblock aufreiben, sondern das Spiel breitmachen, die gegnerische Abwehr in Bewegung bringen und dann wirklich die Lücken nutzen, die da sind. Dafür muss man aber in die Tiefe gehen, versuchen Spieler zu binden, versuchen den Mittelblock zu isolieren und die freien Dinger, die wir haben dann auch reinmachen. Auch weil die Königshoferinnen über eine gute Torhüterin verfügen, erwarte ihre Equipe ein hartes Stück Arbeit in der Offensive.
Das Prunkstück sei aber die eigene Deckung. „Uns erwartet eine Mannschaft, die gerne aus dem Rückraum spielt. Sie haben große Spielerinnen, die auch den Abschluss aus dem Rückraum suchen. Aber ich denke, dass wir gegen Strombach gezeigt haben, dass wir eine bombastische Abwehr haben“, ist sich Duckart sicher, den Adlern etwas entgegensetzen zu können. Ein wenig ungünstig empfindet sie die Anwurfzeit. „Manche würde sagen das ist Prime Time, aber für uns ist das spät und ungewohnt.“ Problematischer ist allerdings die Personallage. „Mit den vielen Ausfällen wird das ein schwieriges Spiel für uns. Es stehen uns nur zwei gelernte Rückraumspielerinnen zur Verfügung. Aber wir wollen versuchen, so gut wie möglich mitzuhalten und vielleicht die Punkte mitnehmen. Wir haben auf jeden Fall eine Chance“, so Duckart. (thg)
HC Weiden – HC Gelpe/Strombach (Samstag, 17:30 Uhr).
Hinspiel: 14:33.
Es fehlen: Desiree Horn, Kira Blohme, Tahnee Ranke.
Immerhin, tabellarisch hat die jüngste Derbypleite des HC Gelpe/Strombach gegen den Aufsteiger SSV Nümbrecht keinen Schaden angerichtet. Die Gummersbacherinnen belegen auch weiterhin Platz drei der Regionalliga. Ordentlich durchgeschüttelt wurde das Ensemble aber offenbar doch. „Wir haben versucht, die Enttäuschung des vergangenen Wochenendes so gut es geht, abzuhaken und hinter uns zu lassen“, lässt HC-Trainer David Hoffmann durchblicken, dass das 27:30 in eigener Halle vielleicht Spuren hinterlassen hat. Die Probleme seien klar benannt worden, nun gehe es darum, eine Reaktion zu zeigen und zu zeigen, dass man aus den Fehlern gelernt habe.
„Wir müssen zu unserem eigenen Spiel, dass wir in dieser Saison schon oft gezeigt haben, zurückfinden. Wir müssen ein anderes Tempo im Spiel haben, als am vergangenen Samstag und in allen Belangen zu dem zurückfinden, was wir können. Das wird zwingend notwendig sein, wenn wir in Weiden bestehen wollen“, so Hoffmann, der zurecht eine schwere Auswärtsaufgabe befürchtet. Die Weidenerinnen besiegten jüngst in der gefürchteten „Hölle West“ die starke TSV Bonn rrh. mit 30:23 und stehen nur vier Minuspunkte schlechter da, als die Gelpe/Strombacherinnen. Zu erwarten ist auch, dass die Weidenerinnen ihren Gast im ersten Rückrundenspiel der Regionalligasaison maximal motiviert empfangen. Beim Ligaauftakt unterlag man nämlich mit 14:33 und erzielte in der ersten Hälfte nur fünf Tore.
Allerdings stand bei diesem Duell kaum eine Spielerin der ersten Weidener Mannschaft auf der Platte. Die Weidenerinnen hatten wegen einer Hochzeitsfeier zuvor um Verlegung der Begegnung gebeten, doch Gelpe/Strombach stimmte der Anfrage nicht zu, sodass man nur mit einem Rumpfteam auflief. „Weiden ist gut drauf. Die werden alles versuchen, uns gleich die nächsten beiden Minuspunkte zuzufügen. Wir müssen bereit sein, von der Einstellung her gegenzuhalten und den Kampf, der uns da erwartet, anzunehmen. Aber ich glaube nach wie vor zu 100 Prozent an meine Mannschaft und bin überzeugt, dass sie eine Reaktion auf das Spiel gegen Nümbrecht zeigt und wir auch in Weiden die Punkte holen können“ (thg)
Vorschau Oberliga Frauen
Bergische Panther - HBD Löwen Oberberg (Sonntag, 12 Uhr).
Die Tabelle der Oberliga Frauen ist derzeit ziemlich schief, denn die Teams haben bis dato durch die Bank eine unterschiedliche Anzahl von Spielen ausgetragen. So sind die HBD Löwen Oberberg zuletzt von der Spitze des Klassenspiegels verdrängt worden, weil man erst neun Partien bestritten hat, in denen man allerdings bemerkenswerte 16:2 Punkte ergattern konnte. Man ist derzeit nur auf Rang drei platziert, denn die SSG Wuppertal/HSV Wuppertal sowie die Zweitvertretung des Bergischen HC griffen im selben Zeitraum bereits zehn- beziehungsweise elfmal ins Oberliga-Geschehen ein und holten dabei 17:3 respektive 17:5 Zähler.
Dennis Herrmann bereitet das aktuelle Ligatableau freilich keine größeren Bauschmerzen. Vielmehr konzentriert er sich mit seinen Spielerinnen auf den kommenden Sonntag, wenn man am Sonntagmittag bei den Bergischen Panthern antreten muss. "Das ist eine gute Mannschaft, die daheim schon starke Gegner besiegt hat", weiß der HBD-Trainer, der allerdings auch weiß, dass die Gastgeberinnen schon einige überraschende Niederlagen auf eigenem Hof einstecken mussten.
So der so spekulieren der Handballlehrer und seine Spielerinnen auf einen weiteren Coup seiner Mannschaft. Und dies, obwohl man weiterhin auf Lina Kuxdorf (Bänderverletzung), Line Berscheid (Knieverletzung) und Mia Schneider (langzeitverletzt) verzichten muss. Hinzu kommt, dass auch Sophie Selter wegen einer Mandelentzündung passen muss. Herrmann bleibt aber entspannt und sagt: "Wir haben einen breiten Kader und wollen die Begegnung erneut über eine starke Deckung entscheiden." (uk)
Vorschau Verbandsliga Frauen
CVJM Oberwiehl - HC Gelpe/Strombach II (Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Wiehl).
Das Lokalderby steht ein wenig überraschend unter der Überschrift "Topspiel". Dass sich die CVJM'lerinnen (Tabellenrang zwei) und ihre Gäste aus Gummersbach (Platz vier) kurz vor Ende der Hinrunde in der Spitzengruppe der Verbandsliga mitmischen würden, hatten gewiss nicht viele Handballfans vorausgesagt. Angesichts der erfreulichen Entwicklung kann es wenig verwundern, dass die beiden oberbergischen Rivalen voll ambitioniert in die 60 Minuten am Samstagabend gehen.
Jan Herhaus geht von einem schweren Match für sein Team aus. "Angesichts des Laufs, den der HC vor dem Jahreswechsel hatte und aktuell hat, gehen die Strombacherinnen favorisiert in die Begegnung", schätzt der CVJM-Übungsleiter, der aber darauf hinweist, dass "in Derbys bekanntermaßen immer alles möglich ist". Herhaus ist denn auch ziemlich zuversichtlich, dass seine Spielerinnen besonders motiviert sind und in heimischer Halle eine gute Leistung bringen werden. "Wir müssen geschlossen auftreten und alles geben. Dann ist ein Sieg drin."
Allerdings hofft auch Lena Steuck auf einen gelungenen Auftritt ihrer Mannschaft und dass ihre Handballerinnen mit "Leidenschaft und Entschlossenheit" agieren werden, um dem Kräftemessen der Nachbarn "unseren Stempel aufdrücken zu können." Die HC-Trainerin geht nach eigenen Worten in jedem Fall "zuversichtlich" in das Prestigeduell. (uk)
TuS 65 Ehrenfeld - HSG Marienheide/Müllenbach (Samstag, 18 Uhr).
"Nur nicht unterschätzen", heißt die Devise im Nordkreis. Auf dem Papier reisen die HSG-Handballerinnen zwar als klare Favoritinnen in die Domstadt, doch Trainer Michael Debus hebt mahnend den Zeigefinger und orakelt: "Ehrenfeld hat seine Begegnungen sehr oft nur knapp verloren. Wir werden jedenfalls hochhochkonzentriert dort auflaufen müssen, möchten das Spiel über Tempo dominieren und wollen selbstbewusst die Punkte mit nach Hause bringen." (uk)
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