HANDBALL
Handballkreis Oberberg: Künftig vier Pokalwettbewerbe
Oberberg – Auch bei den Frauen wird es künftig zwei Pokalendspiele geben, um den Wettbewerb für Teams auf Kreisebene attraktiver zu machen – Viertelfinale und Halbfinale auf Kreissitzung ausgelost.
Von Peter Notbohm
Auf eine Neuerung dürfen sich oberbergische Handballfans in diesem Jahr im Kreispokal einstellen. Statt wie zuletzt drei Endspiele wird es in dieser Saison vier Endspiele geben. Um den Pokalwettbewerb der Frauen künftig auch für Teams auf Kreisebene attraktiver zu machen, wird es zwei Leistungsstaffeln geben. Die Frauenteams auf Kreisebene spielen dann – analog zu den Männern – künftig ihren eigenen Pokalsieger aus. Oberbergs Handballchef Udo Kolpe dankte bei der Kreissitzung des Handballkreis Oberberg am Dienstagabend der Volksbank Oberberg, die das mit ihrem Sponsoring möglich macht.
Ob Volksbank Oberberg-Sprecher Nils Hühn ein glückliches Händchen als Losfee hatte, dürften die oberbergischen Vereine sicherlich unterschiedlich bewerten. Im Zunft Kölsch-Cup der Männer wird es diese Saison nach dem Rückzug des HC Gelpe/Strombach II und der Nichtmeldung des TV Wahlscheid nur ein Halbfinale geben. Hier kommt es zum Knallerduell zwischen dem SSV Nümbrecht und dem HC Gelpe/Strombach. Außerdem wird der CVJM Oberwiehl die HBD Löwen Oberberg herausfordern.
Bei den Frauen wird es im Volksbank Oberberg-Pokal zumindest ein Viertelfinalspiel geben. Nachdem der TV Wahlscheid und der CVJM Oberwiehl nicht für den Wettbewerb gemeldet haben, zog Hühn für Gelpe/Strombach, den SSV Nümbrecht und Gelpe/Strombach II jeweils ein Freilos. Um den Halbfinaleinzug kämpfen müssen Regionalligaaufsteiger HBD Löwen Oberberg und Oberligaaufsteiger HSG Marienheide/Müllenbach. Im Halbfinale muss der Sieger der Partie zum SSV Nümbrecht reisen, während das andere Semifinale zum HC-internen Vereinsduell wird.
Am Pokalwettbewerb auf Kreisebene werden sieben Männer- und vier Frauenmannschaften teilnehmen. Im Halbfinale der Frauen empfängt die HSG Marienheide/Müllenbach II den SV Frielingsdorf. Den zweiten Finalisten spielen der CVJM Oberwiehl II und die HBD Löwen Oberberg II aus. Bei den Männern muss Titelverteidiger HSG Marienheide/Müllenbach im Viertelfinale zum CVJM Waldbröl. Während der CVJM Oberwiehl II ein Freilos hat, empfängt der SV Frielingsdorf die HBD Löwen Oberberg III.
Das Spitzenspiel in der Runde der letzten Acht ist allerdings das Duell zwischen den HBD Löwen Oberberg II und dem SSV Nümbrecht II. Im Halbfinale muss der Sieger dieser Paarung zum CVJM Oberwiehl II. Im anderen Halbfinale hat der Sieger des Spiels zwischen Frielingsdorf und den Löwen III Heimrecht, womit Marienheide/Müllenbach mittlerweile seit drei Jahren auf ein Heimspiel im Pokal warten muss.
Die Viertelfinalspiele sollen bis zum 20. Dezember ausgetragen werden, die Halbfinals im Februar stattfinden. Eine Neuerung gibt es dieses Jahr beim Kreispokalfinaltag. Der kann nicht am 1. Mai stattfinden, weil an diesem Tag ein regulärer Spieltag in der Liga angesetzt ist. Einen endgültigen Ausweichtermin gibt es noch nicht. Der Handballkreis Oberberg würde die Endspiele gerne an Himmelfahrt am 6. Mai durchführen. Dieser Terminvorschlag traf angesichts der traditionellen Vatertagswanderungen bei den meisten Handballern aber auf wenig Gegenliebe.
Aus dem Handballkreis
- HKO-Spielwart Karl-Walter Marx zog ein optimistisches erstes Zwischenfazit der Einführung der neuen Verbandsmanagementsoftware Handball 360. Nachdem der DHB das Projekt anfangs noch „total überschätzt“ und die Einführung den Verbänden und Kreisen im Sommer aufgrund immer wieder nachgeschobener Software-Migrationen „riesige Probleme“ bereitet habe, laufe Handball 360 zunehmend stabiler. Auch für das kommende Jahr erwartet Marx weitere deutliche Verbesserungen in der Nutzung für die Vereine.
- Schiedsrichteransetzer Benedikt Scharf sagte, dass die Lehrarbeit des Handballkreises im Schiedsrichterwesen weiterhin gute Früchte trägt. Seit dieser Saison sind 20 neue Schiedsrichter im Einsatz – überwiegend noch im Jugendspielbetrieb. Positiv erwähnte er zudem, dass der Handballkreis Oberberg der einzige Handballkreis mit zwei Gespannen in der U17-Jugendbundesliga sei.
- Obwohl erst wenige Spieltage der neuen Saison gespielt sind, gab es auf Kreisebene bereits die ersten Rückzüge. Bei den Männern hat der TV Wahlscheid II seine Mannschaft abgemeldet. Bei den Frauen wurden der TV Wahlscheid II und die HSG Lüdenscheid zurückgezogen. Insgesamt spielen diese Saison über 170 Mannschaften, darunter über 20 aus dem Lenne-Sieg-Kreis, in den oberbergischen Ligen.
- Neue Rekorde vermeldete Jugendspielwart Jens Eichmann. Insgesamt 63 Minimannschaften wurden in diesem Jahr gemeldet. Teilweise haben Vereine vier oder fünf Teams gemeldet. Das stelle die Planer allerdings vor erhebliche Probleme, so Eichmann. Der Spielbetrieb laufe „ruckelig“, auch weil manche Vereine bislang keine eigenen Mini-Spielfeste anbieten. Der Kreis überlege daher, künftig Vereine von den Spielfesten auszuschließen, wenn sie keine eigenen Turniere anbieten. Eichmann appellierte an die Vereine, „denn am Ende bleiben die Kinder auf der Strecke und sind die Leidtragenden“. Probleme gebe es im gesamten Jugendbereich zudem schon jetzt mit der hohen Zahl an Spielverlegungen. Noch gesucht wird außerdem ein Ausrichter für die Talentiade und die Juniortalentiade im Februar und März kommenden Jahres.
- HKO-Chef Udo Kolpe wies erneut darauf hin, dass der Vorstand dringend frisches Blut benötige. In zwei Jahren werde das jetzige Führungsteam nicht mehr zur Verfügung stehen, weshalb man frühzeitig mit potenziellen Kandidaten unverbindliche Gespräche führen wolle.
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