HANDBALL

Gummersbacher Vorfreude auf die „Aßmann-Hölle“

pn; 15.10.2026, 19:00 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ----- Ludvig Hallbäck und der VfL Gummersbach sind am Freitagabend in der „Aßmann-Hölle“ in Eisenach gefordert.
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Gummersbacher Vorfreude auf die „Aßmann-Hölle“

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pn; 15.10.2026, 19:00 Uhr
Gummersbach – Beim ThSV Eisenach wollen die VfL-Handballer am Freitagabend den vierten Saisonsieg holen - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Peter Notbohm

 

ThSV Eisenach – VfL Gummersbach (Freitag, 20 Uhr).

 

Die Werner-Aßmann-Halle in Eisenach, von vielen auch als „Aßmann-Hölle“ bezeichnet, ist für ihre spezielle Atmosphäre in der Handball-Bundesliga (HBL) gefürchtet. Nicht selten sorgen die ThSV-Fans für einen echten Hexenkessel, in dem Auswärtsteams nur schwer bestehen können. Der THW Kiel bekam das diese Saison bereits zu spüren und entführte nur denkbar knapp beim 28:27-Auswärtssieg beide Punkte aus Thüringen. Auch die VfL-Handballer bekamen den Druck der Halle vergangene Saison zu spüren, als man in Eisenach mit 29:32 unterlag – die erste Niederlage gegen die Ostdeutschen seit 23 Jahren.

 

Und trotzdem spricht Gummersbachs Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson von einer Vorfreude auf eine überragende Atmosphäre: „Es macht wirklich Spaß dort hinzufahren und Handball zu spielen.“ Für den VfL geht es am 9. Spieltag der HBL in Eisenach auch darum, den Anschluss an die Spitzenplätze zu halten. Nach dem harten Auftaktprogramm liegt der oberbergische Altmeister derzeit mit 7:7 Punkten auf Platz zehn der Tabelle. Sigurdsson ist nach der gezeigten Leistung im European-Heimspiel gegen Eurofarm Pelister (38:28) vom Dienstag jedenfalls optimistisch und spricht von „einem Schritt in die richtige Richtung, auf den wir aufbauen wollen“.

 

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Auch der gegen die Nordmazedonier nicht eingesetzte VfL-Spielmacher Ludvig Hallbäck spricht von einem guten Gefühl, mit dem er und seine Mitspieler am Donnerstag nach Thüringen reisen können: „In Eisenach wollen wir eine gute Leistung auf die Platte bringen und können hoffentlich zwei Punkte mitnehmen!“ Dass der Schwede gegen Eurofarm Pelister nicht zum Zug kam, begründet Sigurdsson damit, dass er Talent Gardar Sindrason bewusst mehr Spielzeit geben wollte. In anderen Spielen habe dafür der Schwede den Vorzug erhalten. Auch Teitur Einarsson wurde noch weitgehend geschont, weil er am Wochenende zuvor mit einem grippalen Infekt zu kämpfen hatte.

 

Vor Eisenach hat Sigurdsson Respekt. Die Ostdeutschen, derzeit mit 5:11 Punkten Tabellen-13. der HBL, überraschten am vergangenen Freitag mit einem 33:29-Auswärtssieg bei den Rhein-Neckar-Löwen. Ein Ergebnis, das Folgen hatte. Die Mannheimer entließen anschließend ihren Trainer Maik Machulla. „Es war sehr beeindruckend, wie geduldig und effektiv sie agiert haben“, sagt Sigurdsson über Eisenach. „Wenn man sich von ihnen in der Abwehr permanent stoppen lässt und jeden Angriff von Null anfangen muss, wird das gegen diese eingespielte Mannschaft in dieser Atmosphäre schwer“, so der Isländer weiter. „Wir müssen uns daher auf uns konzentrieren und unser Ding durchziehen.“

 

Als Schlüssel zum Sieg sieht Sigurdsson die eigene Defensive. Mit seinen langen Angriffen warte Eisenach immer wieder auf Chancen, um aus Freiwurfsituationen etwas zu kreieren. „Wenn wir da die Geduld verlieren oder unser Konzept verlassen, kriegen sie ihre Chancen. Das müssen wir vermeiden“, sagt der Isländer. Mit Abstand gefährlichster Werfer im Team von Trainer Sebastian Hinze ist Spielmacher Felix Aellen (50 Tore). Auf eine überragende Wurfquote kommt zudem Linksaußen David Móré, der bei 34 Toren erst zwei Fehlwürfe hatte (94,5 Prozent).

 

Ob Gummersbach mit den angeschlagenen Tom Kiesler (Knie) und Kay Smits (Rücken) nach Eisenach reisen wird, ließ Sigurdsson am Mittwoch offen. Ein Einsatz der beiden sei eher „nicht wahrscheinlich“. Bei beiden rechnet der Isländer aber nicht mit einem mehrwöchigen Ausfall.

 

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