HANDBALL
Grundschule Müllenbach darf sich erneut Kreismeister im Handball nennen
Oberberg - Spaß und Begeisterung am Handballsport zeigten neun Grundschulteams in der SCHWALBE arena - Im Anschluss fand das Landesfinale der Schulen der Wettkampfklasse IV statt, allerdings erstmals seit mehreren Jahren ohne oberbergische Beteiligung.
Von Peter Notbohm
Neun Grundschulmannschaften – so viele wie noch nie – kämpften am Mittwoch in der Gummersbacher SCHWALBE arena um den Titel der besten oberbergischen Grundschulmannschaft im Handball. Das Turnier war erneut in das Landesturnier der Schulen NRW eingebunden. Sieger wurde wie im Vorjahr die Grundschule Müllenbach mit ihrer Trainerin Jennifer Debus.
Seit 2008 gibt es das Turnier, das vom Handballkreis Oberberg nach dem WM-Titel im eigenen Land ins Leben gerufen wurde, um den Jugendhandball zu fördern. Seitdem hat manches Toptalent an dem Turnier teilgenommen. Cheforganisator Udo Kolpe erinnert sich noch heute an den Auftritt von Julius Hein, der damals mit der Grundschule Windhagen gewann. Inzwischen gehört der Kreisläufer zum erweiterten Kader von Zweitligist Bayer Dormagen. Auch an die ersten Schritte von Gummersbachs EM-Held Tom Kiesler kann sich Kolpe noch gut erinnern: „Er wollte damals beim Gruppenbild unbedingt auf der Latte liegen.“
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[Versteckt sich hier ein kommendes Handball-Toptalent? Bei Grundschulturnier des Handballkreis Oberberg hat schon mancher späterer Bundesligaspieler teilgenommen.]
Für die Organisatoren bedeutete das Grundschulturnier zwar Stress pur – schließlich mussten 18 Spiele in drei Stunden auf zwei Feldern durchgepeitscht werden -, Kolpe sprach aber von positivem Stress. Alle Trainer, Schiedsrichter und Kampfgerichte hätten angesichts des Gewusels auf dem Spielfeld „mit einer bewundernswerten Ruhe“ agiert. Nachdem die Grundschule Hunsheim kurzfristig abgesagt hatte, wurde in drei Dreier-Gruppen gespielt. Anschließend bildeten die Tabellenersten, -zweiten und -dritten erneut drei Dreier-Gruppen, um die Platzierungen auszuspielen.
Sportlich waren die Grundschule Müllenbach und die Grundschule Windhagen deutlich überlegen. Das direkte Duell gewann die Mannschaft von Jennifer Debus schließlich mit 4:2. Für die Schulpflegschaftsvorsitzende, die auch Trainerin bei der HSG Marienheide/Müllenbach ist, kam der Erfolg nicht ganz überraschend: „Wir profitieren davon, dass nahezu alle Schüler auch bei uns im Verein spielen. Dadurch sind sie eingespielt.“ Ein Training hatte es zuvor nicht gegeben, die Schule bietet nur eine Fußball-AG an. Debus hatte trotzdem sogar einen echten Luxusfaktor im Kader: gleich drei Linkshänder. „Das haben manche Bundesligisten nicht“, witzelte Debus.
Dritter wurde die Grundschule Gaderoth. Die weiteren Platzierungen gingen an die GGS Körnerstraße, die GGS Nümbrecht, die GGS Bernberg, die Grundschule St.Antonius aus Wipperfürth, die GGS Niederseßmar sowie die Regenbogenschule Dieringhausen. Die Siegerehrung übernahmen Marcus Hoffmann und Florian Kalkuhl von der Sparkasse Gummersbach, die das Turnier seit seinen Anfängen (damals noch als Sparkasse der Homburgischen Gemeinden) unterstützt. Am Vortag hatten bereits sechs Wiehler Grundschulen ihren Stadtmeister ausgespielt.
Im Anschluss flogen in der SCHWALBE arena weiter die Handbälle durch die Halle. Bereits zum elften Mal war der Gummersbacher Handball-Tempel Austragungsort für das Landesfinale der Schulen NRW in der Wettkampfklasse IV (Altersklasse U14). Auch in diesem Jahr kämpften wieder jeweils fünf Mädchen- und fünf Jungenschulhandballmannschaften um das begehrte Ticket für das Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin. In diesem Jahr allerdings ohne oberbergische Beteiligung, was sich auch in den Zuschauerzahlen bemerkbar machte.
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[Die Schulen aus Minden und Solingen qualifizierten sich für das Bundesfinale in Berlin.]
Barbara Nohl, Geschäftsführerin des Ausschusses für den Schulsport im Oberbergischen Kreis, war vor dem ersten Anpfiff trotzdem überzeugt, dass das Turnier ein voller Erfolg wird: „Wir freuen, dieses Turnier gemeinsam mit dem Handballkreis Oberberg bereits zum elften Mal auszurichten.“ Der Oberbergische Kreis sei durchaus interessiert auch das Turnier der Wettkampfklasse III (U16) künftig wieder in Gummersbach durchzuführen. Derzeit werden sämtliche Wintersportarten allerdings bei zentralen Landesmeisterschaften durchgeführt – dieses Jahr in Essen. Hier haben am 11. März auch zwei Handballteams des Gummersbacher Lindengymnasiums die Chance auf das Berlin-Ticket.
In der Wettkampfklasse IV gewannen das Besselgymnasium aus Minden bei den Mädchen und die Friedrich-Albert-Lange-Schule aus Solingen bei den Jungen. Wettkampfleiter Daniel Köpplin zog ein zufriedenes Fazit des Turniers: „Im Vergleich zu den Vorjahren hatten wir ein sehr ausgeglichenes Feld mit ansehnlichen Spielen. Es war viel Spannung geboten und wir haben wirklich guten Jugendhandball gesehen.“ Geleitet worden waren die Spiele von mehreren Nachwuchsgespannen des Handballkreis Oberberg. Für das Catering war die Sportklasse der Gesamtschule Marienheide verantwortlich.
Die Siegerehrung übernahmen die stellvertretende Landrätin Heidrun Schmeis-Noack, Andreas Schmiegel (Landesstelle für den Schulsport NRW), Stefan Heße (Allgemeiner Vertreter des Landrats), Reinhard Schulte (Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses des Kreises), Reiner Pfesdorf (Vorsitzender Ausschuss für Schulsport OBK) sowie die beiden VfL-Spieler Malte Petersen und Patrick Kiesewalter.
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