HANDBALL
Füchse beenden Gummersbacher Siegesserie
Gummersbach – Der VfL Gummersbach verliert sein Auswärtsspiel in Berlin – 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.
In einem echten Handballkrimi hat der frischgebackene DHB-Pokalsieger Füchse Berlin die Siegesserie des VfL Gummersbach beendet und den Champions-League-Ambitionen der Oberberger einen herben Dämpfer verpasst. Zwar ließ der VfL nur 28 Gegentreffer zu und hielt den Angriff der Gastgeber damit deutlich unter deren Heimschnitt von 36 Toren, doch insbesondere Berlins Topscorer Mathias Gidsel (11 Treffer) war nicht zu stoppen. Zudem erwischte Torhüter Dejan Milosavljev einen überragenden Tag und brachte die Gummersbacher Offensive mit insgesamt 19 Paraden zur Verzweiflung.
„Wenn es einen optimalen Zeitpunkt gab, gegen die Füchse Berlin zu spielen, dann war es heute“, sagte Kentin Mahé, der mit vier Toren und drei Assists nach zuletzt unauffälligen Leistungen ein gutes Spiel machte. „Es zeichnet eine Topmannschaft wie Berlin aus, dass sie nach zwei schweren Spielen am Wochenende heute wieder so abgeliefert haben“, so Mahé. „Die Moral und die Einstellung bei uns haben gestimmt.“
Füchse Berlin – VfL Gummersbach 28:26 (13:12).
Die Gummersbacher fanden nur schwer ins Spiel und lagen früh mit 0:3 zurück. Den ersten Treffer für den VfL erzielte Kay Smits, doch zunächst blieb Berlin die spielbestimmende Mannschaft. Beim Stand von 3:7 aus Sicht der Gäste nahm VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nach 13 Minuten die erste Auszeit. „Wir kommen nicht gut in die Zweikämpfe und verschießen zu viele Bälle“, analysierte er die Probleme seiner Mannschaft in Abwehr und Angriff. Zudem unterliefen dem VfL in dieser frühen Phase bereits fünf technische Fehler.
Im weiteren Verlauf steigerten sich die Blau-Weißen jedoch deutlich. Bis zur Pause ließ die Abwehr nur noch sechs Berliner Treffer zu, während Gummersbach selbst neun Tore erzielte. Kentin Mahé, zuletzt eher unauffällig, traf dabei dreimal und setzte wichtige Impulse. Auch Torhüter Dominik Kuzmanović gewann zunehmend an Sicherheit und parierte unter anderem den letzten Berliner Wurf vor der Pause spektakulär zwischen den Beinen. So ging der VfL mit nur einem Treffer Rückstand in die Kabine. Alles noch drin für die Gäste.
Zur Halbzeit sagte Kay Smits: „Der Ball läuft gut, aber wir kommen im Angriff nicht richtig durch. Wir müssen zu viel arbeiten für unsere Chancen.“ Umso wichtiger sei es gewesen, den Rückstand bis zur Pause auf ein Tor zu begrenzen.
Gummersbach kam gut aus der Kabine. Mahé scheiterte zwar mit dem ersten VfL-Angriff nach dem Seitenwechsel an Milosavljev, kurze Zeit später trafen aber Tilen Kodrin und Lukas Blohme zum 14:14-Ausgleich (35.). Ein angeschlagener Miro Schluroff scheiterte zweimal an Milosavljev und kam auf nur vier Treffer.
Zehn Minuten vor Schluss schien dem VfL das Spiel zu entgleiten. Beim Stand 19:22 für Berlin nahm Sigurdsson seine letzte Auszeit und schwor seine Mannschaft auf den Schlusspurt ein. Die Auszeit zeigte Wirkung, denn innerhalb von rund anderthalb Minuten stellte Gummersbach mit einem 3:0-Lauf auf 22:22. Jetzt nahm auch Berlins Coach Nicolej Krickau eine Auszeit.
Im Schlussspurt verbuchten die Füchse dann die entscheidenden Szenen für sich: Gidsel traf aus fast unmöglicher Position zum 27:25. Auf der anderen Seite scheiterte Smits per Siebenmeter an Milosavljev. Die dritte Siebenmeterparade des Serben. Lasse Andersson machte anschließend den Sack zu.
Gummersbach: Kuzmanović (12 Paraden), Obling (1 Paraden); Smits (5), Vidarsson (4), Schluroff (4), Mahé (4), Horzen (3), Blohme (2), Hallbäck (2), Kodrin (1) Vujovic (1/1).
Spielfilm: 1. Hz 3:0, 3:1, 7:3, 11:10, 13:12 2. Hz. 14:12, 14:14, 17:15, 20:17, 22:22, 25:25, 28:26.
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