HANDBALL

European League-Auftakt: „Wir gehen ein bisschen blind ins Spiel“

pn; 28.09.2026, 17:00 Uhr
Foto: Thomas Wirczikowski ---- Alex Dujshebaev kennt PGE Wybrzeża Gdańsk noch aus der vergangenen Saison, als der spanische Nationalspieler mit seinem Ex-Club Kielce auf den Gummersbacher European League-Gegner traf.
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European League-Auftakt: „Wir gehen ein bisschen blind ins Spiel“

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pn; 28.09.2026, 17:00 Uhr
Gummersbach – Die Handballer des VfL Gummersbach starten morgen mit einem Heimspiel gegen PGE Wybrzeża Gdańsk in die European League – Smits droht mit Rückenproblemen auszufallen - 'RPP - Ambulantes Therapie- und Reha-Zentrum' und AggerEnergie präsentieren die Berichterstattung über den VfL Gummersbach.

Von Peter Notbohm

 

VfL Gummersbach - PGE Wybrzeża Gdańsk (Dienstag, 18:45 Uhr).

 

Die Generalprobe verlief mehr als erfolgreich. Nach dem 38:30-Derbysieg gegen den Bergischen HC am Sonntagnachmittag steht für die Handballer des VfL Gummersbach nur 48 Stunden später schon die nächste Aufgabe an. Am Dienstagabend (18:45 Uhr) empfängt das Team von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson den polnischen Vertreter PGE Wybrzeża Gdańsk zum Auftakt der Gruppenphase der European League in der SCHWALBE arena.

 

Man gehe „ein bisschen blind ins Spiel“, sagt Sigurdsson vor dem Aufeinandertreffen mit dem Club aus der Hafenstadt Danzig. Zwar haben die VfL-Handballer einiges an Videomaterial gesichtet, ein Livespiel in der Halle sei aber doch etwas anderes, findet der Isländer. Vieles lasse sich auf Videoaufnahmen nur erahnen: „Einige Spieler kennen wir bislang auch gar nicht.“ Sein Team warnt er: „Wir müssen von Anfang an hellwach sein und unsere Stärken durchsetzen wie am Sonntag in der Liga.“ Die Vorfreude auf die Rückkehr auf die europäische Bühne nach einem Jahr Abstinenz ist beim Isländer jedenfalls groß.

 

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Wer den Gegner dagegen wirklich kennt, ist VfL-Neuzugang Alex Dujshebaev. Der Spanier war im Sommer aus Kielce ins Oberbergische gewechselt und spielte in den vergangenen Jahren gegen Gdańsk in der polnischen Superliga. „Sie haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und versuchen nun, sich als drittbeste Mannschaft Polens zu etablieren“, weiß der Nationalspieler. Dabei blickt der Club eigentlich auf eine lange Tradition zurück. Zwischen 1966 und 2001 gewannen die Danziger zehn polnische Meisterschaften und zogen 1986 und 1987 auch ins Endspiel des Europapokals der Landesmeister ein.

 

2003 folgte allerdings der finanziell bedingte Rückzug, ehe 2010 ein Neustart eingeleitet wurde. Seitdem arbeitet sich der Club Schritt für Schritt wieder an die nationale Spitze heran. Platz drei in der abgelaufenen Saison war nicht nur das beste Abschneiden seit über 25 Jahren, sondern auch das Ticket zur European League. In die neue Saison ist das Team von Trainer Patriyk Rombel allerdings durchwachsen mit zwei Siegen und zwei Niederlagen gestartet. Der aktuelle Tabellensechste verlor die Generalprobe am Wochenende bei SPR Chrobry Głogów mit 31:32.

 

Gefährlichster Werfer ist bislang Linksaußen Mikołaj Czapliński (26). Der Nationalspieler erzielte bereits 35 Tore in vier Ligaspielen. Deutsche Fans könnten zudem Tomasz Gębala (30), den jüngeren Bruder von Erlangen-Star Maciej Gębala (32) kennen. Vor dem 2,12 Meter-Hünen hat Sigurdsson durchaus Respekt. „Es macht einen großen Unterschied, ob er spielt oder nicht. Ihr Spiel ist dann sehr auf ihn fixiert. Ohne ihn versuchen sie dagegen mit vielen Kreuzungen einen sehr schnellen Ball zu spielen“, sagt der Isländer. Sein Trainerkollege Rombel (Polens Nationaltrainer von 2019-2023) stehe für sehr viel Disziplin und eine kompakte Abwehr. Defensiv agieren die Polen meistens aus einer aggressiven 6:0-Deckung.  

 

Gummersbach hat zwischen den beiden Spielen nur eine Trainingseinheit am Montagvormittag. Diese sei aber eher regenerativ ausgefallen, berichtet Sigurdsson. Der Fokus lag auf dem Videostudium und der Analyse. „Dass wir mit deutlich weniger Intensität trainieren, versteht sich von selbst. Die Jungs sind lange genug Profis, dass das geht“, so der Isländer. Ob Kay Smits nach seinen Rückenproblemen bis zum Dienstag wieder einsatzfähig wird, ließ der VfL-Coach offen. Sein Comeback gut verkraftet hat Teitur Einarsson, der aufgrund des Smits-Ausfalls sogar mehr spielte als ursprünglich geplant.

 

Für das Spiel gegen Gdańsk wurden bislang 2.500 Tickets verkauft. Kurzentschlossene VfL-Fans können an der Tageskasse also noch zuschlagen.

 

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