HANDBALL

Eine Viertelstunde entscheidet

uk, pn; 12.12.2021, 19:40 Uhr
Fotos: Thomas Wirczikowski ---- Mit so viel Gegenwehr hatte Nümbrechts Deckung wohl nicht gerechnet. Gegen das Ligaschlusslicht aus Oberwiehl musste der SSV überraschend lange zittern.
HANDBALL

Eine Viertelstunde entscheidet

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uk, pn; 12.12.2021, 19:40 Uhr
Oberberg - Nümbrecht hat mit Oberwiehl im Oberliga-Südkreisderby überraschend große Probleme - Gelpe/Strombach II darf nach Heimsieg vom direkten Klassenerhalt träumen (AKTUALISIERT).

SSV Nümbrecht - CVJM Oberwiehl 24:21 (12:12).

 

Jörn Kader, der am Samstagabend die Geschicke auf der CVJM-Bank für die urlaubende Trainerin Agnes Kriser leitete, hatte die Rollen vor dem mit Spannung erwarteten Derby klar verteilt: "Wir sind eindeutig die Underdogs", sagte der Oberwiehler Betreuer in der Woche vor dem Match, schob aber schnell nach: "Nümbrecht steht viel stärker unter Druck als unsere Mannschaft. Wir wollen in jedem Fall richtig lästig sein."

 

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Das gelang den Gästen vor allem in den Anfangsminuten: Nach knapp neun Minuten stand jedenfalls ein 1:4 auf der Anzeigentafel. Erst jetzt fanden die SSV-Frauen ins Spiel. Allerdings gelang es den Werferinnen von Trainerin Martina Duckart danach keineswegs, die Regie vollständig zu übernehmen.

 

Im Gegenteil: Der CVJM blieb bis zur Pause nicht nur dran (12:12), sondern lag nach 34 Minuten erneut mit zwei Treffern vorne (12:14). Ein formidabler 8:1-Lauf der Gastgeberinnen läutete dann aber die große Wende ein - nach 47 Minuten war der Favorit jedenfalls mit 20:15 in der Vorhand und transportierte diesen Vorteil letztlich ungefährdet über die Ziellinie.

 

[Laura Harscheid hat sich durchgesetzt.]

 

"Das war ein hartes Stück Arbeit gegen einen echt starken Gegner. Wir sind aber sehr zufrieden, dass wir das Derby gewonnen haben und uns mit einem Sieg aus dem alten Jahre verabschieden konnten", bilanzierte SSV-Trainerin Martina Duckart das prestigeträchtige Match.

 

Ihr Pendant Jörn Kader war mit der Vorstellung seiner Handballerinnen grundsätzlich einverstanden, bedauerte aber natürlich die entscheidende Negativviertelstunde: "Da haben wir total den Faden verloren. Vorher haben wir unser Vorhaben, Nümbrecht ärgern zu wollen, sehr gut umgesetzt. Wenn wir künftig in den Spielen noch länger konzentriert bleiben, werden wir auch punkten."

 

Nümbrecht: Annalena Bauer (5), Laura Harscheid (5/4), Sabrina Heinrichs, Sabrina Kirchhoff (je 4), Julia Alefelder (3), Sandra Fischer (2), Jana Hage (1).

 

Oberwiehl: Thea König (8/2), Yasemin Adam (6/1), Kerstin Mertes, Lena Braeuer, Franziska Fink (je 2), Rosana Sug (1).

 

[Yasemin Adam entwischte mehrfach ihren Gegenspielerinnen.]

 

HC Gelpe/Strombach II – TK Nippes 24:16 (14:6).

 

Ende Oktober lag der HC Gelpe/Strombach II mit 2:8 Punkten noch hoffnungslos am Tabellenende, pünktlich zum Weihnachtsfest darf die Mannschaft von Eduard Debnar durch den überraschend klaren 24:16-Heimerfolg über den TK Nippes wieder vom direkten Klassenerhalt nach der Hinrunde träumen. „Wir genießen das jetzt erst einmal“, meinte der HC-Coach vielsagend nach der Partie, sein Team wird auf Rang sieben überwintern. Gegen Nippes zeigten die Oberbergerinnen vor allem defensiv eine „bombastische Leistung“ wie es Debnar ausdrückte. Vanessa Grumann vernagelte bis zur 9. Minute ihren Kasten mit starken Reflexen, die Gastgeberinnen hätten zu diesem Zeitpunkt sogar deutlicher als nur 4:0 führen können. Aber auch in der Folge war Gelpe/Strombach die wesentlich aktivere Mannschaft: Vor allem Carina Hilger feuerte bis zum 13:6 (25.) aus allen Rohren und hatten mit sieben Treffern erheblichen Anteil an der klaren Pausenführung.

 

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Oberbergerinnen aber schwerer. Nippes deckte nun wesentlich aggressiver: Johanna Heister konnte nach einem rüden Stoß in den Rücken, in dessen Folge sie auf eine Abwehrspieler prallte und anschließend benommen zu Boden ging, nicht mehr eingesetzt werden. Gelpe/Strombach verlor für zehn Minuten ein wenig den Faden, beim 16:12 (43.) schien die Begegnung noch einmal spannend zu werden. Doch die HC-Frauen fingen sich und ließen über 20:13 (50.) nichts mehr anbrennen. „Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung und ich freue mich für meine Mädels“, so Debnar. Die Frage nach der Meisterschaftsrunde ließ er dann aber doch offen: „Schließlich spielen wir noch gegen die beiden besten Teams der Liga.“

 

Gelpe/Strombach: Carina Hilger (8/4), Meike Domnick (6), Johanna Heister, Lisa Bürstinghaus (je 2), Louisa Wegner (2/1), Paulina Lütticke, Lara Schmalenbach, Jessica Mertens, Katalin Kleinhofer (je 1).

 

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