HANDBALL

Einbruch nach der Pause

pn; 11.10.2020, 14:24 Uhr
HANDBALL

Einbruch nach der Pause

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pn; 11.10.2020, 14:24 Uhr
Oberberg – Gelpe/Strombach gibt erneut eine Halbzeitführung aus der Hand – Lochtenbergh rätselt über Gründe und übt erstmals auch Kritik.

HC Gelpe/Strombach – TV Aldekerk 23:32 (13:10).

 

Fand HC-Trainer Michiel Lochtenbergh nach dem verpatzten Saisonstart mit drei Niederlagen noch moderate Töne, übte er nach dem Auftritt gegen den TV Aldekerk erstmals Kritik am Spiel seiner Mannschaft. „Auch wenn Aldekerk nicht irgendein Gegner ist und über gute Spieler im Kader verfügt, müssen sich die Jungs auch einmal selbst hinterfragen, warum wir nach der Pause so abtauchen und ob jeder momentan alles für den Erfolg tut“, meinte der Niederlände am Morgen nach der Heimpleite. Auch das gravierende Verletzungspech wollte der Ex-Nationalspieler nicht mehr als Ausrede für mangelnde Bereitschaft gelten lassen. Dabei ereilte den Aufsteiger schon vor dem Anpfiff die nächste Hiobsbotschaft: Neuzugang Patrick Martel fällt mit einem Muskelfaserriss vorerst aus.

 

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[Sommer-Neuzugang Johannes Urbach machte sein bislang bestes Spiel im HC-Trikot.]

 

Die Anfangsminuten gestalteten sich fahrig, das taktische Konzept wurde zunächst kaum umgesetzt. „Wir kassieren Gegentore, die wir genau so nicht wollten“, haderte Lochtenbergh, dessen Team

nach dem 7:9 (20.) aber endlich an Stabilität gewann. Wie schon am dritten Spieltag in Rheinhausen hatten die Oberberger vor der Pause ihre beste Phase und erspielten sich nicht ganz unverdient eine solide Halbzeitführung – die ersten Punkte schienen endlich greifbar.

 

Doch nach dem Seitenwechsel war der HC wie ausgewechselt. Ein 1:4-Lauf bedeutete den schnellen 14:14-Ausgleich (33.) und den Gastgebern gelang es nur noch bis zum 19:20 (44.), die Partie ausgeglichen zu gestalten. „Danach geben wir das Spiel komplett weg“, rätselte Lochtenbergh, ob es derzeit an der Kraft, der Bereitschaft oder doch der Kaderbreite liegt. Über 20:25 (48.) ergab sich das neue Liga-Schlusslicht in den letzten Minuten in sein Schicksal. „Man kann verlieren – auch hoch – aber die Art und Weise war bedenklich und dafür müssen wir uns Lösungen erarbeiten“, ist der Niederländer nicht ganz unglücklich, dass nun ein spielfreies Wochenende ansteht. „Wichtig wird, dass alle wieder gesund und vor allem fit werden“, so Lochtenbergh, der die beiden Außen Harry Roth und Johannes Urbach ausdrücklich aus seiner Kritik herausnahm.

 

Gelpe/Strombach: Johannes Urbach (5), Ole-Gunnar Steinhagen (4), Harry Roth (4/1), Lukas Bader (3), Tim Hilger (3/2), Florian Panske (2), Fynn Schürmann, Sean Borgard (je 1).

 

Ergebnisse und Tabelle

KOMMENTARE

1

Vielleicht liegt es aber auch nicht an der Mannschaft.

Beobachter, 11.10.2020, 19:45 Uhr
2

Hallo Beobachter, bei einer Mannschaft gehört der Trainer sicherlich dazu .. jedoch spielen die Spieler und nicht der Trainer. Die Nordrheinliga ist halt nicht die Oberliga und hier muss man über 60 min. lang konstant seine Leistung bringen.

Handballelefant , 12.10.2020, 10:25 Uhr
3

Wenn man Trainer und Sportvorstand ist, hat der Stuhl auf dem man sitzt ganz stabile Beine @Beobachter

Experte2, 12.10.2020, 10:33 Uhr
4

Das ein Aufsteiger die ersten Spiele verliert ist jetzt auch kein sensationelles Phänomen. Immer mal ruhig bleiben.

Leser, 12.10.2020, 12:49 Uhr
5

Sportvorstand und Trainer das passt nicht zusammen. Man sollte sich auf eine Position konzentrieren.

Die Stimme, 12.10.2020, 14:13 Uhr
6

@Experte2: Dass der Stuhl stabile Beine hat, ist sicherlich richtig. Aber ob es sinnvoll ist, das ganze Konstrukt des HCGS auf einen Stuhl zu verteilen (Mit Ausnahme der Trainer/Innen Neitsch und HKOle Remmers, die aber wohl kaum so viel konzeptionelle Arbeit leisten), ist fragwürdig. Ähnliches ist beim Tus Derschlag geschehen, wo man nach Abgang von Krauthoff Murfuni erstmal ohne geeignetes Personal in die Röhre geguckt hat.
Die Frage ist nun, ob Herr Lochtenbergh seinen Posten als Trainer räumen würde, falls die Negativ-Serie weiterhin anhält... Und trotzdem seinen Posten als Sportvorstand behalten will.
Mit der aktuellen Punktesituation ist die Nordrheinliga als eigentliche geplante "Durchgangsstation" sicherlich schwer zu halten. Es bleibt spannend...

Nicht so ganz neutraler Beobachter, 12.10.2020, 16:20 Uhr
7

„Ob jeder momentan alles für den Erfolg tut“ - Die Frage ist nun, ob Herr Lochtenbergh alles für den Erfolg tut. Man muss sein Ego eben hinten anstellen. Hat Herr Lochtenbergh seine Hausaufgaben vernachlässigt? „Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen!“. Es bleibt spannend...

HKoler, 12.10.2020, 17:50 Uhr
8

Experte2 hat leider recht. Deshalb sollte Lochtenberg beim Rätseln zunächst bei sich selbst beginnen anstatt den Weg über die Presse zu wählen und seine Schützlinge hier zu kritisieren. Von einem ehemaligen Profi sollte man eigentlich mehr erwarten können...
Von der Tribüne betrachtet war sein Verhalten am Samstagabend an Unprofessionalität gepaart mit der gewohnten Hochnäsigkeit jedenfalls nur schwer zu ertragen. Dem handballinteressierten Zuschauer tun die Spieler da fast schon leid.
Fazit: Wenn man seine Spieler scheinbar nur noch über die Medien erreicht, sollten sich Müller und Co mal überlegen, ob er noch der richtige Mann ist.
Vielleicht verantwortet der aufstrebende Trainer Rodriguez ja bald 55 statt der gewohnten 40 Mann. Viel Spaß.

Handballsebastian, 12.10.2020, 18:29 Uhr
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