HANDBALL

Einseitiges BSP-Cup-Endspiel: Gelpe/Strombach überrollt Oberwiehl

pn; 06.09.2026, 01:30 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum ---- Nachdem Gelpe/Strombach vergangene Saison im BSP-Cup schon im Halbfinale ausgeschieden war, holte sich das Team von Florian Greißner am Samstagabend den achten Titel beim oberbergischen Vorbereitungsturnier.
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Einseitiges BSP-Cup-Endspiel: Gelpe/Strombach überrollt Oberwiehl

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pn; 06.09.2026, 01:30 Uhr
Oberberg - Zumindest 15 Minuten kann der CVJM das Spiel gegen den Favoriten aus der Kreisstadt offen gestalten, dann macht der Regionalligist ernst - Nümbrecht bezwingt im kleinen Finale die HBD Löwen Oberberg.

Von Peter Notbohm

 

Der Sieger des BSP-Cups heißt zum achten Mal HC Gelpe/Strombach. Der Regionalligist ließ dem Überraschungsfinalisten CVJM Oberwiehl in einem über weite Strecken einseitigen Endspiel nicht den Hauch einer Chance. Bereits vor dem Spiel musste das Team von Florian Greißner allerdings einen Schock verdauen. Die Verletzung von Moritz Riedel, der im Halbfinale am Freitagabend bereits nach dem ersten Angriff ausgewechselt werden musste, entpuppte sich als doppelter Bruch der Hand. Der Neuzugang vom VfL Gummersbach wird bereits Anfang der Woche operiert und voraussichtlich bis Ende des Jahres ausfallen. Dritter wurde der SSV Nümbrecht, der sich in einem umkämpften Spiel um Platz drei gegen die HBD Löwen Oberberg erst in den Schlussminuten durchsetzen konnte.

 

[Acht Tore gingen auf das Konto von Shooter Felix Soldanski.]

 

Die Veranstalter zogen schon vor den beiden Endspielen ein positives Fazit des diesjährigen Vorbereitungsturniers. „Wir erleben intensive Spiele, die mehr als nur Testspiele und eine gute Standortbestimmung kurz vor der Saison sind. Das Format mit einem gebündelten Halbfinale und dem Finale an zwei aufeinanderfolgenden Tagen hat sich bewährt. Wir haben volle Hallen“, sagte BSP-Rechtsanwalt Finn Jürges. Auch Oberbergs Handballboss Udo Kolpe war nicht nur aufgrund der beiden Überraschungen in den Halbfinalspielen zufrieden mit dem BSP-Cup. „Hier wird mit den Füßen abgestimmt. Die Leute haben nach der langen Pause wieder Hunger auf Handball“, freute er sich über die gut besuchten Turniertage in Derschlag und Wiehl.

 

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CVJM Oberwiehl – HC Gelpe/Strombach 20:34 (8:19).

 

Gelpe/Strombach wurde seiner Favoritenrolle sofort gerecht und legte zum 2:5 (7.) vor. Anschließend kam Oberwiehl zwar noch einmal zum 5:5-Ausgleich (13.), dann hatten die Südkreisler ihr Pulver allerdings weitgehend verschossen. Mit sieben Tore in Folge zum 5:12 (21.) erhöhte Gelpe/Strombach zunehmend den Druck. Der CVJM fand gegen die 5:1-Deckung des HC kaum noch Lösungen. Im zweiten Durchgang experimentierte HC-Coach Florian Greißner dann viel, auch um Deckungsvarianten für den Ausfall Riedels auszuprobieren. Über 12:24 (41.) und 16:29 (50.) kam dabei aber keine Spannung mehr auf.

 

„Sie haben einfach jeden unserer Fehler bestraft. 15 Minuten lang spielen wir gut mit und steigern uns auch nach der Pause noch einmal, werden hinten raus dann aber auch etwas müde“, resümierte CVJM-Coach Christian Schüttenhelm das Spiel. Insgesamt war er zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft beim BSP-Cup. Vor allem die Abwehr habe bereits gut funktioniert, fand er: „Wir können vieles mitnehmen. Auch unsere Spielzüge haben wir gut umgesetzt bekommen. Uns fehlt aber noch die Konstanz für 60 Minuten. Zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung bin ich aber ganz zufrieden.“

 

[Oberwiehls Kreisläufer Daniel Rischikov ist der HC-Deckung entwischt.]

 

Greißner sprach indessen von einem standesgemäßen Erfolg, auch wenn sein Team erneut ein wenig Anlaufzeit benötigt habe: „Wir hatten wie schon im Halbfinale lange Angriffe gegen uns. Das sind wir aus den letzten Testspielen anders gewohnt. Wir wollten die Spannung hochhalten und haben uns interne Ziele gesetzt. Wichtig war nach der Hiobsbotschaft um Moritz, dass wir als Mannschaft einen guten Abschluss haben.“
 

Oberwiehl: Dario Barth (4/1), Daniel Rischikov, Moritz Madel, Julian Klein, Arthur Gartung (je 3), Phil Nueckel (2), Leo Dietrich, Jan Philipp Strässer (je 1).

 

Gelpe/Strombach: Arvid Pötz (9), Felix Soldanski (8), Felix Maier (6/4), Lukas Altjohann (3), Jerome Draeger, Julien Kuebler, Konstantin Kasch (je 2), Moritz Banaschewitz, Tobias Müller (je 1).

 

 

SSV Nümbrecht – HBD Löwen Oberberg 28:25 (13:11).

 

Nach der überraschenden Halbfinalniederlage im Südkreisderby gegen den CVJM Oberwiehl haben sich Nümbrechts Handballer zumindest Platz drei geholt. Im Oberligaduell gegen die HBD Löwen Oberberg hatte der Regionalligaabsteiger in einem umkämpften Match die etwas besseren Nerven. „Nachdem wir zu Beginn wieder mit unserer Wurfquote gehadert haben, sind wir zunehmend besser ins Spiel gekommen und haben am Ende kühlen Kopf behalten“, sagte SSV-Coach Manuel Seinsche. Über 4:6 (12.) und 10:8 (23.) ging der SSV mit einer knappen Führung in die Pause.

 

[Konstantin Kasch (2.v.l.) und Tobias Müller (r.) freuten sich über die Siegerpokale und eine kleine Bierprämie.]

 

Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen zum schnellen 14:14-Ausgleich (34.) und es entwickelte sich fortan ein Spiel mit mehreren Führungswechseln. Die Löwen verspielten dabei eine zwischenzeitliche 21:18-Führung (47.). Über 24:24 (57.) warf die Löwen dann aber eine Zeitstrafe gegen Tobias Damm aus der Bahn. Nümbrecht nutzte die Überzahl eiskalt aus. HBD-Trainer Marijan Basic, der durch das Fehlen von Tobias Weiler viel spielen musste, sah eine Steigerung zum Vortag: „Die Jungs haben gekämpft. Viele sind 17, 18 Jahre jung und standen zum ersten Mal im Feuer. Solche Spiele sind wichtig, um Erfahrungen zu sammeln.“ Seinsche sprach anschließend von „einem wichtigen Minierfolg“ kurz vor Saisonbeginn: „Wir finden uns immer mehr, müssen trotzdem aber langsam Gas geben. Viel Zeit haben wir nicht mehr.“

 

Nümbrecht: Dominik Donath, Marcel Miebach (je 6), Fabian Benger (5), Paul Borisch (4/2), Lukas Hemker, Niklas Witthaut, Mathis Pötzsch (je 2), Mats Weber (1).

 

HBD Löwen: Marijan Basic (9/4), Antony Hudak-Domokos (6), Lars Rostalski (4), Fabio Brogno (2), Tobias Mlynczak, Sverre Jürges, Tobias Damm, Kevin Buchholz (je 1).

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