HANDBALL

Löwen beerben Dauersieger Gelpe/Strombach beim BSP-Cup

pn; 06.09.2026, 00:15 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum ---- Die Löwinnen feierten den ersten Erfolg der Clubgeschichte beim BSP-Cup ausgelassen.
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Löwen beerben Dauersieger Gelpe/Strombach beim BSP-Cup

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pn; 06.09.2026, 00:15 Uhr
Oberberg - In einem defensivgeprägten Endspiel bezwingen die HBD Löwen Oberberg den SSV Nümbrecht - Gelpe/Strombach wird mühelos Dritter, muss aber einen Ausfall verdauen.

Von Peter Notbohm

 

Der BSP-Cup der Frauen hat einen neuen Titelträger. Zehnmal durfte Oberbergs Handballboss Udo Kolpe bislang den HC Gelpe/Strombach oder den Vorgängerverein TV Strombach auf dem Siegerpokal als Titelträger eingravieren lassen. Nun ging der Pokal erstmals an die HBD Löwen Oberberg, die sich in einem torarmen Endspiel verdient mit 19:17 gegen den SSV Nümbrecht durchsetzen konnten. Platz drei holte der bisherige Abonnementsieger. Gegen die HSG Marienheide/Müllenbach gab es einen ungefährdeten 34:20-Erfolg.

 

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HBD Löwen Oberberg – SSV Nümbrecht 19:17 (7:11).

 

 

[Melis Tokac hat sich durchgesetzt und setzt zu einem ihrer vier Tore an.]

 

Nachdem die beiden Regionalligavertreter schon in der Vorrrunde die Klingen gekreuzt hatten, versprach auch das Endspiel spannende 60 Minuten. Bis zum 7:7 (25.) gelang es keinem Team sich in einem von zwei starken Defensivreihen geprägten Match entscheidend abzusetzen. Dann aber zogen die Südkreislerinnen mit vier Treffern in Folge noch zum 7:11-Pausenstand davon. Löwen-Coach Dennis Hermann konnte den Frust seiner Spielerinnen nachvollziehen, auch weil die nie in ihr gewohntes Tempospiel fanden: „Wir sind 25 Minuten lang die bessere Mannschaft, treffen aber das Tor nicht. Spielerisch mussten wir in der Pause kaum etwas ändern, weil wir es bis dahin nicht schlecht gemacht haben.“


Mit viel Elan kam der Regionalligaaufsteiger dann aus der Kabine. Mit einem Doppelschlag besorgte Lina Kuxdorf zunächst den 12:12-Ausgleich (40.) und zwei Minuten später auch die erste Löwen-Führung seit langer Zeit. Nümbrecht verlor trotz einer Auszeit nun völlig den Faden und lag elf Minuten vor dem Ende sogar 12:16 zurück, ehe Lara Schmalenbach eine 14-minütige Durststrecke endlich beendete. In der Schlussphase verletzte sich die Kreisläuferin dann aber an der Wade und musste humpelnd vom Feld geführt werden. Zwar kam der SSV noch einmal zum 17:15 (55.) heran, die Löwen ließen aber nichts mehr anbrennen.

 

[Martin Mokris muss bis zum Saisonstart mit seinem Team noch an ein paar Stellschrauben drehen.]

 

SSV-Coach Martin Mokris sprach von einer verdienten Niederlage: „Wir behalten in der zweiten Hälfte keinen kühlen Kopf und niemand übernimmt gegen eine gute Löwen-Mannschaft Verantwortung. Für mich als Trainer ist es gut, dass das jetzt passiert und nicht erst in der Liga. Wir wissen jetzt, woran wir noch arbeiten müssen.“ Hermann blickt nach dem Turniersieg optimistisch in Richtung Ligastart in zwei Wochen: „Wir wollen das nicht überbewerten, gehen aber mit einem guten Gefühl in die Saison. Wir haben beim BSP-Cup eine richtig gute Abwehr gespielt, die uns auch in der Liga helfen wird. Wir müssen uns nicht verstecken.“

 

HBD Löwen: Lina Kuxdorf (8/2), Melis Tokac (4), Jessy Kuxdorf (3), Sophie Selter (2), Mia Schneider (1), Leonie Wlodarek (1/1).

 

Nümbrecht: Lara Deinert (4), Laura Harscheid, Lotta Werthenbach (je 3), Lara Schmalenbach, Mathilda Baum (je 2), Emil Hebekus, Sabrina Heinrichs (je 1), Valentina Fink (1/1).

 

HSG Marienheide/Müllenbach – HC Gelpe/Strombach 20:34 (8:13).

 

Nachdem die Regionalliga-Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach nach dem Halbfinalaus gegen den SSV Nümbrecht erstmals nicht den Titel holen konnten, tröstete sich das Team von Trainer Maik Pallach zumindest mit Platz drei. Die Gummersbacher besiegten Oberligaaufsteiger HSG Marienheide/Müllenbach souverän mit 34:20. Der klare Erfolg deutete sich bereits früh an. Schon beim 1:6 (12.) nahm HSG-Trainer Michael Debus seine erste Auszeit. Über 6:9 (23.), 12:20 (39.) und 17:29 (52.) kontrollierte der Viertligist aber jederzeit das Geschehen. HSG-Torhüterin Jule Steinbach verhinderte mit zahlreichen Paraden eine noch höhere Niederlage. Auch HC-Keeperin Sara-Melina Haack lieferte eine starke Leistung ab.

 

[Jana Damm (l.) und Jessy Kuxdorf (r.) nahmen den Siegerpokal von den BSP-Vertretern Werner Becker-Blonigen (2.v.r.) und Jens Kloppenburg (2.v.l.) entgegen.]

 

„Phasenweise war das besser als im Halbfinale, aber unser Abschluss war katastrophal. Wir waren chancenlos“, resümierte Michael Debus die 60 Minuten. HC-Trainer Maik Pallach sprach von einem Klassenunterschied und fand vor allem an der dritten Welle, über die seine Mannschaft immer wieder zum Abschluss kam, großen Gefallen. Ein Sonderlob gab es von ihm für Jule Steinbach: „Ich freue mich, dass sie in der Saison auch bei uns zwischen den Pfosten stehen wird. Das war wirklich stark.“ Einen Rückschlag musste Gelpe/Strombach allerdings auch verdauen: Denise Szakacs droht mit einem Sehnenabriss in der rechten Hand wochenlang auszufallen. „Das ist für uns natürlich ein herber Verlust“, so Pallach.

 

Marienheide/Müllenbach: Ayleen Sudami (9), Elodie Hilbring, Enya Breier, Tiara Siemerkus, Mira Nieborowski, Marie Weingärtner (je 2), Mia Nölle (1).

 

Gelpe/Strombach: Zoe Viebahn (6), Merle Schreibelmayer, Victoria Viebahn (je 5), Tea Burazor (4/1), Kathleen Hertes, Maren Büker (je 3), Marlin Keuper, Meike Domnick (je 2), Denise Szakacs (2/2), Celine Blumberg, Greta Schmitz (je 1).

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