HANDBALL
BSP-Cup: „Dieser Wettbewerb hat mehr als nur Testcharakter“
Oberberg – Auch in seiner 11. Auflage ist der BSP-Cup nicht aus den Sommerfahrplänen der oberbergischen Handballteams wegzudenken – Halbfinals ausgelost.
Von Peter Notbohm
Der BSP-Cup hat in den vergangenen Jahren manchen Wandel vollzogen. Ob Gastmannschaften aus dem Umland, die dem Turnier frischen Wind verpassten oder veränderte Spielmodi. Eins ist dabei aber immer gleichgeblieben: Aus den Sommerfahrplänen der oberbergischen Handballteams ist das Vorbereitungsturnier nicht wegzudenken und gleichzeitig der letzte echte Härtetest vor der neuen Saison im Amateurbereich.
Auch in diesem Jahr gibt es in der 11. Auflage wieder kleine Änderungen. Mit der HSG Marienheide/Müllenbach ist das Turnier der Frauen wieder auf sechs Teams angewachsen, sodass statt einer Hauptrunde nun wieder zwei Vorrundengruppen ausgespielt werden konnten. Bei den Männern sind nach dem Abstieg des SSV Nümbrecht II hingegen nur fünf Teams verblieben, weil der TV Wahlscheid als Aufsteiger auf eine Teilnahme verzichtete.
Die Organisatoren setzten die besten Amateurteams der vorangegangenen Saison Gelpe/Strombach, Nümbrecht und die HBD Löwen Oberberg für das Halbfinale. Den letzten Platz spielen am Donnerstagabend der CVJM Oberwiehl und der HC Gelpe/Strombach II aus. Auch am bewährten Modus aus dem Vorjahr, den Clubs die Planung der Vorrunden zu überlassen, hat man festgehalten, da dies mehr Flexibilität ermögliche.
Mit dem VfL Gummersbach habe der Handballkreis Oberberg (HKO) einen Leuchtturm, der alle anderen Vereine überstrahlt und in seiner eigenen Welt lebe, meinte Rechtsanwalt Werner Becker-Blonigen am Dienstagabend im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz. Mit dem BSP-Cup wolle die Wiehler Kanzlei Bauer, Soest & Partner hingegen bewusst alle anderen leistungsorientierten Amateurclubs unterstützen: „Wir müssen den Handball, ein absoluter Sympathiesport, in die Breite tragen. Der BSP-Cup dient deshalb der Stärkung der Handballfamilie im Oberbergischen und soll zu einer Stärkung der Strukturen beitragen.“ Besonders positiv bewertete er, dass in Marienheide/Müllenbach und Wahlscheid wieder mehr Strukturen und Aktivitäten zu sehen seien.
Auch Rechtsanwalt Finn Jürges freut sich, dass die handballlose Zeit langsam ein Ende findet: „Dieser Wettbewerb hat mehr als nur Testcharakter. Bei den Mannschaften weckt er mehr Ehrgeiz und kommt einem Meisterschaftsspiel möglichst nahe. Es ist die letzte Standortbestimmung vor dem Saisonbeginn und anschließend wissen alle Trainer, an welchen Stellschrauben man noch drehen muss.“ Ähnlich sieht es Oberbergs Handballboss Udo Kolpe, der froh ist, dass nach den wochenlangen Diskussionen um das neue Handballmanagementsystem Handball360 nun endlich wieder über den Sport selbst gesprochen wird. Handball360 wird bei den Halbfinals und den Endspielen übrigens seine Premiere im Oberbergischen feiern.
Ausgelost wurden am Dienstagabend auch die Halbfinals der Männer. Während sich die Begegnungen bei den Frauen aus den Vorrundentabellen ergeben, mussten bei den Männern die Loskugeln herausgeholt werden. Die HBD Löwen Oberberg werden auf den HC Gelpe/Strombach treffen. Der Sieger aus der Partie CVJM Oberwiehl – HC Gelpe/Strombach II bekommt es mit dem SSV Nümbrecht zu tun. Bei den Frauen stehen die Paarungen erst nach dem letzten Vorrundenspiel zwischen den HBD Löwen Oberberg und dem SSV Nümbrecht am Donnerstagabend endgültig fest. Alle vier Halbfinals werden am 4. September mit verkürzter Spielzeit (2x20 Minuten) ab 17:30 Uhr in Derschlag stattfinden. Die Endspiele werden einen Tag später in Wiehl ausgetragen.
Gelpe/Strombachs neuer Coach Florian Greißner schickte schon einmal eine Kampfansage an Vorjahressieger Nümbrecht: „Nach dem Abschneiden im letzten Jahr haben wir den größten Druck. Da haben wir etwas gut zu machen.“ Carina Hilger (HBD Löwen Oberberg) blickte zunächst einmal auf das Topspiel der Frauen-Vorrunde am Donnerstag: „Nümbrecht hat Angst vor uns, aber auch wir haben großen Respekt. Das wird ein spannendes Spiel, aber wir spielen auf dem Bursten und da schlägt uns so schnell keine Mannschaft.“
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