HANDBALL
BSP–Cup-Halbfinale: Nümbrecht hält die Löwen an der langen Leine
Oberberg – Im Männnerturnier des BSP–Cups treffen im Endspiel am Sonntag Gelpe/Strombach und Nümbrecht aufeinander – Im HC-internen Duell stellt macht das Murfuni-Team bereits vor der Pause alles klar - Nümbrecht gewinnt relativ ungefährdet.
HC Gelpe/Strombach – HC Gelpe/Strombach II 38:26 (21:10).
Bereits in der ersten Halbzeit erspielte sich das Regionalligateam des HC gegen die eigene Verbandsligareserve einen deutlichen Vorsprung und hatte bereits zur Pause die Frage des Siegers geklärt. Trotzdem zeigte sich Trainer Markus Murfuni nicht vollumfänglich zufrieden: „Wir haben uns in Situationen gebracht, die in einer Nordrheinliga-Partie eiskalt bestraft worden wären. Da gibt es nicht noch die dritte und vierte Chance.“ Sein Gegenüber Daniel Rodriguez hob den Angriff in der Anfangsphase hervor: „Konrad Toelstede und Julian Kolken haben unseren Shooter Felix Soldanski im rechten Rückraum gut in Szene gesetzt.“
Gefallen fanden der Spanier und sein Co-Trainer Ole Remmers Gefallen an der Einstellung ihrer Mannschaft: „Trotz des klaren Rückstandes zur Pause haben die Jungs weitergemacht und die zweite Hälfte so nur mit einem Tor verloren.“ Bis zur 45. Minute diktierte zunächst aber weiter das Regionalligateam das Geschehen und spielte sich einen klaren 30:15-Vorsprung heraus. Nach einer Auszeit von Rodriguez konnte Gelpe/Strombach II das Spiel aber wieder ausgeglichener gestalten und bis zum 38:26-Endstand noch ein wenig verkürzen. In der Nachbetrachtung sprach Murfuni von einem gelungenen Test: „Ich habe heute mehr die 6:0–Abwehr probiert, was sich zum Ende hin verbessert hat. Auch die Torhüter haben gut gehalten.“
HC Gelpe/Strombach I: Julian Meyer (7/3), Mike Heinzerling (6), Jerome Dräger, Malte Meinhardt (je 5), Lukas Altjohann, Leonard Viebahn (je 4), Finn Feuerbach (3), Florian Panske (2), Heinrich Julius Walch, Lars Rostalski (je 1).
HC Gelpe/Strombach II: Felix Soldanski (8), Marius Euteneuer (5), Paul Roth (4), Konrad Toelstede (3), Lasse Finn Jürgens, Luca Reuber (je 2), Colin Stuebben, Julian Kolken (je 1).
SSV Nümbrecht Handball – HBD Löwen Oberberg 31:26 (14:12).
Im zweiten Halbfinale des Abends in der Eugen–Haas–Halle kam es zum Oberligaduell der beiden oberbergischen Vertreter. Zu Beginn der Partie setzten sich die Handballer aus Derschlag und Bergneustadt schnell mit 5:2 ab, was allerdings auf die eher schwache Nümbrechter Chancenverwertung zurückzuführen war. Doch bereits nach zehn Minuten war diese Führung egalisiert und Nümbrecht übernahm fortan das Spiel. Angeführt von Rückraumshooter Tim Hartmann ließ der SSV fortan vor allem defensiv nur noch wenig zu. Doch eine höhere Führung verhinderte der gut aufgelegte Alen Caber im Tor der Löwen, der mehrere Tempogegenstöße parierte. HBD–Coach Maik Thiele wollte dem Spiel zwar keine allzu große Bedeutung beimessen, zeigte sich aber trotzdem eher unzufrieden: „Für mich war das ein Vorbereitungsspiel. Dennoch wollten wir natürlich gewinnen und das war heute auf jeden Fall möglich.“
Dass die Nümbrechter nach dem Seitenwechsel beim 14:12 schneller ins Spiel fanden, kommentierte Thiele schonungslos: „Wir machen viel zu viele technische Fehler und unsere Rückzugsphase war schlecht.“ Nachdem sich Nümbrecht ein solides Fünf-Tore-Polster erarbeitet hatte, wurde die Partie ein wenig ruppiger. Löwen-Kreisläufer Nils Welke kassierte beim 20:16 (41.) nach einem Stürmerfoul eine Hinausstellung und auch Nümbrechts Dominik Donath musste wegen eines Schubsers im folgenden Gerangel von der Platte. Sportlich kam keine Spannung mehr auf: Nümbrecht verwaltete den Vorsprung bis zum Abpfiff, ohne sich weiter abzusetzen. Trainer Manuel Seinsche sprach anschließend von einem schwierigen Spiel: „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, Spieler wie Luis Villgrattner und Thorben Schneider unter Kontrolle zu kriegen und ihre Räume einzuengen.“ Das war aus seiner Sicht auch gut gelungen.
Auch der Versuch der Löwen, in Überzahl auf eine 3:2:1–Deckung umzustellen, brachte keinen Erfolg, da man wiederum eine eigene Zeitstrafe hinnehmen musste. Manuel Seinsche zeigte sich zwar grundsätzlich mit dem Spiel zufrieden, wagte aber auch schon einen Blick nach vorne: „Wir freuen uns über den Sieg gegen einen guten Gegner. Das ist unser Gradmesser. Wenn wir am Sonntag eine Chance gegen Gelpe/Strombach haben wollen, müssen wir aber unsere Fehler abstellen. Um sie zu ärgern, muss bei uns wirklich alles passen.“
SSV Nümbrecht: Tim Hartmann (6), Fabian Benger, Marcel Miebach (je 5), Dominik Donath. Tobias Schröter (je 4), Johannes Urbach (3), Sebastian Stürmann, Jannik Lang, Niklas Witthaut (je 1).
HBD Löwen Oberberg: Luis Villgrattner (9), Marcel Neese (6), Anthony Hudak-Domokos (5), Nils Meier, Marc Erlinghagen, Thorben Schneider (je 2).
Das Aufeinandertreffen wird am Sonntag um 18 Uhr angepfiffen. Das Spiel findet in der Wiehler Sporthalle statt, genau wie das Spiel um Platz drei zwischen Gelpe/Strombach II und den Löwen Oberberg um 14:30 Uhr.
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