HANDBALL
Klatsche für Nümbrecht - Gelpe/Strombach siegt glanzlos
Oberberg - Der SSV Nümbrecht kassiert eine Klatsche im Aufsteigerduell gegen Biefang - Der HC Gelpe/Strombach besiegt den Tabellenletzten der Regionalliga, VT Kempen, deutlich aber glanzlos. (AKTUALISIERT)
Von Thomas Giesen
SSV Nümbrecht – Turnverein Biefang 18:30 (8:14).
Die Nümbrechterinnen haben im Duell der Aufsteiger eine derbe Klatsche erhalten. SSV-Trainerin Martina Duckart konnte das Ergebnis kaum fassen. „Wir haben viel zu deutlich verloren. Mir fehlen eigentlich die Worte. Wir hatten zwar kurzfristig den Ausfall von Kira Hartmann zu verkraften, die für uns der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive ist. Das ist ein Ausfall, der sehr schwierig zu kompensieren ist. Aber man muss sagen, dass wir auch mit dem verfügbaren Kader das Spiel gegen Biefang hätten gewinnen können, wenn wir das gespielt hätten, was wir uns vorgenommen haben“, meinte Duckart.
[Nümbrechts Elena Seiffarth hatte gegen die Abwehr der Gäste Mühe, sich durchzusetzen.]
Im ersten Durchgang war bei beiden Teams zunächst Sand im Getriebe. Beim Stand von 7:8 in Minute 19 war die Welt für die Nümbrechterinnen noch in Ordnung. Dann riss der Faden, Biefang stellte auf 13:7 und ging auch mit sechs Toren Vorsprung in die Pause. „Wir waren in der ersten Halbzeit immer dran und hatten immer wieder die Chance, auszugleichen oder in Führung zu gehen, haben aber die Tore nicht gemacht. Biefang ging es aber genauso. In 20. Minute waren wir in Überzahl, haben dann aber nichts draus gemacht. Biefang ist dann weggezogen. Ich habe noch versucht mit einer Auszeit und später noch mit einer zweiten, entgegenzuwirken, aber die Mädels waren nicht greifbar und wir haben es nicht geschafft, unsere Fehler abzuschütteln.“
[Nümbrechts Torfrau Jana Steinebach verhinderte mit Glanzparaden eine höhere Niederlage.]
Auch nach dem Seitenwechsel blieb ein Leistungssprung aus. „Ich bin eigentlich mit einem guten Gefühl in die zweite Halbzeit gegangen, aber wir sind nicht in die erste und zweite Welle gekommen und haben vorne auch nicht das umgesetzt, was wir besprochen haben. Biefang hat das solide runtergespielt. Ich will die Leistung des Gegners nicht schmälern, aber wir haben es ihnen auch leicht gemacht“, so Duckart. Der Turnverein aus Oberhausen zog bis zur Minute 36 auf 18:9 davon und hatte die Punkte spätestens beim 24:11 (44.) sicher in der Tasche. „Das Spiel ist an uns vorbei gegangen, wir haben den Kampf nicht angenommen. Schade, dass uns das in einem Heimspiel passiert, weil gerade dort müssen wir unsere Punkte holen. Heute darf jeder enttäuscht sein, aber wir müssen schauen, dass wir das schnellstmöglich abgehakt bekommen."
SSV Nümbrecht: Lotta Werthenbach (6), Laura Harscheid (5/2), Sabrina Kirchhoff (2), Lara Schmalenbach, Pia Kirchner, Franziska Arnds, Sandra Fischer, Lara Deinert (je 1).
HC Gelpe/Strombach – VT Kempen 30:22 (20:11).
Ungefährdet, aber auch glanzlos heimsten die Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach die Punkte ein. „Das war heute ein klassischer Arbeitssieg“, bilanzierte HC-Trainer David Hoffmann nach dem Erfolg gegen den weiterhin punktlosen Tabellenletzten vom Niederrhein. Die Gastgeberinnen starteten mit Anlaufschwierigkeiten, lagen nach zehn Minuten beim Stand von 5:5 noch auf Augenhöhe mit den Kempenerinnen, setzten sich dann aber auf 8:5 ab (14.). „Wir haben dann vor der Pause eine sehr gute Viertelstunde gespielt und gehen mit einer deutlichen Führung in die Halbzeit“, freute sich Hoffmann über den Zwischensprint seiner Equipe, die damit schon fast die Entscheidung herbeiführte.
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[Laura Harscheid erzielte fünf der nur 18 Nümbrechter Treffer, zwei davon vom Siebenmeterpunkt.]
Nach dem Seitenwechsel schlich sich jedoch der Schlendrian ein. „Wir lassen in der zweiten Halbzeit einfach zu viele hochkarätige Chancen ungenutzt. Bis dorthin spielen wir es sehr, sehr gut. Mit der Art und Weise, wie wir uns die Chancen herausgespielt haben, kann ich sehr gut leben. Aber die Konsequenz im Abschluss hat gefehlt und wir haben zu viele Fehler gemacht“, kritisierte Hoffmann sein Team, das ohne die beste Schützin, Denise Szakacs antreten musste. In Minute 43 hatten die Gäste auf 15:21 verkürzt und Hoffmann nahm eine Auszeit, um seine Truppe wieder zurück in die Spur zu ziehen. Beim Stand von 24:16 (48.) stand der Sieger so gut wie fest.
„Es gibt solche Tage, an denen es nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Trotzdem haben wir deutlich und souverän gewonnen. Wir nehmen das heute mit und haken das Spiel ab. Wir werden uns damit nicht länger aufhalten“, so Hoffmann, dessen Blick bereits in die Zukunft gerichtet ist. „Ich weiß, dass die Mannschaft es besser kann und bin fest davon überzeugt, dass, wenn es drauf ankommt, wie nächste Woche gegen Lank, das auch wieder zeigen wird. Ab Dienstag werden wir wieder alles investieren, um bereit zu sein für das Topspiel.“
HC Gelpe/Strombach: Merle Schreibelmayer (5), Desiree Horn, Mia Klose, Meike Domnick (je 4), Marie Wlodarek (3), Celine Blumberg (4/1), Marlin Keuper (2), Ayleen Sudami, Zoe Viebahn, Johanna Heister, Tea Burazor (je 1).
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