HANDBALL
HC-Frauen feiern die ersten Punkte des Jahres - Nümbrecht ist gegen Weiden chancenlos
Oberberg – Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Gelpe/Strombach feiern gegen den TV Beyeröhde die ersten Punkte des Jahres – Für den SSV Nümbrecht ist der HC Weiden eine Nummer zu groß. (AKTUALISIERT)
Von Thomas Giesen
SSV Nümbrecht – HC Weiden 27:35 (13:16).
Für die Nümbrechterinnen waren die Gäste eine Nummer zu groß. „Wir haben absolut zurecht verloren und zu keiner Zeit ins Spiel gefunden. Wir sind von Beginn an hinterhergelaufen“, zog SSV-Trainerin Martina Duckart ein unmissverständliches Fazit. Lotta Werthenbach, mit am Ende acht Toren auf dem Konto beste Nümbrechter Werferin, brachte ihr Team in Führung, doch nach nur zehn Minuten stand es bereits 2:8 und zur Mitte des Durchgangs 4:12 für die Weidenerinnen, die jüngst dem HC Gelpe/Strombach bereits eine empfindliche Niederlage bescherten.
„Weiden hat das erwartet gute Spiel abgeliefert. Der Rückraum hat sehr gut funktioniert und wir haben in der Abwehr zu keinem Zeitpunkt zu dem gefunden, was wir können. Wir haben den Gegner schalten und walten lassen, wie er es wollte“, war Duckart mehr als unzufrieden mit dem Defensivspiel. Unzufrieden war sie auch mit der Offensive: „Im Angriff sind wir viel zu behäbig nach vorne gelaufen und haben auch häufig die falschen Entscheidungen getroffen“, haderte sie zunächst mit dem Auftreten ihrer Mannschaft, die sich in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs aber berappelte. Neun Tore in knapp 15 Minuten, bei nur vier Gegentreffern, brachten die Gastgeberinnen wieder in eine respektable Position.
„Man muss schon sagen: Die Mädels lassen sich nicht unterkriegen. Das ist lobenswert. Andere Mannschaften hätten sich abwerfen lassen, aber wir haben versucht, gegenzuhalten“, war Duckart dann doch einverstanden mit der Reaktion ihrer Truppe, die mit nur drei Toren Rückstand in die Pause ging. Die Halbzeitansprache fruchtete allerdings nicht. Vor allem die Absicht, Weidens Marie Thevissen, die dem SSV im ersten Durchgang bereits sieben Treffer eingeschenkt hatte, auszuschalten, misslang und sie traf prompt nach Anpfiff zum 17:13 und legte im weiteren Verlauf noch fünf Tore nach. Nach 33 Minuten stand es 13:19, nach 42 Minuten 17:23, ehe die Begegnung beim Stand von 29:20 (51.) zu Beginn der Crunchtime gegessen war. „Für uns war heute nicht mehr drin. Wir dürfen die Köpfe nicht hängen lassen. Das war kein Spiel, was wir gewinnen mussten“, hakte Duckart die Niederlage ab.
SSV Nümbrecht: Lotta Werthenbach (8), Laura Harscheid (9/4), Sandra Fischer, Sabrina Kirchhoff (je 3), Lara Deinert (2), Maren Büker, Elena Seiffarth (je 1).
HC Gelpe/Strombach – TV Beyeröhde 38:34 (19:16).
Die Erleichterung im Lager der Gelpe/Strombacherinnen war groß. „Natürlich sind wir in erster Linie mal froh, dass es uns gelungen ist, die ersten zwei Punkte im Jahr 2026 einzufahren. Es war ganz wichtig für uns, nach der kleinen Niederlagenserie von zwei verlorenen Spielen, die wir hinnehmen mussten. Es tat gut, mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Das ist das Positive, was wir mitnehmen“, freute sich HC-Trainer David Hoffmann. Nach dem Jahreswechsel hatten die Gelpe/Strombacherinnen Niederlagen gegen den Lokalkonkurrenten SSV Nümbrecht und den HC Weiden kassiert. Durchweg positiv geriet der Heimauftritt allerdings doch nicht. „Wenn man 34 Gegentore kassiert, ist es etwas, womit wir nicht ganz zufrieden sein können“, goss Hoffmann Wasser in den Wein.
Die erste Halbzeit war ein einziges Hin und Her. Die Gastgeberinnen führten 4:2 (6.), die Wuppertalerinnen wendeten das Blatt jedoch zwischenzeitlich zum 6:7 (12.), konnten sich aber nicht weiter absetzen. Nach 10:7 (15.) und 14:11 (23.) für den HC glich Beyeröhde drei Minuten vor der Pause zum 15:15 aus, fing sich bis zum Seitenwechsel aber wieder drei Tore Rückstand ein. In den ersten 30 Minuten wurde allerdings bereits mehr als deutlich, dass die Gelpe/Strombacherinnen vor allem mit den Rückraumspielerinnen Jana Brandt und Julia Kerber große Schwierigkeiten hatten. Kerber traf bis zur Halbzeitsirene fünfmal, Brandt gelangen sechs Treffer. „Wir haben es über die gesamte Spielzeit nicht geschafft, die beiden in den Griff zu kriegen. Die haben uns immer beschäftigt und erhebliche Probleme bereitet. Daran haben wir gesehen, dass wir in viele Bereichen noch etwas zu verbessern haben“, so Hoffmann.
Die Gummersbacherinnen eröffneten den zweiten Durchgang mit dem Treffer zum 20:16 und schafften es in der Folge, die Gäste auf Distanz zu halten. Über 27:23 (40.) ging es mit 31:29 (50.) in die Crunchtime, in der sich die HC-Frauen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließen. Celine Blumberg sorgte mit einem verwandelten Siebenmeter zum 36:31 (55.) für die Entscheidung. „Wir haben in dem Spiel offensiv gute Lösungen gefunden, defensiv hatten wir aber keinen Zugriff. Da haben Absprachen nicht gepasst, wir sind nicht richtig in den Kontakt und in die Stoppfouls gekommen. Daran gilt es, in den kommenden Wochen zu arbeiten. Aber die zwei gewonnenen Punkte machen es leichter, das anzugehen, vor allem im Hinblick auf das Selbstvertrauen.“
HC Gelpe/Strombach: Zoe Viebahn (8), Celine Blumberg (8/5), Marlin Keuper (5), Marie Wlodarek, Denise Szakacs, Meike Domnick (je 4), Merle Schreibelmayer (3), Mia Klose (2).
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