HANDBALL

27 Fahrkarten kosten einen Punkt

uk; 05.12.2021, 18:40 Uhr
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27 Fahrkarten kosten einen Punkt

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uk; 05.12.2021, 18:40 Uhr
Oberberg - Nümbrecht holt in Aachen ein Remis - Gelpe/Strombach II darf nach dem ersten Auswärtssieg der Saison plötzlich vom direkten Klassenerhalt träumen (AKTUALISIERT).

ASV SR Aachen - SSV Nümbrecht 19:19 (8:11).

 

So was nennt man wohl gemischte Gefühle: "Mit unserer Abwehrleistung bin ich absolut einverstanden. Auswärts nur 19 Gegentore zu kassieren ist absolut in Ordnung", lobte SSV-Trainerin Martina Duckart die Defensivstärke ihrer Ladies nach dem Gastspiel in Aachen. Allerdings legte Duckart nach dem Kollektivlob für die Ihren gleich auch den Finger in die Wunde: "19 selbst erzielte Treffer sind natürlich klar zu wenig. Auch wenn wir in fremder Umgebung gespielt haben."

 

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Dass es nur zum Remis im Westen reichte, lag an der mageren Chancenverwertung der Oberbergerinnen, die satte 27 Fahrkarten produziert hatten, darunter rund zehn Premiumgelegenheiten. "Am Abschluss werden wir weiter konsequent arbeiten müssen," analysierte die Handballlehrerin, die letzten Endes doch mit dem Gewinn des einen Punktes zufrieden war und ein Sonderlob für ihre starke Torfrau Anna-Lena Meissner parat hatte: "Klar, es wäre angesichts des Spielverlaufs sicherlich auch ein Sieg möglich gewesen. Aber, wenn man mir vor dem Match gesagt hätte, dass wir einen Zähler holen, hätte ich das sofort unterschrieben."

 

Nümbrecht: Sabrina Heinrichs (7), Anna-Lena Bauer (4/1), Sabrina Kirchhoff (4), Sandra Fischer (3), Julia Alefelder (1).

 

 

1. FC Köln II – HC Gelpe/Strombach II 21:22 (9:11)

 

Durch den ersten Auswärtssieg der Saison sind die Frauen des HC Gelpe/Strombach II im Kampf um die Qualifikation zur Meisterschaftsrunde plötzlich wieder im Geschäft. Platz vier und Rang zwölf trennen derzeit gerade einmal vier Punkte - Tabellenplatz sieben ist die magische Grenze zum sicheren Klassenerhalt nach der Hinrunde. Auf Rechenspiele hat HC-Trainer Eduard Debnar, der das Team vor wenigen Wochen auf dem letzten Platz übernommen hatte, dennoch wenig Lust. „Natürlich genießen wir das derzeit und ich freue mich für meine Mannschaft, aber ich werde weiter nur von Spiel zu Spiel denken“, sagt er.

 

Der Sieg in der Domstadt war indessen hart erarbeitet, dafür aber auch hochverdient. Köln gehörte zwar der erste Treffer des Tages zum 1:0 nach 50 Sekunden, das sollte aber auch die letzte Führung der Geißbock-Frauen bleiben. 4:7 (15.), 9:11 zur Pause und 16:19 (46.) waren die weiteren Zwischenstände. Spannend blieb es trotzdem bis in die Schlussphase: Beide Teams ließen vielen Gelegenheiten ungenutzt und haderten auch mit Pfosten und Latte. Nachdem Carina Hilger beim 20:21 (57.) einen Siebenmeter liegen ließ, war es Katalin Kleinhofer, die 20 Sekunden vor dem Ende das erlösende Tor zum 20:22 warf. „Auch wenn wir zu häufig in alte Muster gefallen sind und es unnötig spannend gemacht haben, war ich immer davon überzeugt, dass wir hier gewinnen“, meinte Debnar nach dem Schlusspfiff.

 

Gelpe/Strombach: Johanna Heister (5), Katalin Kleinhofer, Lisa Bürstinghaus (je 4), Carina Hilger (4/1), Kerstin Reichert (3), Louisa Wegner (2/1).

 

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